Coverstory 1907 MAG 1907

Vorteilhafte Vielfachnutzung

[shutterstock.com: 410954116, Rawpixel.com]
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Geschrieben von Jens-Gero Boehm, Suse

In SAP-Infrastrukturen fungieren Linux als Betriebssystemplattform sowie weitere Open-Source-Technologien als Kernelemente. Sowohl für den Cloud- als auch für den On-prem-Einsatz. Damit sind sie für das hybride Multicloud-Zeitalter gerüstet.

Open Source ist längst in der SAP-Welt angekommen. Mit dazu beigetragen hat zweifelsfrei das Votum des Walldorfer Softwarekonzerns, zusammen mit SAP-Hana- und -Hana-basierten Anwendungslösungen wie etwa S/4 ausschließlich die Betriebssystemplattform Linux zu verwenden.

Wobei der Trend in Richtung Linux bereits bei NetWeaver-basierten Infrastrukturen mit AnyDB Vorschub für die breite Linux-Durchdringung geleistet hatte. Die jüngsten von SAP genannten Zahlen (im Rahmen der diesjährigen Sapphire) zu Hana, nämlich dass es nun 50.000 Hana-Lizenzierungen gibt, sprechen eine deutliche Sprache.

Neben Linux sind bei SAP-Umgebungen weitere Open-Source-Lösungen sozusagen gesetzt, und zwar im Zusammenhang mit Data Science und der Verwendung von Kubernetes: Kubernetes für die Orchestrierung von Containern im Rahmen von SAP-Data-Hub-Umgebungen.

Letzteres spielt aus technischer Sicht beispielsweise bei SAP Data Hub mit eine herausragende Rolle. Und zwar in der Form der Suse-Lösung Container-as-a-Service Platform, kurz: CaaSP. Sie sorgt dafür, flexible, vereinfachte und automatisierte Möglichkeiten zur Auslieferung von kleinteiligen Services (Microservices) mithilfe von Containern bereitzustellen, samt der Verwendung von Kubernetes.

Jens Gero Boehm Suse

Zwei Welten, ein Betriebssystem

Bereits früh in der Hana-Historie stand für Suse als Open-Source-Innovator und exklusiver Hana-Entwicklungspartner außer Frage, Suse Linux Enterprise Server (SLES) for SAP Applications nicht nur für die SAP-On-premises-Welt, sondern auch in Public-Clouds zur Verfügung zu stellen.

SAP-Kunden realisieren bereits intensiv das hybrid Multicloud-Computing mit einer einheitlichen Betriebssystemplattform oder Operating System (OS) und profitieren von dieser Art von IT-Durchgängigkeit auf der Grundlage einer einheitlichen Code-Basis.

Insbesondere im IaaS-Umfeld. Alle weitreichenden und teils einzigartigen Funktionen von SLES for SAP Applications für den Mission-critical-SAP-Einsatz, die on-prem nutzbar sind, stehen auch in einer Public Cloud zur Verfügung. So zum Beispiel das Feature Live Patching.

Damit lassen sich Security Patches im Linux-Kernel installieren, ohne dass das System neu gestartet werden muss. Was im Endeffekt bedeutet, dass sich damit die Verfügbarkeit optimieren lässt. SLES for SAP Applications ist in allen namhaften oder relevanten Public-Cloud-Umgebungen nutzbar. Auch in Microsoft Azure.

Wobei Suse und Microsoft eine über zehnjährige strategische Partnerschaft verbindet. Vor diesem Hintergrund kommt es nicht von ungefähr, dass Suse als erster SAP-Linux-Anbieter die Unterstützungsverfügbarkeit von SLES for SAP Applications für SAP Hana Large Instances auf Microsoft Azure vermelden konnte.

Der Bereitstellung von SLES for SAP Applications für SAP Hana Large Instances on Microsoft Azure gingen diverse Entwicklungsarbeiten voraus. Sodass es für SAP-­Kunden möglich ist, Hana-Konfigurationen zusammen mit SLES for SAP Applications größer 0,5 TB via Microsoft Azure zu nutzen. Vorgesehen ist, SAP-Workloads/Hana-­Umgebungen via Azure bis zu 60 TB (im Scale-out) zu betreiben beziehungsweise zu unterstützen.

Enge Kooperation mit Microsoft

Damit kommen Suse und Microsoft insbesondere einem steigenden Bedarf von SAP-Kunden entgegen, große Hana- oder Hana-basierte Anwendungen im Rahmen ihres Hybrid-Cloud-Einsatzes oder im Zusammenhang mit IaaS verwenden zu können.

Beispielsweise bei Projekten, um mehrere SAP-ERP/ECC-Systeme in ein S/4-System zu konsolidieren, oder bei Data-Center-Modernisierungen. Ebenso unterstützt Suse als erster Linux-Distributor und SAP-Open-Source-Wegbegleiter mit der Betriebssystemplattform SLES for SAP Applications seit Mitte Januar vollumfänglich Intel Optane DC Persistent Memory in Verbindung mit Hana, zu der sich auch Microsoft committet hat.

Für SAP-Kunden ermöglicht die Persistent-Memory-Technologie gegenüber traditioneller Technologie (mit Verwendung von SSDs) neue respektive optimierte Anwendungen für Datenzugriff und Datenstorage. Gemanagt werden können Linux- und Hana-Systeme mit dem Suse Manager, der ebenfalls in Azure verwendet werden kann.

Mit dem Suse Manager ist es möglich, Hana-Umgebungen mit einem erhöhten Automatisierungsgrad zu verwalten, zu überwachen und zu steuern, inklusive einer Automatisierung von Infrastruktur-Patches und -Updates.

Weitere Suse-Lösungen, wie etwa Suse SLES für den HPC-Einsatz oder Cloud Application Platform, sind ebenfalls im Azure-­Marketplace buchbar. Für Suse-Lösungen in Azure gibt es übrigens verschiedene flexible Preismodelle – bis hin zu Azure Reservations for Suse für eine Laufzeit von einem oder drei Jahren.

https://e-3.de/partners/suse-linux-gmbh/

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Über den Autor

Jens-Gero Boehm, Suse

Jens-Gero Boehm ist Director Partner Sales Central Europe bei Suse.

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