MAG 2007 SAP und Azure Szene

Cloud auf dem Prüfstand

[shutterstock.com: 1195258246, LuckyStep]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Die Vorteile eines SAP-Betriebs in einer Microsoft-Azure-Cloud sind unbestritten – aber die SAP-Community ist heterogen. Somit ist ein Diskurs über die Wege in die Cloud, über hybride Modelle oder einen On-premises-Zwischenschritt notwendig.

Sehr unterschiedliche, aber in ihrer Kooperation mit SAP und Microsoft sehr erfolgreiche IT-Anbieter hat das E-3 Magazin an den runden Tisch gebeten. Thomas Herrmann von NetApp, Peter Höroldt von Libelle und Claus Siepler von T-Systems diskutieren mit Chefredakteur Peter M. Färbinger über die Herausforderungen und Roadmaps eines SAP-Betriebs in der digitalen Transformation.

Lange Zeit hieß es bei SAP „Cloud first“ und manchmal auch „Cloud only“. Kann dieses Cloud-Paradigma für die ganze SAP-Community gelten, für alle Branchen, Funktionen und Szenarien? Was bedeutet Hybrid Cloud?

Thomas Herrmann, NetApp: Wie sich die SAP in den vergangenen zehn Jahren auf die Cloud fokussiert hat, sieht man beispielsweise am Kauf von SuccessFactors für das Talent-Management, des E-Commerce-Spezialisten Hybris, der Reisekostensoftware Concur und Qualtrics für das Experience Management.

Diese Übernahmen haben das Geschäft mit Unternehmenssoftware aus der Cloud gepusht. Allerdings können nicht alle SAP-Kunden diese Cloud-Option ziehen, da im öffentlichen Sektor und in einigen Branchen Vorschriften gelten, die das Nutzen von Public-Cloud-Services für bestimmte Anwendungsfälle untersagen.

T-Systems

Wer hingegen Cloud-Services bezieht, dessen Cloud-Anwendungen müssen sich mit den lokalen Systemen und vor allem mit dem Core-ERP interagieren lassen. Deshalb kristallisieren sich hybride Szenarien als das Zukunftsmodell für das moderne Unternehmen heraus.

Peter Höroldt, Libelle: Unserer Projekt- und Betriebserfahrung nach gibt es weder heute noch morgen das eine Operationsmodell, dem alle Unternehmen folgen möchten.

So unterschiedlich wie Unternehmen aufgestellt sind, so unterschiedlich stellen sich Anforderungen und nicht zuletzt auch Gefühlswelten der Entscheider dar. Wir haben vor einiger Zeit eine zugegebenermaßen nicht repräsentative Studie mit Libelle-Kunden gemacht, die sich in Sachen Cloud für die kommenden drei Jahre eher zurückhaltend bis ablehnend geäußert haben.

Vor allem gefiltert auf Unternehmen des gesamten Mittelstands von klein bis groß zeigte das Ergebnis, dass dabei weder Projektlast wegen z. B. Hana- oder S/4-Umstellungen noch funktionale oder technische Aspekte die größten Rollen spielten, sondern vielmehr Punkte wie „bereits getätigte Investitionen in Bestandssysteme“, „mangelndes Vertrauen in cloudbezogene Infrastrukturen“ sowie „fehlende Erfahrung“.

Unserer Meinung nach werden Unternehmen an dem cloudbasierten SAP-Betrieb langfristig jedoch nur sehr bedingt vorbeikommen, dafür sind die absehbaren Rahmenbedingungen der Applikationshersteller, aber auch die Vorteile eines Cloud-Betriebs einfach zu groß.

Der Weg dorthin wird auf jeden Fall ein sehr weiter sein. Und deswegen haben aus unserer Sicht – zumindest Stand heute und bis auf Weiteres – gerade im SAP-Umfeld alle Operationsmodelle gleichberechtigte Gültigkeit: reiner On-premises-Betrieb, reiner Cloud-Betrieb (wo bereits umsetzbar), Multi-Cloud-Betrieb und der hybride Cloud-Ansatz.

