Chefredakteur-Blog

Am Ende: On-prem

[ shutterstock_169721372 ]

Vielleicht ist dieses Corona nur die erste Pandemie. Was, wenn immer wieder neue Viren die Weltwirtschaft aus der Bahn werfen?

Weil der Lock-down in Deutschland eine hinreichend gute Antwort ist, sollte man sich vielleicht intensiver mit den Kollateralschäden beschäftigen. In der Wirtschaft und natürlich auch SAP-Community geht es um Liquidität.

Vereinfacht dargestellt: Wer sein komplettes SAP-System in der Cloud betreibt, zahlt nahezu dieselben Gebühren, ob es nun Umsatz gibt oder nicht.

Im Handelsblatt (siehe Link) war zu lesen „Wie die Corona-Pandemie den Trend zum Cloud Computing beschleunigt: Cloud-Dienste versprechen Abhilfe bei Kontaktbeschränkungen und Kostendruck. Langfristig könnte jedoch eine gefährliche Abhängigkeit entstehen.“

Die Autoren Christof Kerkmann, Alexander Demling und Axel Postinett folgern zum Schluss ganz richtig:

„Denn in Zeiten wie diesen ist es ein Unterschied, ob man ohne Umsätze neben der Miete, Wasser und Strom auch seine IT-Infrastruktur täglich neu bezahlen muss oder auf dem betagten PC im Büro mit der alten Word-Software weiterarbeiten kann, bis sich der Nebel lichtet.“

Viele SAP-Bestandskunden haben in den vergangenen Jahren eigene und hocheffiziente Rechenzentren aufgebaut. Wer jetzt ein SAP-System on-prem fährt, zahlt lediglich Strom und sein IT-Personal, das wahrscheinlich in Kurzarbeit ist.

Nach dieser Pandemie und auf Basis der fortlaufenden Cloud-Gebühren sollte der Finanzchef nochmals genau nachrechnen, ob am Ende nicht doch „On-prem“ der klügere Weg ist.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.