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Aber bitte mit On-prem-Lizenzen

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Kurz nach der Sapphire fand ein Briefing für Finanzanalysten statt und es wurde eine wieder stärkere Zunahme von S/4-Transformationsprojekten attestiert. Nach einem Rückgang 2020 scheinen nun wieder mehr SAP-Bestandskunden bereit zu sein, den Releasewechsel fortzusetzen oder zu starten – viel Zeit bis 2027/2030 bliebt nicht mehr.

Was im Kreise der Finanzanalysten auch festgestellt wurde: Die SAP-Bestandskunden versuchen, ihre On-prem-Lizenzen zu behalten! Das mag zwei Gründe haben: Viele Cloud-Anbieter inklusive SAP prägten den Begriff BYOL (Bring Your Own License) und noch gibt es keine werthaltige SAP-Cloud-Exitstrategie.

Wer also ein Sicherheitsnetz für eine wolkenlose Zeit erhalten will, der behält besser seine Lizenzen im Firmentresor. BYOL und das passende Lizenzmanagement sind aktuell die einzige Versicherung für eine Exitstrategie. Eventuell werden in Zukunft intelligente Archivierungslösungen für S/4 angeboten, die on-prem funktionieren, auch wenn die SAP-Lizenzen mit der Stornierung der Cloud Subscription verloren gehen.

Solche Archive sollten mindestens zehn Jahre halten und auch Auswertung und Analysen auf Basis der Archivdaten ermöglichen. Bis zur Verfügbarkeit solcher Archivlösungen heißt es: aber bitte mit On-prem-Lizenzen.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
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