Claus Siepler, T-Systems: Wenn man in die „neue Welt“ einer SAP geht, dann kommt man an der SAP-Cloud-Plattform nicht vorbei. Der Digital Core, also die alte SAP-Business-Suite-Welt, soll möglichst keine oder zumindest eine wenig individuelle Ausprägung haben.

Die Individualisierung, die ja jeder Kunde wünscht und braucht, findet in der SAP-Cloud-Plattform statt und damit ist die Cloud eine unabdingbare Komponente. Das trifft auch zu, wenn Prozesse anderer SAP-Anwendungen, wie zum Beispiel der SAP Sales Cloud oder SuccessFactors, integriert und individuell, mit agilen Methoden, erweitert werden sollen.

Unternehmensindividuelle Prozesse werden so als Ergänzung zu Standardprozessen in die Cloud verlegt. Damit hat man in aller Regel schon eine Mischung aus einer Private Cloud und einer Public Cloud, also eine hybride Cloud.

Die digitale Transformation in Richtung Hana, S/4 und auch Cloud oder Hybrid Cloud ist vielfach anerkannt. Wie steht es um Investment Protection, Intellectual Property, Risk Controll und Compliance?

Siepler: Entscheidend ist eine wasserfeste Digitalisierungs-Roadmap, die auch Aktivitäten zur Absicherung von Intellectual Property, Compliance und Investitionen bzw. Vermeidung des Eintritts bekannter Risiken enthalten muss.

In einer detaillierten Vorstudie werden zusammen mit den Kunden die wesentlichen strategischen Eckpfeiler festgelegt, die Ist- und Zielsituation betrachtet und eine passende Roadmap erstellt.

Somit ist es möglich, das Zielszenario unter Berücksichtigung der genannten Themen zu gestalten. Darüber hinaus gilt es, hier auch die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit zu berücksichtigen.

Höroldt: Gerade Hybridansätze respektieren bereits getätigte Investitionen und vorhandene Infrastrukturen. Mit dem schrittweisen Umstieg von zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgeschriebenen Infrastrukturen zum Cloud-Betrieb lässt sich der klassische Hardwarezyklus aufbrechen und ­Capex in Opex umwandeln.

Gerade in den frisch durchlebten Pandemiezeiten, in denen bei vielen Unternehmen deutliche Zurückhaltung in Sachen Investment und Investmentplanung besteht, erweist sich dies als unglaublich vorteilhaft. Die Möglichkeit eines dynamischen Rightsizing entspannt ungemein.

Für die Libelle-Kunden, die uns entsprechende Einblicke gewähren, kann ich nur sagen: Es funktioniert. Und wir sorgen dafür, dass der Kunde auch innerhalb der Libelle-Automatisierungslösungen von diesem Rightsizing profitieren kann.

Auch das Thema Risk Control und Compliance ist sehr interessant: Wir sehen bei den großen Cloud-Anbietern Infrastrukturen, physikalische Vorkehrungen, Zertifizierungen und Ähnliches, für deren Erreichung auch viele Enterprise-Kunden Investments in On-premises-Rechenzen­tren betreiben müssten, die nur schwer zu stemmen sind.

Korrigieren Sie mich gerne, aber die letzte Zahl, die ich z. B. von Microsoft im Kopf habe, ist eine Milliarde Euro für den Ausbau der Azure-Infrastruktur. Monat für Monat für Monat.

Dazu habe ich seitenweise Folien gesehen mit den Zertifizierungen aus allen Regionen der Welt sowie Dokumentationen und Bilder über Rechenzentren mit unglaublichen physikalischen Schutzmaßnahmen.

Herrmann: Die digitale Transformation geschieht nicht von heute auf morgen. SAP-Kunden werden ihre bestehenden Umgebungen weiterhin betreiben und mit der neuen Cloud-Welt verbinden müssen.

Sie stehen vor der Entscheidung, welche Informationen in die Cloud dürfen und welche nicht, womit wir bei Intellectual Property, Risk Control und Compliance in der Cloud sind.

Das sind die wichtigsten Aspekte, die Unternehmen branchenübergreifend noch von der Cloud abhalten. Ein durchgängiges Sicherheitskonzept, erarbeitet für eine hybride Landschaft, beseitigt Bedenken und ist die Cloud-Eintrittskarte.

