Lizenz-Kolumne

SAP-Lizenzierung ist komplex und erfordert technisches und juristisches Know-how. Nur wer seine Lizenzen optimiert hat, zahlt nicht mehr als notwendig oder riskiert teure Nachzahlungen.

Lizenz Kolumne

S/4 Hana – die neue Lizenzwelt mit Potenzial

Jedes Unternehmen beschäftigt sich gerade notgedrungen mit dem Thema S/4 Hana. Für ihre Bestandskunden hat die SAP diesbezüglich angekündigt, die alte SAP-Enterprise-Wartung bis 2025 zu gewährleisten. Aber was kommt danach?

Am liebsten hätte es die SAP wohl, alles ist in der Cloud und alle Prozesse laufen nur noch auf Hana. Die große Frage ist: Was wird das wieder kosten? Einen kritischen Blick sollte man bei der S/4-Hana-Nutzung vor allem auf die Hardwarekosten richten, denn diese werden sich mit Sicherheit erhöhen. Aber auch die anfallenden Kosten für neue Applikationen, neue Lizenzen, neue Package-­Angebote werden steigen … Wer soll sich da noch auskennen? Als Anbieter für SAP-Lizenzoptimierungssoftware verfolgen wir solche Entwicklungen natürlich äußerst aufmerksam. Die Schiene ist in diesem Falle die Preis- und Konditionsliste (PKL) von SAP, die permanent neu überarbeitet wird. Ist die Lizenzlandschaft bisher nicht gerade durch Übersichtlichkeit aufgefallen, wird das Lizenzdickicht im Moment noch größer und weiteres Gefahrenpotential tut […]

Lesen Sie weiter!

(Ältere Beiträge können Sie ohne Abo-Beschränkung lesen)

Informieren Sie sich HIER über unsere Abos

Sie sind schon Abonnent?

Passwort vergessen?
Lizenz Kolumne

SAP – Rückkehr zur Lizenzstabilität

In der Vergangenheit kam es bei einigen SAP-Kunden zu nachträglichen Lizenzforderungen, die sich auf Lizenzbedingungen bezogen, die zwar in der SAP-PKL zu finden, aber nicht aktiv kommuniziert worden waren.

Allmählich ist auch dem letzten SAP-Kunden klar geworden, dass SAP für die Nutzung der Entwicklungssprache Abap für Eigenentwicklungen oder beim Einsatz von Abap-Add-ons von Drittherstellern zusätzliche Lizenzgebühren erwartet. Stichworte sind: NetWeaver Foundation for 3rd Party Application oder SAP Plattform User. Seit mittlerweile mehr als sieben Jahren sind diese Bestandteile in der SAP-PKL (Preis- und Konditionsliste) zu finden, ohne dass dies den Kunden gegenüber von SAP aktiv angesprochen wurde. Das geschah erst innerhalb der letzten zwei bis drei Jahre. Zunächst bei einzelnen Großkunden im Rahmen der Lizenzvermessung beim Einsatz von Drittprodukten, später auch bei anderen Kunden für Eigenentwicklungen, die teilweise schon vor 10 bis 15 Jahren erstellt worden sind. SAP-Initiative: Was dahintersteckt In der Vergangenheit wurde damit geworben, Abap als Entwicklungssprache […]

Lesen Sie weiter!

(Ältere Beiträge können Sie ohne Abo-Beschränkung lesen)

Informieren Sie sich HIER über unsere Abos

Sie sind schon Abonnent?

Passwort vergessen?
Lizenz Kolumne

Massiver Lizenzbedarf für alle Unternehmen

SAP plant, im neuen Jahr 2018 eine Lizenzbedingung gegenüber ihren Kunden durchzusetzen, die in der Preis- und Konditionsliste (PKL) 2017/4 auf Seite 25 bereits enthalten ist.

Es ist die Rede davon, dass SAP die Basis zur Vergabe von Named-User-Lizenzen ändert, und zwar von „tatsächlicher Nutzung“ zur Nutzung auf Basis „vorhandener Berechtigungen“. Übliche Salamitaktik aus Walldorf Bereits 2017 hat die SAP begonnen, die Community auf die bevorstehende Veränderung „einzustimmen“. Für 2018 hat sie angekündigt, dass sie nicht nur eine neue Version der USMM herausbringen, sondern auch bekannt geben wird, wie die Nutzung der User-Lizenzen auf Basis von Berechtigungen konkret aussehen wird. Sicher ist, dass SAP mit der neuen Version der USMM dem Kunden weitere Steine in den Weg legen und ein optimiertes Lizenzmanagement für SAP-Named-User-Lizenzen erneut schwieriger und komplexer wird. In der Regel haben Mitarbeiter für die tägliche Arbeit mehr Berechtigungen, als sie eigentlich brauchen. Ändern sich […]

Lesen Sie weiter!

