MAG 1906 SAPanoptikum & Short Facts

Ja zum Digital Workspace

[shutterstock.com: 536199247, sdecoret]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Digitale Transformation bedeutet einerseits Effizienzsteigerung und Kostenminimierung, Wachstum sowie Wettbewerbsfähigkeit, andererseits fordert sie Modernisierung in den eigenen Reihen.

Laut einer aktuellen Studie leben Unternehmen, die ihre Arbeitsplätze nicht mit zeitgemäßer Technik ausstatten, in Zeiten des Fachkräftemangels gefährlich, denn Angestellte wünschen sich heutzutage neben reibungslosen internen Prozessen eine moderne technische Unterstützung in den Arbeitsabläufen.

„Robotic Process Automa­tion, kurz RPA, bildet eine Möglichkeit der Digitalisierung, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern“

erklärt Alexander Steiner, Chief Solution Architect der Meta:proc.

„Innovationen wie diese stoßen allerdings nicht selten auch auf Skepsis, denn Arbeitskräfte fürchten, selbst ersetzt zu werden.“

Neben dem großen Benefit rufen moderne Technologien in einigen Fällen nun einmal auch Skepsis hervor.

„In vielen Köpfen herrscht die Angst, dass RPA Arbeitsplätze übernimmt. Generell besteht häufig eine falsche Sichtweise auf das Thema“

weiß der Chief Solution Architect.

„Es handelt sich hierbei um eine Technologie – nicht mehr und nicht weniger. Wie, für was und zu welchem Zweck ein Betrieb Automationen einsetzt, liegt nicht in der Hand der Entwickler oder gar der Software selbst, sondern in der Strategie des Unternehmens.“

Alexander Steiner

Allein im Jahr 2017 wurden mehr als zwei Milliarden Überstunden geleistet. Hier gilt es zu hinterfragen: Arbeiten in einem bestimmten Bereich 100 Mitarbeiter mit einer Auslastung von bis zu 150 Prozent – worauf läuft es dann bei der Einführung von RPA hinaus?

Auf 100 Arbeitskräfte mit 100-prozentiger Auslastung oder auf 67 Angestellte, die wieder zu 150 Prozent ausgelastet sind? Auf dem aktuellen Stand der Technik setzen Unternehmen Software-Roboter ein, um repetitive Abläufe zu optimieren und Arbeitskräfte zu entlasten.

Die Automatisierung von Geschäftsprozessen löst auch eine ethische Diskussion aus: Wie lässt es sich beispielsweise bewerten, wenn ein Unternehmen tatsächlich Mitarbeiter an Off- oder Nearshore-Standorten, Freelancer oder Serviceprovider durch RPA ersetzt, statt eigene Mitarbeiter dafür einzusetzen? Oder im schlimmsten Fall sogar seine Angestellten entlässt? Wie sieht es aus, wenn ein Betrieb sich durch RPA einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten verschafft? Zu wenig Arbeit für zu viele Leute bedeutet oft einen Stellenabbau.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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