Lünendonk-Kolumne

Lünendonk untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der IT-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Die seit 1983 erscheinenden Lünendonk-Listen und -Studien gelten als Marktbarometer.

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Vorsprung durch Digitalisierung?

Mit wenigen Ausnahmen halten Unternehmen im deutschsprachigen Raum an bestehenden Unternehmensstrategien und Produkten fest. Hohe Wachstumszahlen der letzten Jahre und gute konjunkturelle Aussichten geben den Verantwortlichen auch häufig durchaus recht.

Obwohl Vorstände und Geschäftsbereichsverantwortliche bisher vielfach gut damit gefahren sind, bestehende Strategien und Strukturen nicht zu verändern oder zumindest nur marginal anzupassen, hat sich mittlerweile eine regelrechte Silicon-Valley-Tourismusindustrie entwickelt und Vorstände reisen im Business Casual Look nach Kalifornien, um sich anschließend digitalisiert zu fühlen. Und dann soll zu Hause in den „alten“ Strukturen des eigenen Unternehmens alles ganz schnell anders werden. Schnell werden Digital Labs geschaffen, Meetings mit Start-ups initiiert, CDOs eingestellt, und alle Projekte müssen agil sein. Silicon Valley und Good Old Europe Aber reicht das? Können die Gründermentalität und die digitale Kultur aus Kalifornien so einfach nach Old Europe überführt werden? Sicher, in Shareholder-Value-Zeiten sind Investitionen in neue Geschäftsmodelle ein Risiko, weil sie in der Regel den Börsenwert […]

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Auch Beratungs- und IT-Dienstleister brauchen eine digitale Transformation

Während sich Anbietervertreter oft über die geringen Fortschritte ihrer Kunden bei der Digitalisierung auslassen, vergessen sie oft, vor der eigenen Haustür zu kehren. Die Digitalisierung ist nicht nur eine notwendige Herausforderung für die Anwender, sondern auch für die Anbieter von IT-Services selbst.

Auch auf die IT-Dienstleister wirkt eine Reihe an großen Veränderungen: Kunden erwarten in Ausschreibungen immer öfter ein breites Portfolio aus Beratungs- und IT-Implementierungsleistungen. Geht es um Projekte zur Digitalisierung der Kundenschnittstelle, kommen zunehmend Kreativ- und Digitalagenturkompetenzen hinzu. Gerade Großunternehmen bündeln immer mehr Teilprojekte zu Auftragspaketen und beziehen alle Leistungen aus einer Hand (End-to-End). Damit soll vor allem die Komplexität in der Projektsteuerung minimiert werden. Dienstleister müssen in der Lage sein, digitale Innovationen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und bereits konkrete Prototypen den Kunden zeigen zu können. Diese stellt hohe Anforderungen an die eigene Innovationsfähigkeit. Da immer mehr Kunden ihre Projekte mit agilen Methoden umsetzen möchten, müssen auch die Dienstleister ihre Berater entsprechend schulen und intern bereichsübergreifendes Zusammenarbeiten ermöglichen. Im IT-Outsourcingmarkt […]

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Cloud Sourcing gewinnt an Dynamik

Die digitale Transformation mit Themen wie Cloud, Cyber Security, Big Data und digitalen Ökosystemen erfordert komplett neue Strategien für Leistungsschnitte, Projektausschreibung und Projektsteuerung.

IT-Abteilungen sind reifer und selbstbewusster geworden und vor allem sind sie wesentlich tiefer in die Wertschöpfung ihrer Unternehmen integriert und zunehmend für den Rollout von Digitalisierungsstrategien verantwortlich. Die stärkere Wahrnehmung der IT als Business-Partner für die digitale Transformation hängt sehr stark mit der zunehmenden Reife von Cloud-Lösungen, neuen Sourcing-Strategien und IT-Architekturen sowie der Bedeutung der Cloud für die digitale Transformation zusammen. Vor allem im Infrastruktur-Bereich haben Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft, IBM und zunehmend die Cloud-Plattform von Google marktreife Lösungen entwickelt und damit signifikante Marktanteile gewonnen. Ebenso ist zu beobachten, dass immer mehr Unternehmen Teile ihrer betrieblichen Anwendungen in die Cloud verlagern, während sie gleichzeitig bestimmte, häufig kritische Anwendungen im eigenen Rechenzentrum belassen. Die Komplexität des Zusammenspiels der […]

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Unternehmen bauen ihre Analytics-Prozesse um

Lünendonk hat die Entwicklungen im Markt für Business Intelligence und Business Analytics in Deutschland auch in diesem Jahr analysiert. Die wichtigsten Ergebnisse stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.