(Ältere Beiträge können Sie ohne Abo-Beschränkung lesen)

Informieren Sie sich HIER über unsere Abos

Sie sind schon Abonnent?

Passwort vergessen?
Lizenz Kolumne

Ein erstes Entgegenkommen

Seit Monaten sind die DSAG und SAP in Gesprächen darüber, wie in Zukunft mit dem strittigen Thema der „NetWeaver Foundation For Third Party Applications“ umzugehen ist.

Im August 2017 gab es dazu eine Veröffentlichung im DSAG-Netz. Dabei ging es unter anderem um die Neuregelung der Lizenzierungspflicht für Drittanbieter-Szenarien (SAP NetWeaver Foundation for 3rd Party Applications). Von einem Meilenstein war gar die Rede. Zugriff über APIs nicht mehr lizenzpflichtig Darin stellte die DSAG unter anderem klar, dass der Code von Kunden oder von Drittanbietern auf dem Abap- oder Java-Stack laufen muss, damit überhaupt ein Anspruch seitens der SAP gegeben ist. Warum war dies wichtig? In den PKLs bis 2015/4 war stets von Runtime-Umgebungen die Rede. Das hatte SAP in der PKL 2016/2 jedoch geändert. Da hieß es plötzlich, dass auch Anwendungen, die über APIs auf die Daten in den SAP-Tabellen zugreifen, ebenfalls eine zusätzliche „SAP NetWeaver Foundation […]

Lizenz Kolumne

Schreckgespenst Software-Audit

free

Das Software-Audit gilt als Schreckgespenst der IT: eine Vermessung des SAP-Lizenzbestands mit anschließender Vertragsverhandlung ohne belastbare Informationen, welche Lizenzen vorliegen und wie diese tatsächlich genutzt werden.

Die geforderte Audit-Durchführung ist bei aller Komplexität der SAP-Welt kein Hexenwerk. Entscheidend ist, vorab Klarheit über den SAP-Bestand herzustellen – vor allem wenn SAP-Systeme in globalen Unternehmen weltweit verteilt und von eigenständigen Standorten und in getrennten Netzwerken administriert werden. Unternehmen sollten daher zunächst sicherstellen, dass sie jeden einzelnen Nutzer belegen können. Nutzer, Rollen und SAP-CCMS-Daten (Computer Centre Management System) sollten grundsätzlich erfasst, konsolidiert und optimiert werden. Auf dieser Basis lassen sich nicht nur Compliance-Verstöße vermeiden, sondern auch die optimale Einstufung der SAP-Named-User-Lizenzen anhand der tatsächlichen Nutzung und der Vertragsbestimmungen ermitteln. Mit so einer Vorgehensweise stehen am Ende des Prozesses konkrete Empfehlungen für den optimalen Lizenzmix, d. h. die Anzahl der tatsächlich benötigten Lizenzen des Typs Professional, Limited Professional, Employee User […]

Lizenz Kolumne

Wie man sich für ein SAP-Audit qualifiziert

free

Neulich rief mich der Lizenzmanager eines Unternehmens an und bat um Unterstützung. Die Lizenzvermessung stand vor der Tür und er wollte noch ein paar Tricks und Empfehlungen von mir bekommen, damit er keine bösen Überraschungen erlebt.

Meine erste Frage an Lizenzmanager ist immer die, ob sie schon eine Lizenzoptimierungssoftware installiert haben. Bei besagtem Kunden lautete die Antwort: „So etwas brauche ich nicht. Ich habe das im Griff.“ Wie er sich dann vorstelle, dass ich ihm helfe? „Könnten Sie zu uns kommen und sich alles mal genau anschauen?“ Klar, aber ich überzeugte ihn dennoch, dass ich zum Überprüfen zumindest temporär eine Software installieren müsse. Denn ohne technische Unterstützung wird es schwer, über mehrere SAP-Systeme hinweg zu ermitteln, welche Lizenzen benötigt werden. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass sich mein Kunde über das Jahr hinweg wenig mit seiner Lizenzverteilung beschäftigt. „Keine Zeit.“ Wenn dann jedes Jahr die Aufforderung zur Vermessung kommt, schaut er sich zunächst alle inaktiven […]

Lizenz Kolumne

Order-to-Cash, Procure-to-Pay, Static Read – 
neue Lizenzpolitik verwirrt die Anwender

free

Es sollte doch alles einfacher werden und verständnisvoller. 2015 wurde in den Keynotes der Sapphire das Motto „Run Simple“ und „Make Digital Simple“ ausgegeben. 2016 und 2017 sprach SAP-CEO Bill McDermott in Orlando von „Empathy“.


