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Lünendonk-Studie 2019: Agile Transformation

[shutterstock.com: 713054371, 13_Phunkod]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Die Digitalisierung wie auch ein Hana- und S/4-Upgrade erfordern Stabilität und Agilität in gleicher Weise. Datenstrukturen gehören von den Algorithmen getrennt, damit eine Roadmap entsteht.

Das Thema Agilität ist derzeit in aller Munde. Aber wie steht es um die agile Transformation in deutschen Unternehmen? Marktforscher Lünendonk hat eine Studie zum Thema „Scalable Agility – von der agilen zur digitalen Transformation“ durchgeführt.

Die Studie zeigt, dass sich die beteiligten Unternehmen intensiv mit agilen Methoden auseinandersetzen. Positiv ist festzustellen, dass 67 Prozent der Unternehmen dem Change-Management und der Behaviour Transformation deutlich mehr Gewicht beimessen als in der Vergangenheit – eine sehr wichtige Voraussetzung, um den Switch zu selbstorganisierenden Einheiten und damit für eine agile Transformation zu meistern.

Die Kunst wird sein, die Erfolge, die man mit agilen Methoden gesammelt hat, auch auf andere Umfelder zu übertragen. Dafür müssen die Anwenderunternehmen wie SAP-Bestandskunden sich aber in vielen Punkten wandeln.

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Die agile Transformation ist heute kein reines IT-Thema mehr. Vielmehr sind die Mehrwerte agiler Methoden wie Nähe zum Kunden, schnelle Reaktionsfähigkeit auf Änderungen und kürzere Time-to-Market-Zeiten essenziell für das Business.

Die Ergebnisse zeigen, dass die agile Transformation in den meisten Unternehmen in vollem Gange ist. Der größte Teil der Studienteilnehmer (65 Prozent) verortet das eigene Unternehmen aktuell am Beginn der Umstellung.

Von den untersuchten 24 Großunternehmen und Konzernen haben laut den Studienteilnehmern jedoch nur 23 Prozent aktuell vollumfängliche agile Voraussetzungen.

BridgingIT Infografik FRAMEWORKS Studie Scalable Agility

Quelle: © 2019 Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Studie „Scalable Agility“

Die Studie zeigt, dass die Umstellung auf agile Vorgehensmodelle wie Scrum, SAFe oder LeSS eine durchaus komplexe und langfristige Reise darstellt. Mit der bloßen Einführung agiler Methoden ist es nicht getan.

Etwas problematischer scheint jedoch, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen überwiegend mit der bestehenden Mannschaft die agile Transformation schaffen möchte.

Vergleichsweise wenige Unternehmen (45 Prozent) setzen aktuell im Recruiting auf neue Rollen und Persönlichkeiten und nur 58 Prozent investieren in den Aufbau von Schulungs- und Trainingskapazitäten, um ihre Mitarbeiter bei der Umstellung auf agiles Arbeiten zu begleiten.

Dieser Wert sollte sich künftig aber erhöhen, um die notwendigen Change-Prozesse zu beschleunigen. Vielmehr müssen Organisation, Prozesse, Unternehmenskultur und Führungsinstrumente einen radikalen Wandel durchlaufen. Hier sind zukünftig vor allem die HR-Abteilungen gefragt, entsprechende Talente zu rekrutieren und den Change erfolgreich zu begleiten.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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