MAG 1902 Personal

Soft Skills und Fachkräftemangel

[shutterstock.com: 548542618, Connect world]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Die digitale Transformation gewinnt immer mehr an Bedeutung – umso wichtiger ist es, dass Organisationen ihre Mitarbeiter bei der Umstellung unterstützen.

Im Jahr 2019 werden Unternehmen in allen Sektoren einen großen Fokus auf das Training digitaler Fertigkeiten legen, insbesondere auf Bereiche wie Datenanalyse, Informatik und andere technische Fähigkeiten. Aber es geht nicht nur um digitale Fähigkeiten – es gibt auch einen steigenden Bedarf an Schulungen für Soft-Skills, um die digitale Transformation zu unterstützen.

Technologien wie AI, IoT und Blockchain gewinnen an Einfluss auf unsere Arbeitsweise. Angst vor dem Unbekannten löst für viele Mitarbeiter Bedenken hinsichtlich des Potenzials dieser neuen Technologien aus – bis hin zur Furcht, den Arbeitsplatz zu verlieren.

Es gilt zu vermitteln, dass diese Technologien Arbeitsplätze nicht „stehlen“, sondern Job-Profile verändern werden. Das Automatisieren von monotonen und profanen Prozessen gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, in neue und anspruchsvollere Rollen zu wechseln.

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Soft Skills, unsere menschlichen Fähigkeiten, wie Kreativität und kritisches Denken, werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. Der Mensch ist der Technik in diesen Bereichen noch immer überlegen und vorausschauende Organisationen erkennen den Wert dieser Kompetenzen und fördern sie, um sich auf die bevorstehenden Änderungen vorzubereiten.

Skills Gap und Fachkräftemangel

Der Mangel an IT-Fachkräften hat einen neuen Höchststand erreicht. In Deutschland gibt es derzeit 82.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem deutlichen Anstieg um 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2017 waren 55.000 Stellen vakant.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Digitalverbands Bitkom. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von mehr als 800 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen in Unternehmen aller Branchen.

Demnach konstatieren 82 Prozent aktuell einen Mangel an IT-Spezialisten. Vor einem Jahr waren es noch 67 Prozent. In den Unternehmen geht man davon aus, dass die Zahl unbesetzter Stellen weiter steigen wird.

Die Ausbildung und Umschulung von technischen Mitarbeitern wird eine der wichtigsten Aktivitäten sein, die Organi­sationen 2019 angehen können, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Um die Qualifikationslücken zu schließen, sind umfassende Fortbildungsmaßnahmen unerlässlich.

Diese sollten vor allem flexibel und praxisorientiert sein, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, Lerneinheiten in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Unternehmen, die keine Weiterbildungsmaßnahmen in Betracht ziehen, riskieren in naher Zukunft nicht mehr über notwendige Qualifikationen innerhalb ihrer Belegschaft zu verfügen und somit die Marktanforderungen nicht erfüllen zu können. Fähige Mitarbeiter sind nach wie vor das wichtigste Kapital jedes Unternehmens.

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Unternehmen (Gesamtwirtschaft) ab drei Mitarbeitern in Deutschland. Quelle: Bitkom Research

Personalsuche schwierig

Die Personalsuche gestaltet sich langwierig. Im Durchschnitt dauert es fünf Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen.

„Quer durch alle Branchen werden IT-Spezialisten händeringend gesucht“

sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

„Auch in vielen klassischen Berufen steigen die Anforderungen an die Digitalkompetenz. Diese Entwicklung zeigt sich in der rasant wachsenden Zahl vakanter IT-Jobs.“

Die Besetzung von IT- Stellen scheitert vor allem am Geld, aber auch an fehlender Qualifikation und Kompetenz. So lässt die starke Nachfrage nach IT-Spezialisten auch die Gehaltsvorstellungen der Bewerber steigen.

Drei von vier Unternehmen erklären, die Bewerber forderten zu viel Gehalt. Vier von zehn bemängeln fehlende fachliche Qualifikation, gut ein Drittel vermisst Soft Skills wie etwa Sozialkompetenzen.

Bei der Personalsuche allgemein setzen die Unternehmen vor allem aufs Internet. 92 Prozent veröffentlichen Job-Angebote auf der eigenen Webseite. Für das künftige Recruiting werden in den Erwartungen der Unternehmen Online-Medien und direkte Kontakte immer wichtiger. Dagegen werden klassische Kanäle wie Zeitungen an Bedeutung verlieren.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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