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AnyDB 2030, NetWevaer und SoH

AnyDB 2030, NetWevaer und SoH
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SAP verschob das Wartungsende der Buisness Suite 7 von 2025 um zwei Jahre auf 2027 mit einer erweiterten Pflege bis 2030. Keine Angaben machte SAP über den Status des NetWeavers 7.2 und von AnyDB. Gilt das Angebot nur für Suite on Hana?

Der Kern der SAP Business Suite 7 ist ERP/ECC 6.0 und dieser Kern benötigt den NetWeaver und läuft auf AnyDB – IBM DB2, Oracle und Microsoft SQL-Server. SAP-Vorstand Michael Kleinemeier betonte:

„Mit der verlängerten Wartung für die SAP Business Suite 7 und dem langfristigen Support für S/4 Hana untermauern wir das und bieten unseren Kunden auf dem Weg in die Zukunft Wahlfreiheit und Flexibilität.“

Eine Nachfrage bei SAP hat nun teileweise das AnyDB-Chaos beseitigt, obwohl es widersprüchlich Meldungen der Beteiligten gibt. Ein SAP-Sprecher meinte gegenüber dem E-3 Magazin:

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„Bzgl. der Vertragsverhältnisse zu unseren Datenbankanbietern kann ich Ihnen versichern, dass diese nicht gekündigt sind und SAP laufende Verträge mit allen drei Anbietern hat.

Wie in der Branche üblich, haben solche Verträge ein feste Laufzeit, die je nach Anbieter unterschiedlich ist und die zu unterschiedlichen Zeitpunkten endet. SAP wird wie in all den Jahren zuvor auch jetzt wieder rechtzeitig mit den Anbietern sprechen.

Alternativ bleibt es dem Kunden natürlich unbenommen, bereits heute eine Datenbankmigration zu Hana vorzunehmen oder sich für eine Direktlizenz vom Anbieter zu entscheiden.“

Naturgemäß besteht seit vielen Jahren die Option (Business) Suite on Hana, SoH, die auch von zahlreichen Bestandskunden genutzt wird. Nun wird zu klären sein, in wie weit der SAP NetWeaver – Java- und Abap-Stack – nach 2025 zur Verfügung steht. In der SAP-Service-Note 1648480 wird explizit auf das Ende des NetWeaver 7.2 (Abap-Stack) mit 2025 hingewiesen, siehe auch https://e3zine.com/end-road-sap-2025-deadline/ und https://e-3.de/das-ende-von-soh/.

Neben dem Risikofaktor NetWeaver 7.2 existiert aber auch noch die offene Zukunft von AnyDB. SAP behauptet in Kontakt mit den Datenbankherstellern zu sein und offensichtlich über das Jahr 2025 hinaus gültige Verträge zu besitzen.

Ein IBM-Insider versicherte dem E-3 Magazin, dass die DB2-Verträge für ERP/ECC 6.0 gekündigt wurden. Eine Anfrage bei der deutschen SAP-Anwendergruppe, DSAG e.V., erbracht noch keine Antwort.

AnyDB wird notwendig sein, um den SAP-Bestandskunden bis 2030 ihre existierenden ERP-Systeme zu Verfügung stellen zu können. Inwieweit Oracle, IBM und Microsoft in die Pläne der SAP eingebunden wurden, konnte oder wollte man nicht sagen.

SAP will vollständige Transparenz zur Wartung für die Business Suite 7 bieten und verlängert für zwei weitere Jahre die Mainstream-Wartung für Kernanwendungen der Business Suite 7.

In dieser Auslaufphase wird SAP weiterhin die umfassenden Leistungen der Mainstream-Wartung bieten, die Kunden benötigen. Es wird dabei weder Vertragsänderungen geben noch werden zusätzlichen Gebühren anfallen.

Nach dieser Phase bietet SAP den Bestandskunden die Möglichkeit zu wählen, wie sie die Wartung für Kernanwendungen der Business Suite 7 ab 2028 fortsetzen möchten.

Kunden, die Support für ihre Anwendungen in längeren Umstellungsphasen benötigen, können auf Extended Maintenance zurückgreifen. Dies ist verbunden mit einem Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die bestehende Wartungsbasis für Kernanwendungen der Business Suite 7 und gilt für alle Supportangebote. Extended Maintenance steht für drei weitere Jahre von 2028 bis 2030 zur Verfügung.

Kunden, die sich nicht bis Ende 2027 für die erweiterte Wartung entscheiden, sondern die Business Suite 7 weiterführen möchten, werden automatisch auf die Customer Specific Maintenance umgestellt. Diese beinhaltet die Lösung bereits bekannter Probleme bei unveränderten Gebühren.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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