Höroldt: Gerade bei ohnehin cloudkritischen Gesprächspartnern war dieses „Meine Daten sind dann noch nicht mal mehr bei mir im Haus, wie kann ich sicher sein, dass da niemand zusätzlich zugreift“ ein schwerwiegender Punkt, das zeigte sich ja auch in der vorhin zitierten Studie.

Das sind natürlich relevante Bedenken, gerade bei solchen Unternehmen, die diese Art von Störungen bereits zu verkraften hatten. Die Libelle-Antwort darauf: Wenn solche Bedenken vorhanden sind, belassen Sie Produktivsysteme derzeit on-premises, nutzen Sie aber die Vorteile des Cloud-Betriebs für nicht produktive Umgebungen und anonymisieren Sie entsprechende Daten.

Selbst wenn dann ein unberechtigter Zugriff oder Datenabfluss in der Cloud gegeben wäre, wäre es ärgerlich, aber kein DSGVO-Verstoß. So etwas bietet sich dann z. B. auch für erste Schritte in die Cloud an, um Erfahrung und Vertrauen aufzubauen.

Was könnten in der digitalen Transformation für einen SAP-Bestandskunden „Quick Wins“ sein?

Herrmann: Es gibt in dem Sinne nur Vorteile. Am Ende zählen für Entscheider ein schneller ROI, weniger Kosten, wachsender Umsatz und steigender Gewinn, wohin sie sich mit der digitalen Transformation eben über kurz oder lang hinbewegen. SAP-Anwenderfirmen, die diesen Weg nicht gehen wollen, riskieren, dass die Konkurrenz an ihnen vorbeizieht.

Höroldt: Die konkreten Anwendungsfälle seitens Libelle: kurz mal neue Sandboxes hochziehen für einen wochenweisen Betrieb. Analyse- und Reporting-Systeme für quartalsweise Zwecke mit dann frischen Daten versehen, für ein paar Tage voll aufdrehen, die rechenintensiven Prozesse laufen lassen und dann den Rest des Jahres wieder auf kleiner Flamme weiterbetreiben oder ganz schlafen schicken.

Ähnliches für DR-Szenarien im hybriden Betrieb, anstelle von Investments in doppelte Hardware an unterschiedlichen Standorten, die nie voll genutzt wird: produktive Systeme on-premises, DR-Systeme in der Cloud mit minimalen Ressourcen im Normalbetrieb, die im Falle eines Falles dynamisch hochgedreht werden.

Natürlich mit einer Georedundanz gemäß BSI-Empfehlungen, was auch nicht für jedes mittelständische Unternehmen ohne Weiteres on-premises aufzubauen ist. Und so vieles mehr.

Siepler: Die ersten Schritte in die digitale Welt sind in der Regel Vorbereitungen wie Housekeeping oder das Konsolidieren gewachsener IT-Landschaften. Allein hier sind schon „Quick Wins“ realisierbar.

Durch den Wechsel auf die SAP-S/4-Hana-Plattform ergibt sich aufgrund der drastisch erweiterten Möglichkeiten der Nutzung von SaaS (Software as a Service) aus der Cloud ein enormer Gewinn, der schnell realisierbar ist.

Ein „Releasewechsel“ in die Cloud kann bei wenig Abap-Modifikation noch ein überschaubarer Schritt sein, aber wie steht es um den operativen Betrieb mit Entwicklung, Qualitätssicherung, Tests und System Copy in Microsoft Azure?

Herrmann: Der Betrieb einer hybriden SAP-Landschaft mit Entwicklung, Qualitätssicherung, Tests und System Copy wäre eine echte Herausforderung, wenn die beiden Welten, On-premises und Azure, als Insellösungen realisiert sind. Das lässt sich kaum bewältigen.

Nur eine cloudfähige Plattform wie die NetApp Data Fabric, welche On-premises-, Cloud- und Multi-Cloud-Szenarien integriert und das Datenmanagement vereinheitlicht, realisiert das flexible Hin- und Herschieben von Daten und sorgt so für einen reibungslosen Betrieb.

Siepler: In diesem Fall hängt es maßgeblich davon ab, welche Technologie man zur Erstellung von Systemkopien nutzt. Wenn man etwa Snapshot-Technologie zur Erstellung der Kopie nutzt, ist das Verfahren nicht einfach so übertragbar.

