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S/4- und Hana-Migration – Was tun mit den Altsystemen?

[shutterstock.com: 622486091, vural yavas]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Ein Umstieg nach S/4 ist eine Herausforderung, bringt aber auch große Chancen. Viele Unternehmen beschäftigt spätestens in diesem Zusammenhang auch die Frage, was mit den Altsystemen passiert.

Wie lassen sich zum Beispiel gesetzliche Aufbewahrungsfristen bei einem Systemwechsel einhalten? Nicht nur im Zuge der SAP-S/4-Hana-­Migration müssen ERP-Prozesse neu definiert und Daten aufgeräumt werden, die sich in den letzten Jahrzehnten angesammelt haben.

Ein intelligenter, selektiver Migrationsansatz ermöglicht, relevante Daten und Prozesse zu behalten und gleichzeitig alte oder kalte Daten zu archivieren. Das vereinfacht jedoch nicht automatisch die gesamte Systemlandschaft – egal ob in der Cloud oder on-premise.

Denn in der Regel müssen bestehende SAP-Systeme aufgrund gesetzlicher Bestimmungen (Stichwort Legal Hold) oder zu Buchführungszwecken über mehrere Jahre bewahrt werden.

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Den „Zoo“ an Altsystemen bändigen

SAP-Bestandskunden müssen bis 2025 auf S/4 umsteigen. Gleichzeitig müssen sie ihre alten SAP-Systeme nach dem Umstieg unter Umständen noch jahrelang am Laufen halten, um auf Daten zugreifen zu können.

Das kann aufwendig sein, da das alte Betriebssystem und die Datenbank weiterhin betrieben werden müssen und Patches und manchmal sogar Life-Cycle-Upgrades nötig sind.

Das kann zu einem nicht zu bändigenden „Zoo“ von Altsystemen führen. Intelligente Software zur Stilllegung von SAP-Systemen wie DataFridge von Datavard hilft, diesen zu zähmen.

Infrastruktur Grafik E3

Die Lösung verwaltet Altdaten an einem zentralen Ort, reduziert so die TCO und unterstützt bei der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen. Bei der Vorbereitung der Migration werden zunächst die Daten in diesem System inventarisiert (in aktive, kalte und alte Daten), um dann die alten Anwendungsdaten in Data­Fridge zu übertragen.

Die Software extrahiert diese und klassifiziert sie nach Rechtsträger, Erstellungsdatum, Berechtigungsgruppe und anderen Eigenschaften für die zukünftige Datenermittlung und den Zugriff.

Es können Daten aus beliebig vielen SAP- und sogar Nicht-SAP-Systemen aufgenommen werden. Die Technologie verwendet einen Worm-Speicher (Write- Once-Read-Many).

Ein solcher Speicher ermöglicht die anfängliche Datenspeicherung und gewährt Lesezugriff, bis die Daten vernichtet werden dürfen. DataFridge basiert außerdem auf SAP NetWeaver.

https://e-3.de/partners/datavard-gmbh/

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

1 Kommentar

  • Kann mir mal jemand erklären, warum man bis 2025 auf S/4 umsteigen muss?
    SAP hat die Pflege der Business Suite bis mindestens 2025 zugesagt. Und wenn ich wechseln muss, kann ich doch auch einen netten mittelständischen ERP-Anbieter wählen, der günstiger und besser ist als SAP – und mich vor allem zu nichts zwingen will

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