Einträge von Michael Kramer, IBM

Kryptowährungen – Gold am Ende des Regenbogens

Sie alle kennen Bitcoin (48 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung). Auf www.coinmarketcap.com finden Sie zurzeit 871 Kryptowährungen mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von 111 Mrd. Dollar. Vergleichen Sie das mit der Kapitalisierung von Gold (7000 Mrd.) oder Silber (1000 Mrd.) und berücksichtigen Sie zehn Jahre der Entstehung versus viele Millionen Jahre. Entgegen anderen Währungen steht Kryptowährungen kein Versprechen eines Staates oder ein nutzbares Produkt gegenüber. Vor einigen Jahren noch weniger als einen Dollar wert, nähert sich der „Wert“ eines Bitcoins inzwischen 3000 Dollar. Das ist, solange es nach oben geht, ein fantastischer Mehrwert, damit als Risiko des Wertverlustes aber auch ein großer Nachteil. Zudem steigt die Menge der „Coins“ bei den meisten Kryptowährungen durch „schürfen“, also das energie- und damit kostenintensive „Herstellen“ am Rechner. […]

Schnellere Pferde

Henry Ford, der Gründer von Ford Corp. war ein bemerkenswerter Mensch in seiner Vision den meisten seiner Zeitgenossen voraus. Ein Satz, der ihm zugeschrieben wird, ist „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt, schnellere (bessere) Pferde.“. Im Gründungsjahr von Ford Corp. 1903 rieten namhafte Bankiers ab, in das Unternehmen zu investieren „The horse is here to stay but the automobile is only a novelty, a fad“. Selbst das renommierte Magazin Scientific American schrieb 1909 “… dass das Automobil praktisch die Möglichkeiten seiner Entwicklung erreicht habe…“. Ford ließ sich von solchen Aussagen nicht abhalten. Jeff Bezos von Amazon nennt das für sein Unternehmen die wahre ‘Kundenobsession’. “Auch, wenn sie es noch nicht wissen, die Kunden wollen […]

Wenn Einstein mit Watson kombiniert

Den Begriff künstliche Intelligenz (KI) gibt es schon lange, wie erfahrene IT-Kenner bestätigen können. Die Definition, was KI ist, und die Qualität der Ergebnisse waren immer abhängig vom technisch Machbaren, was demzufolge lange Zeit eher bescheiden ausfiel. Inzwischen helfen diese – kognitiven – Lösungen bei einer Vielzahl von Anwendungsfällen. Im letzten Jahr hat Salesforce seine CRM-Lösung um eine Siri-ähnliche Lösung namens Einstein erweitert. Einstein erkennt gesprochene Kommandos und kann darauf reagieren. Unter der Haube sind dann die weiteren Merkmale kognitiver Lösungen wie selbstlernend, regelbasiert und datenanalysierend. Einstein ist eine Weiterentwicklung basierend auf den von Salesforce akquirierten Unternehmen MetalMind, PredictionIO, TempoAI und ExactTarget. Die Ankündigung zu Einstein erfolgte von Marc Benioff genau während Oracles OpenWorld, was ihm eine hohe Aufmerksamkeit in […]

Der Herr der Dinge

Am 17. Februar wurde in den Münchener Highlight Towers das Watson IoT Center eröffnet. Es ist das erste und bisher einzige Hauptquartier einer IBM-Brand außerhalb der USA. Es ist auch ein Bekenntnis zur DACH-Region und die Wertschätzung der hiesigen Industrie. Über 1000 IoT-Experten, davon viele von Kunden und Partnern, stellen das Innovationsökosystem in München dar. In den Präsentationen von Kunden wie BMW, Daimler, Schaeffler konnten die über 600 Gäste sehen, wie weit Lösungen schon gediehen sind und wohin die Reise führt. Dabei war 1997 die Entwicklung zu Watson nicht abzusehen. In dem Jahr gewann erstmals der Rechner Deep Blue einen Mensch-gegen-Maschine-Schachwettbewerb und bezwang Garri Kasparow. Das war der Start für eine neue Richtung der SW-Entwicklung. Deren Ziel ist es, selbstlernende […]

Spiel mir das Lied vom CMO

It’s very hard to predict when a disruptive technology will emerge – and what impact it will have.“ So ein chinesischer CMO. In der Makroökonomie hat Joseph Schumpeter die „Schöpferische Zerstörung“ definiert, bei der durch Neukombination von erfolgreichen Produktionsfaktoren alte Strukturen verdrängt oder sogar zerstört werden. Im angelsächsischen wird dies gerne als „age of disruption“ bezeichnet. Beispiele von Firmen aus der sogenannten Sharing Economy: Airbnb (5 Jahre alt) vermittelt mit 650.000 Räumen mehr als Hilton (94 Jahre alt) mit 618.000 und ist in doppelt so vielen Ländern vertreten. Bei dem Taxi Gewerbe kam mit Uber ein Mitbewerber, der den Markt dort, wo er sich etabliert, mit einem anderen Geschäftsmodell von Grund auf verändert. Delivery Hero (Lieferheld) hat mehr Restaurants unter […]