Die digitale Transformation verändert ganze Branchen, Industriezweige und Unternehmen. Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT) und Automatisierung, um nur wenige Schlagworte zu nennen, ermöglichen neue Geschäftsmodelle, Effizienzvorteile und Wachstumsstrategien. Als Grundlage für immer mehr strategische Entscheidungen dienen Analysen und Interpretationen von Massendaten mithilfe von Business Intelligence und Business Analytics. Haben die Kunden bereits BI-Lösungen im Einsatz, ist zudem eine Anpassung ihrer BI-Architektur notwendig, um den neuen Echtzeit-Anforderungen an das Berichtswesen sowie dem steigenden Datenvolumen zu begegnen. Marktentwicklung Der Markt für Business Intelligence und ­Business Analytics in Deutschland blickt erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die von Lünendonk analysierten Unternehmen konnten ihren Gesamtumsatz um durchschnittlich 10,2 Prozent steigern. Somit bleiben die Unternehmen leicht unter dem Wachstum des Vorjahrs (2015: 11,1 Prozent). […]

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Was für IT-Dienstleister in Zukunft wichtig wird

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Wir sprechen mittlerweile von einem neuen Produktionsfaktor, gerade in operativen Unternehmensfunktionen wie Produktion, Logistik und Marketing/Vertrieb. Kundenbindung und Kundengewinnung wird heutzutage überwiegend mithilfe von IT-Technologien erreicht.

Daneben wird der Trend zur Automatisierung durch die Möglichkeiten, die der Einsatz künstlicher Intelligenz bietet, auch in den Verwaltungsfunktionen massiv verstärkt. Lünendonk hat sich in seinem aktuellen Marktbarometer „Der Markt für IT-Beratung und IT Service in Deutschland“ mit den Folgen der Digitalisierung auf die IT-Dienstleistungsbranche beschäftigt. Denn nicht nur die Anwenderunternehmen müssen sich mit ihren Strukturen, Prozessen und ihrer Unternehmenskultur auf digitale Themen ausrichten, auch die IT-Provider stehen vor großen Herausforderungen bei der digitalen Transformation. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt. 1. Plattform-Ökonomie Industrie-Plattformen greifen die IT-Dienstleister in ihrem Kerngeschäft an: Große Industriekonzerne wie Bosch, Siemens und General Electric haben in den letzten Jahren enorme Investitionen in ihre digitale Transformation gesteckt und IoT-Plattformen entwickelt, die bereits – teilweise erfolgreich – […]

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Digitale Transformation…läuft doch!

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So schlecht, wie oft zu hören ist, sind deutsche Unternehmen gar nicht bei ihrer digitalen Transformation. Dass kleine und mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Gründen keine Digital Leader sind, auch nicht sein können, geschweige denn wollen, liegt auf der Hand.

Viele Studien suggerieren uns, dass die digitale Transformation zu langsam voranschreitet, ebenso wie die Modernisierung der IT mithilfe von Technologien wie Cloud Sourcing und Automatisierung. Ein schlechtes Zeugnis erhalten deutsche Unternehmen auch oft, wenn es um die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle analog zu Amazon, Zalando, CeweColor, Netflix etc. geht. Aber ist das wirklich so? Ist Deutschland so schlecht in puncto Digitalisierung? Ich finde nicht. Die digitale Reife hängt sehr stark von der jeweiligen Branche ab und vor allem den Unternehmensgrößen. Sie hängt auch davon ab, mit welcher Benchmark sie verglichen wird. Dass kleine Unternehmen nicht das Innovationsbudget und die Ressourcen eines Konzerns haben, sollte auf der Hand liegen. Dass die IT-Abteilung in Unternehmen mit wenigen Hundert Mitarbeitern keine Game Changer sind, […]

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Digitalisierung stellt HR und IT vor große Herausforderungen

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2017 wird ein Jahr vielfältiger Herausforderungen: Einem prognostiziert stabilen Wirtschaftswachstum stehen kürzere Produktlebenszyklen und unsichere Rahmenfaktoren für die Planung gegenüber.

Unternehmerische Flexibilität, also externe Mitarbeiter und Dienstleister, werden noch wichtiger. Diese Herausforderungen müssen in hohem Maße durch geeignete HR-Strategien und eine effektive und effiziente Steuerung des Partnerökosystems abgebildet werden. Externe Mitarbeiter werden vor allem über Dienstverträge, Werkverträge oder Arbeitnehmerüberlassung beauftragt. Entsprechend werden Kundenprojekte durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Beschäftigungsformen besetzt, wobei das Verhältnis zwischen internen und externen Mitarbeitern je nach Projekt sehr stark schwankt. Die Steuerung dieses Spannungsfeldes zwischen internen und externen Mitarbeitern wird als Total Workforce Management (TWM) bezeichnet. TWM ist aufgrund des enorm hohen Personalbedarfs im Zuge der digitalen Transformation und gesetzlicher Veränderungen im Umfeld der Arbeitnehmerüberlassung sowie der rechtssicheren Beauftragung externer Dienstleistungen in den meisten Unternehmen strategisch hoch angesiedelt. Diese Entwicklung war Motivation und Anlass für Lünendonk […]

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IT-Security & Risk Management – blinde Flecken der digitalen Agenda?

