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Digitale Ethik: Algorithmische Entscheidungen

[shutterstock.com: 1155104242, Zapp2Photo]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Neue Technologien stellen neue ethische Herausforderungen dar. Der BVDW stellt die Frage, was KI darf und was nicht.

Das Diskussionspapier des BVDW trägt den Titel „Mensch, Moral, Maschine – digitale Ethik, Algorithmen und künstliche Intelligenz“ und greift Chancen und Risiken aktueller und künftiger technischer Entwicklungen auf.

Gleich zu Beginn stellen die Autoren klar: Durch Algorithmen herbeigeführte Entscheidungen müssen transparent sein, um gerichtlich überprüft werden zu können. In der praktischen Anwendung im Medizinbereich fordern die Experten:

Unter der Voraussetzung eines nachgewiesenen Nutzens muss eine zeitgemäße Definition der ärztlichen Sorgfaltspflicht die Anwendung von KI umfassen. Heißt im Umkehrschluss:

Ärzte würden ihre Sorgfaltspflicht verletzen, wenn sie in bestimmten Bereichen, in denen der Nutzen einer KI-Technologie nachgewiesen wurde, auf deren Einsatz verzichten.

„Hier soll der Arzt natürlich nicht durch eine Software ersetzt werden – ganz im Gegenteil. Es ist eine wertvolle Hilfestellung“

sagt Wolfgang Faisst (SAP), stellvertretender Vorsitzender des BVDW-Ressorts Digitale Transformation und Internet of Things.

Die Diagnose werde immer ein Arzt stellen, so Faisst.

„Wenn KI aber nachweislich dazu beiträgt, dass diese Diagnose präziser ist als ohne ihren Einsatz, wäre es aus Sicht des Behandelnden fahrlässig, diese Möglichkeit nicht zu nutzen.“

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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