Das bedeutet: Man muss gegebenenfalls neue Verfahren implementieren. Der Hauptaufwand bei der Erstellung einer Systemkopie liegt allerdings in den Post-Copy-Aktivitäten.

Diese sind aber automatisierbar, auch gibt es dafür fertige Lösungen am Markt. Komplizierter wird es, wenn man Kopien über Cloud-Grenzen hinweg erstellen will, etwa aus der Private Cloud in eine Public Cloud.

In diesem Fall muss man in aller Regel die Daten bei der Erstellung einer Kopie komplett von einer Welt in die andere übertragen, was bei großen Systemen zu langen Laufzeiten führt und eine gewisse Netzwerkbandbreite voraussetzt. Snapshot- und Cloning-Verfahren auf Hardwarebasis sind hier nicht möglich.

Höroldt: Seitens Libelle reduzieren wir dieses gesamte Vorgehen ja bereits on-premises auf den sprichwörtlichen Knopfdruck mit minimalen manuellen Eingriffen, optimalerweise komplett automatisiert vom Start über die gesamten Vorarbeiten, die physikalische Kopie und alle Nacharbeiten, bei Bedarf inklusive DSGVO-konformer Anonymisierung, bis zur Wiederfreigabe des refreshten oder neuen Systems.

Nachteinsatz? Wochenendeinsatz? Je nach Umgebung reicht im Extremfall gerne auch mal eine längere Mittagspause, zumindest aber gibt es eine mehr als deutliche Reduktion der Durchlaufzeiten.

Unterstützt durch z. B. die Möglichkeiten der NetApp-Mittel, die die physikalische Kopie auch nochmals ungemein beschleunigen, lassen sich noch eindrucksvollere Effekte erzielen.

Bei einem unserer Kunden, der badenIT in Freiburg, haben wir vor externem Publikum ein HR-System in netto 23 Minuten komplett refresht und anonymisiert. On-premises: ohne besondere Anpassungen. Das sind Realwerte und nicht nur Marketing.

Solche Zahlen sind gerade im Rahmen von Migrationsprojekten eine Möglichkeit, um Testsysteme oder auch ganze Testlandschaften parallel mit aktuellen Daten zu refreshen.

So haben wir Kunden, die in Projekt-Crunchtimes mehrfache Refreshes pro Woche machen, sowohl für die produktiven R/3-Umgebungen als auch für die im Aufbau befindlichen S/4-Landschaften, einfach um jederzeit einen verlässlichen Ausgangsstand in den Umgebungen zu haben.

Die SAP-Basis bzw. die Projektteams sorgen dabei mit unseren Mitteln ganz einfach und mit enorm schneller Reaktion und Durchlaufgeschwindigkeit für eine regelmäßige, saubere Basis für alle Entwickler und Tester.

Neben der Kompetenz der Projektpartner sind das unserer Meinung nach wichtige Bestandteile und beste Voraussetzungen für erfolgreiche Migrationsvorhaben.

Siepler: Daher sollte man sich sehr wohl überlegen, ob und wie man die Systeme verteilt, um hier ein Optimum zu erreichen. Unser Ansatz ist es, durch standardisierte Schnittstellen zu den verschiedenen Clouds diese Themen im Rahmen des Multi- und Hybrid-Cloud-Managements beherrschbar und damit die verschieden ausgeprägten Cloud-Landschaften betreibbar zu machen. Damit erhalten Kunden einen einheitlichen Service.

Wie wenige oder viele Experten und Berater braucht der SAP-Bestandskunde für seine Hana- und S/4-Transformation in Richtung Hybrid Cloud und Microsoft Azure?

Siepler: Die Zielplattform der eigentlichen Transformation sollte letztendlich nur im Rahmen des Aufbaus des Cloud-Szenarios wichtig sein. Es werden also – genau wie bei einer Transformation in eine Private Cloud – OS-, DB- und SAP-Basis-Experten gebraucht, die die Vorbereitungen und Durchführung der Transformation supporten. Somit sollte sich diese Zahl nicht wesentlich verändern, die notwendigen Skills in Bezug auf die Cloud dazu schon.