We can still show greater empathy for you“, versprach der SAP-Chef. Der Duden beschreibt den Begriff Empathie mit: „Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen“. Heißt also: Die SAP möchte ihren Kunden zuhören, sich entwickeln, sich verbessern. Unmittelbar darauf folgte dann auch noch die Ankündigung der vereinfachten Lizenzgebühren („And today I announce simplified pricing“). Grob gesprochen sollen Lizenzgebühren für indirekte Nutzung nun – freilich nur in bestimmten Konstellationen – auf Basis von Bestellungen berechnet werden und dann nicht mehr wie gewohnt über definierte Nutzer. Dies soll jedenfalls gelten, wenn Nutzer von Drittanwendungen keine Mitarbeiter des SAP-Kunden sind, sondern zum Beispiel Endkunden. Es sieht danach aus, dass über das neue Pricing all das abgefangen werden soll, was man […]

Lizenz Kolumne

Zu Unrecht unterschätzt: Ein einheitliches SAP User Management

free

Immer wieder stellen wir fest, dass eine der Haupt­ursachen für Überlizenzierung unserer SAP-Kunden ein unzureichendes SAP User Management ist. Dieses ist jedoch die Grundlage für eine korrekte Lizenzvergabe, weil damit die genaue Zahl der benötigten SAP-User in der Landschaft bestimmt werden kann.

Bis auf wenige Ausnahmen ist dies nur eine User-Lizenz pro aktivem SAP-User. Aus zahlreichen SAP-Projekten wissen wir, dass der Schnitt zwischen 1,1 und 1,4 Lizenzen pro Mitarbeiter liegt. Die Mehrzahl der Kunden nutzte zur Vermeidung dieses Problems eine ZBV oder IDM. Beide sollen einen eindeutigen Login je SAP-User über alle existierenden SAP-Accounts liefern. So können alle SAP-Accounts eines Mitarbeiters der zugehörigen Person in der License Administrative Workbench (LAW) durch die Konsolidierung zugeordnet werden. Die Praxis sieht allerdings anders aus, da sich die meisten Kunden historisch bedingt über unterschiedliche Login-Vergaben für ihre SAP-Accounts verfügen. So wird z. B. als Login der Nachname plus die ersten ein bis drei Buchstaben des Vornamens verwendet, ein paar Jahre später wird etwa ein IDM eingerichtet, […]

Lizenz Kolumne

SAP UK gegen Diageo: Rechtsfolgen bei Lizenzverstößen vermeiden

free

Die jüngste Entscheidung im Verfahren SAP UK gegen Diageo Great Britain ist nur eine von mehreren softwarelizenzrechtlichen Auseinandersetzungen, die große Hersteller mit ihren Kunden vor Gericht ausfechten.

Unternehmen lizenzieren Software auf der Grundlage unterschiedlicher Lizenzparameter, Geräte oder Prozessoren in einem Server. Wird die Zahl überschritten, verletzt ein Unternehmen in vielen Softwarelizenzmodellen automatisch die Lizenzbestimmungen. Der Verstoß geschieht oft gar nicht bewusst. Das liegt an der hohen Komplexität der Vertragsbedingungen, Lizenznutzungsrechte und Lizenzmodelle. Heikel wird es, wenn Named User ins Spiel kommen. Im Fall SAP UK gegen Diageo Great Britain entschied der High Court of England and Wales zugunsten von SAP. Das Unternehmen hatte den Getränkehersteller wegen indirekter Benutzer auf 55 Millionen Pfund verklagt. Eine Entscheidung mit gravierenden Auswirkungen für große Unternehmen, die kundenseitige Systeme mit Anbindung an SAP-Datenbanken betreiben. Seit 2004 lizenziert Diageo mySAP Business Suite anhand einer bestimmten Zahl von Named Usern. Vor einigen Jahren erstellte […]

Lizenz Kolumne

Keine Angst vor Drittanbieter-Applikationen

free

Immer mehr Unternehmen erkennen mittlerweile, wie wichtig die richtige Lizenzierung und Verwaltung von Software ist. Seit Längerem im Fokus steht die indirekte Nutzung – für SAP-Kunden ist das der größte Risikofaktor bei der Lizenzierung.

Softwarehäuser wie SAP können zusätzlich zu bestehenden Lizenzgebühren Abgaben verlangen, wenn Drittprogramme zum Zweck des Datenaustauschs auf ihre Software zugreifen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Vorgang automatisiert erfolgt oder durch einen Nutzer initiiert wird, der in der Applikation des Drittanbieters eine bestimmte Funktion nutzt. In einem solchen Fall wäre die richtige Vorgehensweise, SAP über die Inbetriebnahme der entsprechenden Software zu informieren und zu klären, ob weitere Lizenzen erworben werden müssen oder nicht. Viele Kunden unterlassen jedoch genau das – weil sie denken, dass es sich hier um eine rechtliche Grauzone handelt, oder weil sie annehmen, dass SAP auf diesen Verstoß nicht aufmerksam wird. Entdeckt SAP jedoch Aktivitäten, die auf eine indirekte Nutzung von SAP-Applikationen hindeuten, erhebt der Hersteller […]