Interview

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Process Mining mit künstlicher Intelligenz

Bei der Sapphire 2017 präsentierte Co-CEO und Gründer Bastian Nominacher die neuen Machine-Learning-Funktionen der Process-Mining-Lösung von Celonis. Im E-3 Exklusivinterview spricht er über die Möglichkeiten, die sich mit künstlicher Intelligenz für Process Mining auftun.

Celonis hat ja die letzten beiden Jahre hintereinander Hana-Innovationspreise auf der Sapphire gewonnen – jeweils 2015 und 2016. Woran haben Sie seitdem gearbeitet? Bastian Nominacher: Die Process-Mining-Technologie von Celonis ist mittlerweile sehr ausgereift und bietet Konzernen und mittelständischen Unternehmen eine leistungsfähige Plattform für die Analyse ihrer Prozessdaten. Worauf wir bei Celonis unseren Blick jetzt richten, sind technologische Innovationen, mit denen Unternehmen Process Mining intelligent einsetzen können. Unsere neueste Errungenschaft ist Celonis Pi, eine smarte Erweiterung unserer Lösung, die über künstliche Intelligenz verfügt. In unseren Büros in New York, München und im niederländischen Den Bosch arbeiten unsere Mitarbeiter kontinuierlich – häufig gemeinsam mit den lokalen Universitäten – an immer neuen Funktionalitäten und machen so den Weg frei für Innovationen; gerade im […]

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Strategischer Einkauf als Innovationstreiber

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„Beschaffung“ bezeichnete bis in die 90er fast ausschließlich transaktionale Aspekte und taktisch-operative Funktionen. Die Einkaufsabteilungen waren ausführende Organe zur Abdeckung der Bedarfe der Geschäftsbereiche: Es galt und gilt, deren Bestellungen rechtssicher und richtlinienkonform abzuwickeln.

Der Aufgabenbereich hat sich immer mehr erweitert: Es wurde erkannt, dass der Einkauf einen immer höheren Wertbeitrag liefern kann, wenn die Einkaufsvolumina übergeordnet gebündelt werden und der Einkauf selbst stärker mit den Geschäftsbereichen zusammenarbeitet. Diese Entwicklung wurde zunächst getrieben vom Wunsch nach Kosteneinsparung. Der immer höhere Grad der Automatisierung des Einkaufs sorgte dann nicht allein für Kostenreduzierungen, sondern führte auch zur Freisetzung von Ressourcen, durch die immer mehr strategische Aufgaben wahrgenommen werden können, ohne dass Compliance und gültige Richtlinien vernachlässigt werden: Die „Beschaffung“ wurde sukzessive zum „strategischen Einkauf“ als Business Partner für alle Geschäftsbereiche mit den Zielen, einen hohen Wertbeitrag für das Unternehmen zu realisieren, Innovationen mit Lieferanten voranzutreiben und ein konsequentes Lieferanten- und Beschaffungsrisikomanagement zu betreiben. Eventuell wird die […]

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Das Eisberg-Paradoxon

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80 Prozent aller Informationen sind unstrukturiert. Daran ändert auch SAP nichts! Was SAP-Anwendern fehlt, ist der 360-Grad-Blick auf alle Informationen und nicht nur auf die strukturierten.

Mit Informationen verhält es sich wie mit Eisbergen: Nur rund 20 Prozent befinden sich sichtbar über Wasser. 80 Prozent aber liegen versteckt darunter. Diese Analogie belegt das Dilemma von Unternehmen, die strategisch ausschließlich auf SAP und rudimentäre Archivlösungen setzen. Nur circa 20 Prozent der erzeugten Informationen, sogenannte strukturierte Daten, sind für sie sicht- und nutzbar, analog zum Eisberg – ein Paradoxon! Das birgt Risiken im täglichen Geschäft und kollidiert mit der digitalen Transformation vieler Geschäftsmodelle. Das Informationsmanagement ausschließlich auf SAP zu bauen ist ein Traum, der bis heute nicht in Erfüllung gegangen ist. SAP-Systeme basieren auf strukturierten Datenmodellen und adressieren vor allem Transaktionen sowie End-to-end-Prozesse. Die technologischen Anforderungen von Dokumentenmanagement und Archivierung finden sich hier nicht wieder. Deshalb sind DMS-Funktionen […]

WarsonLeonardo

Cognitive Procurement

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Die Verknüpfung von SAP Leonardo mit IBM Watson und ein neuer Cognitive Procurement Hub bahnen den Weg für zukunftsweisende Source-to-Settle-Lösungen.