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Obwohl die hohe Bedeutung der Informationssicherheit und Risikosysteme für die Umstellung auf digitale Geschäftsmodelle unumstritten ist, zeigen sich im Reality Check immer wieder große Schwächen im Schutz der Unternehmens- und Kundendaten.

Die Hannover Messe zeigte eindrucksvoll, wie die Digitalisierung der Produktion und vor allem die Vernetzung des gesamten gesellschaftlichen Ökosystems konkret aussehen werden. Dass diese Themen keine Trends mehr darstellen, sondern pure Realität, zeigen konkrete Geschäftsmodelle von Industrieunternehmen, basierend auf Robotertechnologien, Cloud und Big Data Analytics sowie die Marktreife von IoT-Geräten für den Privathaushalt (Amazon Alexa etc.). Diese überwiegend auf Technologien basierenden Geschäftsmodelle haben offene Schnittstellen, die Kooperation mit anderen Marktbegleitern und Kunden über Cloud-Plattformen und vor allem das Entstehen sensibler Daten zur Folge. In Summe eine große Herausforderung für die Security-Netzwerke und die Com­pliance-Anforderungen. Das belegt auch die Lünendonk-Studie „IT-Security und Risk Management – Digitale Bedrohungsszenarien im Fokus von Business und IT“. In der Studie „IT-Security und Risk Management“ hat […]

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Wie die Digitalisierung den Beratungs- und IT-Markt verändert

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Die letzten fünf Jahre waren von der Konvergenz der Märkte geprägt. Managementberatungen haben sich weit in die IT-Umsetzung hineinbegeben und IT-Dienstleister in die Managementberatung. Derzeit beobachten wir erneut starke Bewegungen, die den IT-Dienstleistungsmarkt nachhaltig verändern werden.

Die gegenwärtigen Entwicklungen sind sowohl durch die Kunden der Dienstleister getrieben als auch durch die Strategien der Dienstleister, Wachstum in neuen Märkten beziehungsweise Themen zu erzielen. Wir haben einige der wichtigsten Themen zusammengestellt. Daten verändern alles Egal ob Informationen über Kundenverhalten, Marktentwicklungen, Prozess-Performance oder Produkt- und Servicequalität, Unternehmen sammeln in jeder Sekunde Millionen von Daten. Probleme haben Unternehmen jedoch beim Herausfiltern der relevanten Informationen und der Ableitung von Erkenntnissen. In der Konsequenz sitzen viele Unternehmen zwar auf einem riesigen Datenberg, können ihn aber nur unzulänglich nutzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Unternehmen organisatorisch immer noch sehr stark siloorientiert aufgestellt sind und häufig schlechte Stammdaten haben. So ist es sehr schwer bis unmöglich, Geschäftsmodelle so aufzubauen, dass alle Prozesse und […]

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CIOs in der Zeitfalle

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Was digitale Transformation bedeutet, wird besonders deutlich, wenn man sich aktuelle Unternehmensstrategien und CIO-Agenden anschaut.

Aus Sicht von Lünendonk lässt sich der Begriff „Digitalisierung“ in drei Streams teilen. Erstens: die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Dazu gehören Themen wie Automatisierung, Abbau von Schnittstellenbrüchen zwischen IT-Systemen und Anwendungen durch Vernetzung sowie die Nutzung von modernen Technologien zur internen und externen Kommunikation Zweitens: die Digitalisierung der Vermarktungskanäle. Aufbau von Frontends (Webshops, Apps etc.)zur Kundenkommunikation und -bindung und Vernetzung der Frontends mit dem IT-Backend, um eine ganzheitliche Sicht auf einen Kundenvorgang zu erhalten. Drittens: die Digitalisierung der Geschäftsmodelle. Entwicklung neuer Produkte und Services, die digitale Komponenten enthalten oder komplett aus digitalen Elementen bestehen. Dazu gehört auch die Analyse der neuen Customer Journey, also das Verhalten des Kunden beim Kauf beziehungsweise Nutzung von Produkten und Services. Unternehmen haben in diesen drei […]