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Chief Digital Officer bleibt die Ausnahme

[shutterstock.com: 1021416607, iQoncept]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Digitalisierung ist wichtiger als jemals zuvor, und dennoch präsentiert eine Bitkom-Umfrage ein ernüchterndes Ergebnis: In den wenigsten Unternehmen gibt es einen Chief Digital Officer.

Nach einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom gibt nicht einmal jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) an, einen Leiter Digitalisierung oder CDO berufen zu haben.

Damit steigt die Zahl gegenüber dem Vorjahr (15 Prozent) zwar leicht, vor allem kleine Unternehmen sind aber weiterhin sehr zurückhaltend.

„Digitalisierung ist nicht nur eine Frage von Soft- und Hardware, sondern vor allem von Ideen und Strate­gien. Klare Verantwortung und Konzentration von Know-how sind gerade auch für mittelständische Unternehmen wichtig“

sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

„Alle sind gut beraten, in der aktuellen Corona­krise konsequent auf Digitalisierung zu setzen.“

Unternehmen mit einem Leiter Digitalisierung oder CDO haben die Funktion in vier von zehn Fällen (43 Prozent) auf Vorstands- beziehungsweise Geschäftsführungsebene angesiedelt.

Noch etwas häufiger (50 Prozent) wurde die Rolle auf der Ebene direkt unter Vorstand beziehungsweise Geschäftsführung etabliert. Nur in fünf Prozent der Fälle ist der CDO Teil des mittleren Managements.

„Wichtig ist, dass der CDO mit den erforderlichen Ressourcen ausgestattet ist und die Rückendeckung der Unternehmensleitung hat. Der CDO muss nicht nur disruptiv denken dürfen, sondern auch handeln können“

so Berg.

„Es reicht nicht, digitale Konzepte zu entwerfen, man muss sie auch in die Praxis bringen.“

Deutsche Unternehmen hinkten da auf jeden Fall noch hinterher und hätten Aufholbedarf, so Achim Berg von Bitkom.

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