Ariba und IBM haben im Rahmen der Sapphire eine Strategiepartnerschaft angekündigt. Ziel ist die Entwicklung von Cognitive-Procurement-Lösungen, die den Source-to-Settle-Prozess von Grund auf neu definieren sollen. Gestützt auf SAP Leonardo, IBM Watson und Ariba sollen die Erkenntnisse aus Einkaufsdaten mit den prädiktiven Informationen aus unstrukturierten Informationen gekoppelt werden, um die Entscheidungsqualität im Lieferanten-, Vertrags- und Einkaufsmanagement zu verbessern. Im Zuge der Partnerschaft wird IBM Global Business Services Beratungs- und Geschäftsdienstleistungen bereitstellen, um die neuen Angebote entlang detaillierter Roadmaps zu entwickeln, zu implementieren und zu betreiben. Unternehmen aller Art sollen so in die Lage versetzt werden, ihre Kosten zu senken und ihren Time-to-Value zu verkürzen. In enger Zusammenarbeit mit Ariba wird IBM zudem seinen Neu- und Altkunden inklusive der Anwender von […]

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Durchblick im Datendschungel

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„Digitize or die“ stellte Daniel Groos, Etventure, als gewagte Aussage ganz an den Anfang seines Vortrags „Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation“ bei der cuAcademy im Mai in Hamburg.

Die Digitalisierung beginnt laut Groos für jeden heute und betrifft alle Branchen; sie ist ein Topmanagement-Thema und erfordert Mitarbeiter mit einer starken Veränderungsmentalität. Im Zentrum von Digitalisierungsstrategien stehe die absolute Nutzer- und Datenzentrierung. Durchblick im Datendschungel zu schaffen war das Motto der diesjährigen cuAcademy von Circle Unlimited im Mai 2017 in Hamburg. Das Managementforum für SAP-integriertes Dokumenten- und Vertragsmanagement begrüßte Business- und IT-Entscheider sowie IT-Experten aller Branchen und Partner im Lindner Park-Hotel Hagenbeck. Expertenvorträge und Best-Practice-Berichte sowie viel Raum für den Erfahrungsaustausch unter den Anwendern nahmen die Teilnehmer nach den zwei Tagen mit. Erfahrungsberichte Florian Beck, Knauf Information Services, sprach über die Implementierung und Konsolidierung eines Vertragsmanagements. Er ging auf die Herausforderungen, die Migration auf das zentrale Unternehmenssystem und die […]

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Schneller Template- Rollout in China

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Durch Unternehmenszukäufe bei dem global ausgerichteten Maschinen- und Anlagenbauer J. Wagner ist eine anorganisch gewachsene IT-Landschaft aus SAP- und Non-SAP-Lösungen entstanden. Um das weitere Wachstum zu unterstützen und die Transparenz zu verbessern, hat sich Wagner entschlossen, in allen Firmen der Unternehmensgruppe Schritt für Schritt SAP einzuführen.

Um die Prozesse der Geschäftsbereiche Decorative Finishing und Industrial Solutions abzudecken, hat Wagner ein Template entwickelt. Im nächsten Schritt galt es, das Template am Standort in China auszurollen. Bei dem ambitionierten Projekt waren vor allem das Know-how bei globalen Rollouts und die umfassende Expertise zu den komplexen regionalen Anforderungen in China gefragt. Dabei ging es insbesondere um das spezifische Reporting und das Thema Golden Tax. Aus der anorganisch gewachsenen IT-Landschaft mit international uneinheitlichen Geschäftsprozessen resultieren hohe Wartungskosten sowie eine stark erschwerte Steuerung und Kontrolle der einzelnen Einheiten. Die von der Geschäftsführung definierte Wachstumsstrategie war ohne standardisierte IT und übergreifende harmonisierte Prozesse nicht umsetzbar. Markus Moßmann, Group CIO bei Wagner: „Unser Ziel war es daher, die Komplexität zu reduzieren, harmonisierte Prozesse […]

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Entweder DevOps oder man ist raus!

