E-Commerce Kolumne

Die Kolumne zu E-Commerce befasst sich mit allen Aspekten des elektronischen Handels (B2B und B2C). Schwerpunkt ist die Integration einer E-Commerce-Lösung in ein ganzheitliches ERP-System.

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Skalierung – wie viele Scheiben hättens gern?

Beim Metzger ist die Skalierung einfach. Aber in der IT können kleine Projekte ganz groß werden und müssen schon anders begonnen werden. Auch wenn die Fachabteilung ungeduldig ist.

Als junger Vertriebsbeauftragter bei IBM hatte ich einmal ein Meeting mit Hasso Plattner, seinerzeit im Vorstand der SAP für Technik zuständig, und er fragte mich nach einer Hardwarelösung, die sich dem Bedarf anpasst. Nun, wir hatten kurz danach HACMP angekündigt, bei dem Kunden die Leistung bei hoher Verfügbarkeit stetig verändern können. HACMP ist heute PowerHA und flexible Lösungen gibt es einige. Ich musste an dieses Gespräch denken, als wir vor Kurzem IBM WebSphere Commerce in der Version 9 vorgestellt haben. Was bisher nämlich fehlte, war die Übertragung solcher flexiblen Systeme auf die Anforderungen des E-Commerce. Ich habe häufig mit Kunden zu tun, die schnell und klein starten wollen. Hier steht der Wunsch nach kurzfristigen Erfolgserlebnissen im Vordergrund. Trotzdem müssen solche […]

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„Go“ for Gold

Nein, hier geht es nicht um die XXIII. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang, sondern um die Umsetzung eines neuen Geschäftsfeldes von Amazon.

Anders als Unternehmen, die den Onlinehandel für sich entdecken, dreht Amazon den Weg um und geht als Onlinehändler in die Fläche. Es war Mitte vergangenen Jahres abzusehen. Mit dem Kauf der amerikanischen Biomarktkette Whole Foods wurde klar, dass Amazon im stationären Handel mehr betreiben will als nur einen Testmarkt. Der neue Coup von Amazon heißt „Amazon Go“. Der stärkste Onlinehändler der westlichen Welt entdeckt den stationären Handel für sich. Da die Dynamik im Onlinehandel eine deutlich größere ist, war klar, dass Amazon Innovationen und sein Konzept auch in Amazon Go einfließen lässt. Die größte Neuerung bei Amazon Go ist die Einführung des kassenlosen Einkaufens. Ich gehe nicht davon aus, dass Amazon damit die Kosten senken möchte, zumindest nicht kurzfristig. Im […]

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Traue keiner Statistik…

Sie kennen das: Sie sprechen mit mehreren Anbietern einer Produktgruppe und jeder erzählt Ihnen stolz, dass er Marktführer ist. Wahrscheinlich hat nach seiner Definition sogar jeder recht.

Zu den Aufgaben von Marketing und Vertrieb gehört es, ihre Produkte in möglichst schönem Licht darstellen zu lassen. Da ist es hilfreich, auch eine Marktführerschaft unterzubringen. Manchmal real und nachvollziehbar, manchmal abenteuerlich begründet. Die Definition der Hersteller und ihre Vorstellungen sind nicht immer in Deckung zu bringen. Im E-Commerce-Bereich, vor allem wenn der Kunde SAP einsetzt, muss mit Zahlen noch vorsichtiger umgegangen werden. Eine theoretisch große Verbreitung einer Lösung, die Kunden – weil kostenfrei angeboten – lizenziert wurde, aber nicht zum Einsatz kommt, hilft wenig bei der eigenen Entscheidung im Produktiv­einsatz. Es zählt nicht, was ein Kunde mit anderen Lizenzen dazubekommt, sondern was er zur produktiven Nutzung ausgewählt hat. Ein Wert, der schnell zu ermitteln ist, ist die Anzahl der […]

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Damit die Kunden nicht verduften

Nicht nur wohlriechende Düfte kommen aus Asien, sondern auch die Herausforderung für Händler. Viele davon laufen den Herausforderern hinterher, statt sich auf eigene Stärken zu konzentrieren.