Höroldt: Na ja, wenn es um das rein technische Lift und Shift eines Bestandssystems eins zu eins auf das gleichartige Azure-System geht, sprechen wir von einer einmaligen Einrichtung der Migrate2Cloud-Lösung je System im Umfang von ein bis drei Tagen durch einen Berater.

Danach kann beliebig oft der Knopf gedrückt werden, um Testabläufe des Umzugs durchzuführen und danach den ursprünglichen Stand wiederherzustellen. Das sind dann jeweils Aufwände, die näher an Minuten als an Tagen liegen.

Natürlich unterstützen wir und unsere Partner dabei sehr gerne, aber es ist dann so gesehen eigentlich auch keine Raketenwissenschaft mehr, die richtigen Knöpfe zu finden. Solche Umzüge machen wir mit den Libelle-Werkzeugen seit nunmehr über 25 Jahren, dementsprechend gut funktioniert das mit unseren Tools.

Wenn es um die Migration in Richtung Hana und S/4 geht, verweisen wir lieber auf die Kollegen, bieten aber gerne die vorhin beschriebenen Werkzeuge für aktuelle Testsysteme und Sandboxes an und natürlich für das Lift und Shift.

Aus Ihrer persönlichen Erfahrung und Expertise: Welchen Mehrwert könnten Sie einem SAP-Bestandskunden bei der Transformation in Richtung Hana, S/4 und Azure versprechen? Und warum?

Höroldt: Was uns unsere Kunden berichten: technische und kaufmännische Dynamik, bessere Basis-Services gegenüber Fachbereichen, weniger Stress im Projektablauf und im täglichen Betrieb, mehr Zeit für spannendere und mehrwertigere Aufgaben für hochbezahlte SAP-Profis.

Herrmann: Was wir in der Praxis bereits an Mehrwert sehen, lässt sich im Einzelnen für die Anwendergruppen wie folgt he­runterbrechen: Hana-Anwender profitieren von einer performanten Datenhaltung sowie der Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen nahezu in Echtzeit.

Daneben stellen sich erhebliche Vereinfachungen ein, etwa beim Datenmodell. In Summe wird das Unternehmen innovationsfähiger. Bei S/4 stechen vor allem die kürzeren Innovationszyklen, die End-to-End-Prozess-Integration, weniger Wartungen und somit geringere Betriebskosten hervor.

Wer sich hingegen für Azure entscheidet, für den rechnet sich nicht nur das „Pay as you go“-Modell, sondern der Zugang zu unbegrenzter Rechenleistung, die schnelle Bereitstellung von Ressourcen beziehungsweise Technologien auf Knopfdruck.

Diese Unternehmensgruppe kann schnell auf Marktveränderungen reagieren, da ihre Projekte eine geringe Laufzeit aufweisen, sie einen besseren Zugang zu wichtigen Informationen hat und ihre Daten überall sowie jederzeit mobil verfügbar sind.

Siepler: Mit der neuen Plattform S/4 Hana in einer Azure-Cloud erhalten unsere Kunden den Zugriff auf eine riesige Auswahl neuer Services, sogenannte Microservices, die nahtlos an die SAP-Applikationen angebunden werden können und deren Service nach Nutzen verrechnet wird.

Im reinen Digital Core sind eher die Vereinfachung bestehender Business-Prozesse und die Integration aller verfügbaren digitalen Innovationen – IoT, AI, Blockchain etc. – zu nennen.

Last but not least natürlich auch die Performance und Skalierbarkeit der Systeme. Aus Sichtweise der Infrastruktur ist die quasi sofortige Verfügbarkeit der Ressourcen sicherlich ein sehr großer Vorteil der Public Clouds – und das an vielen Standorten.

Über die verschiedenen Preismodelle kann man entscheiden, ob man die Ressourcen längerfristig benötigt oder nur kurzzeitig, beispielsweise um ein neues Release zu testen oder eine Projektumgebung zu erstellen. Auch die Verwendung von Templates zum Aufbau der Infrastruktur macht Sinn und vereinfacht die Umsetzung eigener Standards.

Thomas Herrmann von NetApp, Peter Höroldt von Libelle und Claus Siepler von T-Systems – danke für das Gespräch.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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