SAP-Lizenzierung ist komplex und erfordert technisches und juristisches Know-how. Nur wer seine Lizenzen optimiert hat, zahlt nicht mehr als notwendig oder riskiert teure Nachzahlungen.

Lizenz Kolumne

Risiko der indirekten Nutzung – Better Practice

Das jüngste Urteil zugunsten von SAP im Rechtsstreit bezüglich indirekter Nutzung verunsichert die globale SAP-Community. Nicht zuletzt hierdurch hat die Schaffung von Transparenz, bezogen auf die gesamte SAP-Infrastruktur, an Bedeutung gewonnen.

Verunsicherung befällt die globale SAP-Community, seit dem Antrag von SAP auf Entschädigung im Rechtsstreit um indirekte Nutzung stattgegeben wurde. Innerhalb weniger Stunden verbreitete sich die Nachricht rund um den Globus und SAP-Kunden ersuchen vermehrt die wenigen bekannten Experten um Rat. Was bedeutet dieses Urteil für SAP-Kunden? Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass indirekte Nutzung kein reines SAP-Thema ist. Es gibt viele Hersteller, welche Entschädigung für entsprechende Szenarien einfordern. Doch wie kann man diesem Thema begegnen und sich entsprechend vorbereiten bzw. absichern? Technische Hilfsmittel und „Standardvorgehen“, welche durch diverse Toolhersteller angeboten werden, gilt es kritisch zu hinterfragen. Allerdings gibt es einige Ansätze, die in jedem Falle grundlegend zu beachten sind. So hilft es beispielsweise nicht, rein RFC-Verbindungen nachzuverfolgen und gegen im […]

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Lizenz Kolumne

Indirekte Nutzung: Erster Erfolg zeichnet sich ab

Die SAP stoppt den Vertrieb der Lizenzen für NetWeaver Foundation for Third Party Applications.

Nach Auskunft der DSAG wurde seitens der SAP eingeräumt, dass bis zur abschließenden Klärung des Themas „NetWeaver Foundation for 3rd Party Products“ ab sofort sämtliche Vertriebsaktivitäten eingestellt wurden und alle bis dato „ungelösten Fälle“ im Markt zeitnah einer Lösung zugeführt werden sollen. Vonseiten der SAP sei zudem eine Eskalationsstelle (COO der SAP-Landesgesellschaft) zu diesem Thema zugesichert worden. Wie in unserem Rechtsgutachten zur indirekten Nutzung von SAP-Software ausführlich erläutert wird, bestehen erhebliche Zweifel an einer Rechtswirksamkeit der Lizenzierung von NetWeaver Foundation for Third Party Applications. Die Anknüpfung des Lizenztyps NetWeaver Foundation for Third Party Applications am Zugriff des Kunden auf „die Datenbank der SAP-Anwendungen oder auf die darin enthaltenen Informationen“ erscheint aus rechtlicher Sicht fragwürdig. Das Einlenken von SAP könnte daher […]

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Gehen Sie aufgeräumt in Ihre Lizenzverhandlung

Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass ein anstehender Lizenz-Audit Ihre Agenda bestimmt oder verändert. Folgen Sie den Prinzipien aus dem Lean Management. Dem Lean Management liegt die Philosophie zugrunde, wertschöpfend ohne Verschwendung zu sein. Ein elementarer Gedanke, der sich in der Lizenzvergabe Ihres Unternehmens wiederfinden muss.

Ordnen Sie Ihren Vergabeprozess und stellen Sie sicher, dass die Lizenzen nutzungsgerecht zugeordnet und berechnet werden. Unterstützen kann Sie hierbei eines der Grundprinzipien effizienter und effektiver Handlungen, die sogenannte 5S-Methode. Sie ist eine der Basismethoden des Lean Managements. In fünf Punkten erfolgt von einer Bereinigung: Aussortierung (Seiri) Ordnung (Seiton) Sauberkeit (Seiso) die Etablierung von Standards (Seiketsu) eine nachhaltige Festsetzung der Selbstdisziplin (Shitsuke). Im Hinblick auf die Lizenzbewertung lässt sich dies wie folgt darstellen: Seiri – Aussortieren nicht benötigter Lizenzen: Basis für alle weiteren Schritte ist das Identifizieren und Aussortieren irrelevanter Elemente.Vor dem Hintergrund, dass Lizenzen auf aktive Nutzer/Engines bzw. Schnittstellen begrenzt sein müssen, ist dies der relevante Zielbereich. Elemente, die diesem Bereich nicht zugehören, sind zu hinterfragen und gegebenenfalls zu […]

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Vom Pulverfass zum kostenoptimierten Lizenzbestand

In der Vergangenheit bestanden SAP-Vermessungen aus eher willkürlichen Verteilungen von Lizenzbeständen nach bestem Wissen und Gewissen. Detaillierte Klassifikationen nach Berechtigungen oder tatsächlichem Nutzungsverhalten waren nie gefordert.

Heute drohen SAP–Audits und die Prüfung funktional eingeschränkter Nutzungsrechte und zwingen den SAP-Lizenzmanager erstmalig zur Prüfung der Compliance. Ist im Kampf gegen gewachsene Inkonsistenz, die zu einem Compliance-Konflikt führt und aktuell zu gefühlt willkürlichen Forderungen der SAP, Lizenzmanagement die richtige Lösung? Ja – jedoch nicht das klassische Lizenzmanagement, wie es beispielsweise im Umgang mit Microsoft bekannt und bewährt ist. Ein Lizenzmanagement kann Lizenzen verwalten und den Lizenzmanagementprozess steuern. Die üblichen Lizenzmanagementsysteme werden ohne Business-Logik ausgeliefert. Eine automatische Zuordnung ist somit nur auf Basis von Stammdaten wie z. B. Berechtigungen möglich, nicht aber auf Basis des tatsächlichen Nutzungsverhaltens. Moderne Lizenzlösungen analysieren hingegen das tatsächliche Nutzungsverhalten eines SAP-Users und spiegeln dieses gegen eine Interpretation der SAP-Preisliste, bzw. gegen eigendefinierte Sonder­userprofile. Beispielsweise ersetzt […]

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Indirekte Nutzung: Was Kompliziertes noch komplizierter macht

Was versteht man unter indirekter Nutzung? Welche Lizenzen sollte man kaufen? Mit der Änderung der Beschreibung für SAP NetWeaver Foundation for Third Party Applications in der Preis- und Konditionenliste (PKL) 2016/2 ist die Verwirrung größer geworden.

Das Thema „indirekte Nutzung“ ist aus zwei Perspektiven zu betrachten: Auf der einen Seite geht es darum, dass Anwender SAP-Software direkt oder indirekt nutzen. Dafür benötigt man je nach Nutzung ein entsprechendes Nutzungsrecht in Form einer „Named-User-Lizenz“. Auf der anderen Seite gibt es Applikationen, die SAP-Technologie nutzen. Dafür sollen SAP-Kunden ein entsprechendes Nutzungsrecht für die „SAP NetWeaver Foundation for Third Party Applications“ bei SAP erwerben. Anwenderperspektive Bei der Nutzung durch den Anwender ist der Fall vergleichsweise einfach. Hierbei geht es aus Sicht der SAP um Missbrauchsverhinderung. Sie verlangt, dass jeder, der SAP-Software nutzt, dafür ein entsprechendes Nutzungsrecht besitzt – unabhängig davon, wie auf die SAP-Software zugegriffen wird. Das ist zunächst nachvollziehbar und verständlich. Als Beispiel wird häufig Salesforce.com angeführt. Wenn […]