Mit dem „Black Friday“ nach Thanksgiving läutet der Handel mit vielen Preisnachlässen die Weihnachts­saison ein. Dem folgt dann drei Tage später der „Cyber Monday“. Aus China kommt 光棍节, Guanggun Jie, der Singles’ Day. Der war mal als Anti-Valentinstag für Singles gedacht. Inzwischen wird an diesem Tag (seit 2009 und immer am 11. 11. für 4 x Single) allein in China online mehr umgesetzt als in den USA an Black Friday und Cyber Monday zusammen. Was Amazon in der westlichen Welt, ist Alibaba im Osten. Beide eint, dass sie viel Umsatz vom stationären Handel auf sich umleiten. Warum? Der stationäre Handel sieht den Onlinehandel oft nur als weiteren Channel, also wie ein Regal, welches halt woanders steht. Und er besinnt sich […]

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Der patentierte Knopf

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Patente sind in der Wirtschaft Waffen, die Schlachten entscheiden können. Vorigen Monat ist das 1-Click-Patent ausgelaufen, das Amazon einen kleinen, eventuell entscheidenden Vorteil brachte.

Viele Kunden fragen sich, warum Onlinehändler nicht – wie Amazon – die Möglichkeit implementiert haben, eine Bestellung mit nur einem einzigen Klick angenehm und schnell abzuschließen. Nun, sie konnten es deshalb nicht anbieten, weil Amazon ein Patent auf den Check-out-Vorgang mit einem einzigen Klick hatte: Das US-Patent Nr. US5960411 hat Amazon 20 Jahre lang das Recht auf exklusive Nutzung dieser Technologie eingeräumt. Bereits am 12. September 1997 hat Amazon-Gründer Jeff Bezos dieses Verfahren in seinem Patentantrag beschrieben, bei dem Kunden den Warenkorb mit einem Klick rechtsgültig über ein Kommunikationsnetzwerk bestellen können. Nun, vor 20 Jahren war der Onlinehandel nicht so weit wie heute, aber bereits präsent. Andere Anbieter wie der US-Buchhändler Barnes & Noble, die mit „Express Lane“ einen vergleichbaren […]

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Das gallische Dorf

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Wir befinden uns im E-Commerce-Zeitalter x Jahre von heute. Der ganze Handel ist von einem einzigen Handelsunternehmen dominiert. Der ganze Handel?

Nein! Eine von unbeugsamen Händlern bevölkerte Stadt hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Im Original sind es die unbeugsamen Gallier. Die letzten Tage ging durch die Presse, dass Günzburg mit seinem „Wir in Günzburg“-Projekt Amazon den Krieg erklärt hat. Die Einschätzung geht natürlich fehl. Spannend ist das Projekt trotzdem. Ich bin sicher, spezielle E-Commerce-Projekte werden ihre Nischen finden. Hier geht es um ein Local-Commerce-Modell. Alleine in DACH gibt es schon über 50 solcher Zusammenschlüsse lokaler Händler von Albstadt bis Zürich. Solche Modelle erlauben verschiedene Ausprägungen. Händler können die gemeinsame Plattform in der minimalen Ausbaustufe als reines Schaufenster verwenden. Kunden sehen das Angebot, welches sie im Laden kaufen können. In einer großen Ausbaustufe werden die offline oder online bestellten […]

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Die digitale Tulpenzwiebel

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Um 1630 wollte in den Niederlanden jeder mit Tulpenzwiebeln Geld verdienen. Wer sie für utopische Preise kaufte, war dumm. Aber clever, wenn er sie teurer an einen noch Dümmeren weiterverkaufte.

