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SAP-Anwender setzen zunehmend auf SAP on Microsoft Azure

[shutterstock.com: 1291180945, Yuganov Konstantin]
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Geschrieben von Markus Kruse, Microsoft

Azure befindet sich im Allgemeinen und bei SAP-Anwendern im Besonderen im Aufwind. Es gibt ein bedarfsgerechtes IaaS-Angebot an Public-Cloud-Services für den SAP-Einsatz.

Festo macht’s, die GEA Group oder Daimler ebenso. Immer mehr Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen der SAP-Community im deutschsprachigen Raum, und natürlich auch weltweit, setzen auf die von Microsoft in Azure angebotenen Infrastructure as a Services (IaaS) für SAP Hana und auf weitere Azure-Angebote, die sich in SAP integrieren lassen.

Das unterstrich etwa ein Ergebnis einer zum Jahresanfang durchgeführten Investi­tionsumfrage der Deutschsprachigen SAP-­Anwendergruppe DSAG, bei der auch abgefragt wurde, welche Serviceprovider von SAP-Anwendern beim Cloud-Computing bevorzugt werden.

Dabei wurde vor allen anderen als stärkste Kraft Microsoft mit Azure genannt. Oder, veröffentlicht im Umfeld der Kundenveranstaltung Sapphire Now 2019 Anfang Mai: Mehr als 90 Prozent der Fortune 500 verwenden nunmehr Microsoft Azure und SAP.

Kruse Markus

Das Ziel oder auch die Leitlinie von Microsoft lautet nicht mehr und nicht weniger: die beste verfügbare Infrastruktur für SAP Hana oder SAP-Hana-basierte Anwendungen bereitzustellen und darüber hinaus Unternehmen bei ihren digitalen Transformationsprojekten oder ERP-Modernisierungsbestrebungen bestmöglich zu unterstützen.

Kundenorientierte Wertegemeinschaft

Um dies zu erreichen, arbeiten SAP und Microsoft bei Azure in bewährter Art und Weise engagiert zusammen und stellen ein Best-of-Class-Lösungsangebot bereit. Wobei SAP und Microsoft auf ein mehr als 25-jähriges enges Miteinander zurückblicken können.

Die kundenorientierte Wertegemeinschaft von Microsoft und SAP drückt sich in vielfältiger Art und Weise aus: beispielsweise dadurch, dass Microsoft die meisten Hana-zertifizierten Offerten, nämlich 25 VM-Konfigurationen sowie spezielle Bare-­Metal-Instanzen, im IaaS-Compute-Angebot hat; von 192 GB bis 24 TB im Scale-up und bis 60 TB im Scale-out.

In diesem Zusammenhang stellt Microsoft verschiedene Azure-VM-Typen sowie dedizierte Hana Large Instances zur Verfügung, optimal ausgerichtet an den unterschiedlichen Bedarfsanforderungen (Use Cases) für den SAP-Einsatz.

Microsoft unterstützt dabei Kunden und Partner mit Referenzarchitekturen, um die Kundenvorgaben von SLAs und Anforderungen bezüglich Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery optimal zu erreichen.

Neben der Zertifizierung von Hana-basierten SAP-Systemen in Verbindung mit Linux-Betriebssystemen werden selbstverständlich auch zahlreiche Kombinationen mit traditionellen Datenbanken (AnyDB) in Verbindung mit Windows Server SLES und weiteren Linux-Derivaten bereitgestellt.

Neu zudem: Azure NetApp Files (ANF), das weltweit erste Bare-Metal-Cloud-File-­Storage- und -Datenmanagement-Service als exklusives Microsoft-IaaS- und PaaS- Cloud-Angebot, Azure-native und auf der Basis von NetApp-Technologien sowie physischer NetApp-Hardware beziehungsweise auf der Grundlage von Datenmanagement-Software NetApp Ontap.

Alles in allem unterhält Microsoft das weitreichendste und weltumspannendste Regionennetz mit SAP-zertifizierter Infrastruktur. Stand Anfang Mai waren es 54 Regionen. Davon sind in 26 Hana-zertifizierte Systeme verfügbar. Und es ist geplant, dass bis Jahres­ende weitere acht hinzukommen.

Abb. Microsoft SAP HANA Choices Cmyk

Hana on Azure: die größte Auswahl am Markt. Azure bietet Hana-zertifizierte Systeme mit einer Vielzahl von Speichergrößen.

Das Erreichte wird ständig ausgebaut

Auch arbeiten Microsoft und SAP quasi ständig daran, den SAP-on-Azure-Einsatz zu verbessern und weiter zu optimieren. Tatsache ist, dass allein Microsoft in manchen Monaten mehr als eine Milliarde US-Dollar investiert, um Azure zu erweitern, und jährlich ungefähr denselben Betrag für (Cloud-)Security aufwendet – riesige Investitionen, von denen jeder SAP-on-Azure-Kunde unmittelbar profitieren kann.

Eine Neuerung hier: eine Vereinfachung der Integration von Azure Active Directory und der SAP Cloud Platform (SCP). Sie ermöglicht einen noch sichereren und komfortableren Zugriff auf SAP-Dienste und -Anwendungen. Diese wie eine Reihe weiterer Neuerungen für SAP on Azure wurden ebenfalls im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Sapphire in Orlando bekannt gegeben.

Unter anderem die Erweiterung des Azure-Portfolios um noch größere virtuelle Maschinen, die Verfügbarkeit von SAP Data Custodian in Microsoft Azure oder auch die Unterstützung von ­Azure Backup für Hana.

Das Momentum für SAP on Azure, um unternehmenskritische SAP-Workloads in Azure aus- und durchzuführen, ist groß und vergrößert sich praktisch permanent. SAP- Anwender erhalten mit den Azure-Services ein Instrument an die Hand, um ihre digitale Transformation mit SAP schnell, sicher, effizient und kosteneffektiv realisieren zu können.

Darüber hinaus stellt Microsoft SAP- Kunden einen Mehrwert zur Verfügung, ­indem sich weitere Azure-Services und Microsoft-Lösungen wie etwa Office365, Sharepoint oder Power BI ebenfalls integrieren lassen.

Um den Azure-Einsatz zu planen oder konkret umzusetzen, werden SAP-Kunden entweder von Microsoft selbst oder von zertifizierten Microsoft-Cloud-Serviceprovidern (CSPs) betreut beziehungsweise unterstützt.

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Über den Autor

Markus Kruse, Microsoft

Markus Kruse ist SAP Sales Lead Nordics & CEE, Global Strategic Pursuit Team, bei Microsoft.

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