And the Trend is your Friend

Ein Trend, den Sie sicher merken, ist das Verschwimmen von zeitlichen Grenzen. Wir alle kennen die Erdbeeren, die wir das ganze Jahr über kaufen können. Oder das Weihnachtsgebäck, welches schon kurz nach der Freibadsaison in den Märkten ist. Auch in den USA gibt es speziell vom Handel promotete Termine, an denen besonders der Kauflust gefrönt wird. Der Black Friday wurde um den Cyber Monday ergänzt. Immer mehr nutzen auch Einzelhändler in DACH diese Termine. Doch in den USA sind sie schon weiter. Der ganze November wird zum Cyber November und so zum Shop-till- you-drop-Erlebnis. Im nächsten Schritt werden die zeitlichen Grenzen wohl ganz aufgehoben. Wo sie vertreten sind, geht ca. ein Drittel des Umsatzes im Onlinehandel an diesen Tagen an […]

Zurück in die Zukunft

Ein Produkt von Honeywell International war in den 60ern die „Serie 16“, wobei 16 für einen 16-Bit-Prozessor stand und er maximal 64 KB verarbeitete. Das Erfolgsmodell H316 verkaufte sich hervorragend, bis auf eine besondere Ausführung. Das Luxuskaufhaus Neiman Marcus hat 1969 die H316 Pedestal als Honeywell Kitchen Computer angeboten. Der Slogan war „If she can only cook as Honeywell can compute“. Rezepte wurden per Schieberegister einprogrammiert. Der zweiwöchige Programmierkurs war im Preis beinhaltet. Dazu eine Schneidplatte und eine Schürze. Der Preis betrug 10.600 USD, nach heutiger Kaufkraft ca. 80.000 USD. Wenig überraschend verkaufte sich dieses Prunkstück kein einziges Mal und verschwand schnell vom Markt. Heute, fast 50 Jahre später, kapitulieren wir fast vor der Vielzahl der Rezepte im Internet. Wir […]

Der Herr der Punkte

Richtig eingesetzt helfen Touchpoints bei der Reise zur gewünschten Zielhandlung, mit der meist der Kauf gemeint ist. Im ungünstigen Fall beenden sie die Customer Journey. Ein Unternehmen hat viele Berührungen zu (potenziellen) Kunden: stationärer Handel Apps Homepage Aussendungen Banner. Selten weiß der Anbieter, wer an seinem Touchpoint steht, und wenn er es weiß, kennt er den Status der individuellen Customer Journey nicht. So nutzt er die meisten dieser Touchpoints seiner Kunden nicht. Ungenutzte Chancen Ein Beispiel sind die Produktvorschläge von Deutschlands größtem Onlineshop. Sie suchen und kaufen dort ein Produkt. Im Nachgang bekommen Sie dieses weiter beworben. Obwohl der Anbieter Ihren Kauf kennt, beharrt er darauf, Ihnen dieses oder weitere Produkte aus dieser Kategorie anzubieten, statt Ihnen sinnvolle Ergänzungen anzubieten. […]

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Es gibt Lösungen, die das Kundenverhalten auf Webseiten analysieren. Hier werden die Aktionen des Kunden wie Klicks oder Mausbewegungen aufgezeichnet. Dabei wird anonymisiert die Customer Journey des Kunden protokolliert. Abbrüche können analysiert werden. Damit kann der Weg der Benutzer und das Angebot optimiert werden. Wenn Unternehmen das Verhalten der einzelnen Besucher auf ihren Seiten analysieren können, lassen sich ganz andere Angebote realisieren. Aufgezeichnet werden quantitative und qualitative Daten, die bei einer Gruppe von Benutzern z. B. über Heatmap dargestellt werden und somit das Verhalten in Verbindung mit der Häufigkeit zeigen. Die Lösung – wie bei IBM Tealeaf cxVerify – kann wie ein virtueller Videorecorder eingesetzt werden. Damit wird nach Zustimmung des Kunden seine komplette Customer Journey individuell aufgezeichnet. Sie wird […]

Informieren Sie sich doch mal offline

Wir erleben in der IT im Moment eine kleine Revolution. Immer mehr analoge Daten können technisch in digitale umgewandelt werden. Das ermöglicht nicht nur die Verbesserung von bestehenden Geschäftsmodellen, sondern vor allem die Schaffung von neuen. Schumpeter lässt grüßen: Baue Neues durch Zerstören des Alten. Die Revolution findet in sichtbaren Schritten statt: durch die Integration von mobilen Komponenten jeglicher Art, M2M-Kommunikation und die Analyse der gewonnenen Daten über Big-Data-Verfahren, gerne in-memory. Damit optimieren Sie die internen Abläufe, die Produktion und die Kommunikation zu Ihren Geschäftspartnern. Noch jung dagegen ist die Integration von Social Media. Hier geht es um Ihre ehemaligen, bisherigen und zukünftigen Kunden. Wo und wie sollen sie kaufen, wie kaufen sie tatsächlich? Wie nehmen sie Ihr Unternehmen wahr? […]