Chefredakteur-Blog

Baustelle und Hoffnung: Lizenzen

ChefredakteurFin.jpg

Es ist offensichtlich, dass SAP das Wachstum über höhere Lizenzgebühren und eben nicht durch bessere Leistung und mehr Funktionen erzielen will. Die Befürchtung in der SAP-Community ist eine Erhöhung der Berechnungsgrundlage für die Gebühren um 20 bis 50 Prozent nach einem Wechsel in die Cloud.

Mit CPEA-Credits (Cloud Platform Enterprise Agreement) und FUE (Full Usage Equivalent) hat SAP ein höchst raffiniertes Werkzeug für die Lizenztransformation geschaffen. Aber Berechnungen haben ergeben, dass die ungefilterte Anwendung dieser SAP-Methoden dem Bestandskunden nachhaltige Mehrkosten verursachen.

Was ist zu tun? Die beste Möglichkeit für den SAP-Bestandskunden besteht darin, seine On-prem-Lizenzbasis zu konsolidieren. Vor einem S/4-Cloud-Releasewechsel sind demnach alle Lizenzen zu überprüfen. Die Lizenztypen werden nach dem Plan von SAP aus einem On-prem-System nicht eins-zu-eins in die Cloud übernommen, sondern über einen Schlüssel, Full Usage Equivalent, transformiert.

Diese FUE-Transformation kann für SAP höhere Lizenzeinnahmen nach sich ziehen – muss es aber nicht! Wenn der Bestandskunde vorab seine Lizenzen analysiert und anpasst, sowie den Transformationsprozess aktiv steuert, können sich Ersparnisse von bis zu 20 Prozent ergeben.

Diese komplexe Aufgabe ist aber ohne Expertenhilfe kaum zu bewältigen. Mittlerweile haben sich zahlreiche SAP-Partner auf diese FUE-Lizenzanalyse und eine kostenschonende Transformation in die Cloud spezialisiert. Allein sollte der SAP-Bestandskunde somit den Weg in die Cloud nicht gehen.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter pmf@b4bmedia.net | Tel.: +49(0)8654 77130-21

Hinterlassen Sie einen Kommentar