Die Blase platzte 1637, als für EINE Zwiebel umgerechnet 87.000 Euro bezahlt wurden. Woran erinnert Sie das? Wenn Sie an meine letzte Kolumne denken, fallen Ihnen sicher die Kryptowährungen ein. Ich habe für Sie noch einmal verglichen: Die Marktkapitalisierung der erfassten Werte auf www.coinmarketcap.com stieg in den beiden letzten Monaten auf 138 Mrd. USD (von 111), Bitcoin auf 70+5 (von 48). In der Zwischenzeit hat sich Bitcoin gespalten, demokratisch so entschieden von den Marktteilnehmern. Noch steigen die digitalen Tulpenzwiebeln also im Preis. Ob Bitcoin und Co. in der bestehenden Form sich mittelfristig halten, ist offen. Interessant für E-Commerce ist die Technik dahinter. Blockchains sind von jedem einsehbare Transaktionslisten. Die Ablage ist dezentral, also schnell und fälschungssicher. Die Marktteilnehmer agieren anonym […]

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Kryptowährungen – Gold am Ende des Regenbogens

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Am Anfang nur von Insidern und „Nerds“ genutzt , erreichen Kryptowährungen immer mehr den Mainstream. Das hat zunehmend Auswirkungen auf die Wahl des Channels.

Sie alle kennen Bitcoin (48 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung). Auf www.coinmarketcap.com finden Sie zurzeit 871 Kryptowährungen mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von 111 Mrd. Dollar. Vergleichen Sie das mit der Kapitalisierung von Gold (7000 Mrd.) oder Silber (1000 Mrd.) und berücksichtigen Sie zehn Jahre der Entstehung versus viele Millionen Jahre. Entgegen anderen Währungen steht Kryptowährungen kein Versprechen eines Staates oder ein nutzbares Produkt gegenüber. Vor einigen Jahren noch weniger als einen Dollar wert, nähert sich der „Wert“ eines Bitcoins inzwischen 3000 Dollar. Das ist, solange es nach oben geht, ein fantastischer Mehrwert, damit als Risiko des Wertverlustes aber auch ein großer Nachteil. Zudem steigt die Menge der „Coins“ bei den meisten Kryptowährungen durch „schürfen“, also das energie- und damit kostenintensive „Herstellen“ am Rechner. […]

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Schnellere Pferde

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Die technischen Hilfsmittel, um Kunden zu befragen, sind vorhanden. Woran es mangelt, sind die adäquate Fragestellung und das Ziehen der richtigen Schlüsse.

Henry Ford, der Gründer von Ford Corp. war ein bemerkenswerter Mensch in seiner Vision den meisten seiner Zeitgenossen voraus. Ein Satz, der ihm zugeschrieben wird, ist „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt, schnellere (bessere) Pferde.“. Im Gründungsjahr von Ford Corp. 1903 rieten namhafte Bankiers ab, in das Unternehmen zu investieren „The horse is here to stay but the automobile is only a novelty, a fad“. Selbst das renommierte Magazin Scientific American schrieb 1909 “… dass das Automobil praktisch die Möglichkeiten seiner Entwicklung erreicht habe…“. Ford ließ sich von solchen Aussagen nicht abhalten. Jeff Bezos von Amazon nennt das für sein Unternehmen die wahre ‘Kundenobsession’. “Auch, wenn sie es noch nicht wissen, die Kunden wollen […]

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Wenn Einstein mit Watson kombiniert

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Hat Ihr Unternehmen bereits eine Strategie für künstliche Intelligenz? Oder sogar einen CAIO (einen Chief Artificial Intelligence Officer)? Nein?

Den Begriff künstliche Intelligenz (KI) gibt es schon lange, wie erfahrene IT-Kenner bestätigen können. Die Definition, was KI ist, und die Qualität der Ergebnisse waren immer abhängig vom technisch Machbaren, was demzufolge lange Zeit eher bescheiden ausfiel. Inzwischen helfen diese – kognitiven – Lösungen bei einer Vielzahl von Anwendungsfällen. Im letzten Jahr hat Salesforce seine CRM-Lösung um eine Siri-ähnliche Lösung namens Einstein erweitert. Einstein erkennt gesprochene Kommandos und kann darauf reagieren. Unter der Haube sind dann die weiteren Merkmale kognitiver Lösungen wie selbstlernend, regelbasiert und datenanalysierend. Einstein ist eine Weiterentwicklung basierend auf den von Salesforce akquirierten Unternehmen MetalMind, PredictionIO, TempoAI und ExactTarget. Die Ankündigung zu Einstein erfolgte von Marc Benioff genau während Oracles OpenWorld, was ihm eine hohe Aufmerksamkeit in […]