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DevOps sind zurzeit in aller Munde, soll es bei Softwareprojekten doch für schnellere Markteinführungen, bessere Qualität und mehr Harmonie zwischen den Entwicklungs- und Admin-Teams sorgen. Es scheint zu funktionieren.

Grob formuliert geht es bei DevOps darum, die Kommunikation zwischen Teams, die an der Umsetzung eines Software-Projekts beteiligt sind, zu verbessern – natürlich mit dem Ziel, am Ende auch gleich ein besseres Produkt und kürzere Releasezyklen zu bekommen. Das ist leichter gesagt als getan, denn in vielen IT-Teams herrscht noch immer eine Silodenke vor anstatt echten Team-Spirits. Aber genau den braucht es, damit IT-Projekte erfolgreich und rechtzeitig umgesetzt werden können – und ganz nebenbei auch wieder Spaß machen. Dass viele Teams derzeit auf DevOps umstellen oder es schon längst getan haben, zeigt auch die aktuelle Studie von Sonatype. „Die diesjährigen Umfrageergebnisse belegen, dass Unternehmen überall dabei sind, ihre Entwicklung von Wasserfall-nativen hin zu DevOps-nativen Tools und Prozessen zu transformieren“ erklärt […]

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Wege in den digitalen Einkauf

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Die digitale Transformation wird die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse ähnlich stark verändern wie damals die industrielle Revolution. Auch dem SAP-basierten Einkauf steht eine massive Umgestaltung bevor.

Die große Schlagkraft der Digitalisierung wird durch den Siegeszug der Smartphones belegt: Innerhalb weniger Jahre hat die Möglichkeit zur mobilen Kommunikation sämtliche Lebensbereiche der Nutzer verwandelt – ob es sich um Unterhaltungen mit Freunden oder Bankgeschäfte, den Konsum von Nachrichten oder Weihnachtseinkäufe dreht. Ähnliches ist nun auch in der Geschäftswelt zu erwarten: Hier sind es vor allem die Cloud-Lösungen, die die digitale Transformation vorantreiben. „Unternehmen müssen sich darauf einstellen, indem sie ihre Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle neu ausrichten und die vorhandenen IT-Systeme und -Architekturen auf den Prüfstand stellen“ fordert Jean-Paul Wehrens, der beim IT-Beratungshaus Apsolut als Senior Partner die strategischen Einkaufsprozesse verantwortet und Mitglied der Geschäftsleitung ist. „Damit verbunden ist die Aufgabe, die Mitarbeiter und Geschäftspartner auf ihre künftigen […]

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SAP-Migration: Gute ICT-Provider tragen Teil des Risikos

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Die Uhr tickt: 2025 läuft der Support für die aktuelle SAP Business Suite aus. Mindestens 50.000 SAP-­Anwenderunternehmen müssen sich bis dahin für eine Alternative entschieden haben – etwa S/4 Hana, On-Premise oder aus der Cloud. Immer noch sind deutsche Unternehmen bei der Cloud zurückhaltend.

Im November 2015 hat SAP mit S/4 Hana die nächste Generation seiner Business Suite auf den Markt gebracht. Die Wartung der alten Suite läuft 2025 aus. Mehr als 50.000 Unternehmen müssen bis dahin den Wechsel auf S/4 Hana vollzogen haben, wenn sie weiter bei SAP bleiben möchten. Und das ist nicht so einfach, wie es klingt. Der Umstieg von der aktuellen Business Suite auf S/4 Hana ist in etwa so komplex wie die Migration von R/2 zu R/3. Daher spricht SAP auch nicht von einem Upgrade, sondern von einer Konvertierung. Für die neue Suite wurden nach Angaben von SAP über 400 Millionen Zeilen Code um- oder gänzlich neu geschrieben. Davon sollen die Geschäftskunden spürbar profitieren: Da S/4 Hana keine Stapelverarbeitung […]