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Digitalisierung jenseits von Prozessen

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Geschrieben von E-3 Magazin

War das Management von SAP-Applikationen bislang prozess- und Governance-getrieben, muss es aufgrund der digitalen Transformation nun auch die Modernisierung an sich unterstützen.

Die Studie „Application Management in Europa“ gibt Einblick in den Status quo und künftige Entwicklungen im Bereich SAP Application Management. Hierfür befragten die Analysten von PAC europaweit Führungskräfte großer Unternehmen aus dem Bereich SAP-IT.

Für 96 Prozent der Befragten stellt die eigene SAP-Landschaft aufgrund des hohen Individualisierungsgrades und getätigter Anpassungen eine Herausforderung dar.

Da ein Großteil der Unternehmen viele verschiedene Cloud-Anwendungen und Bereitstellungsmodelle parallel nutzt oder nutzen wird, hat dies zusätzlich eine komplexe Integration und Verwaltung dieser Lösungen zur Folge.

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Für 91 Prozent der Befragten stellt die Komplexität hybrider IT-Landschaften eine Herausforderung dar. Solche hybriden IT-Landschaften umfassen oft Legacy-IT, Private- und Public-Cloud- Modelle sowie eigenständig betriebene und (out)gesourcte Infrastrukturen.

Dies alles erfordert eine konsistente Ende-zu- Ende-Governance, Compliance und Sicherheit über eine Vielzahl von verschiedenen Anwendungen und Infrastrukturplattformen.

Am weitesten verbreitet sind nach wie vor die „älteren“ ERP-Systeme (R/3, ERP/ECC 6.0). Ein großer Teil der Befragten (49 Prozent) betreibt außerdem derzeit eine SAP-CRM-Lösung.

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Aber auch Cloud-Applikationen sind für viele der Befragten alltäglich geworden. Eine Vielzahl (39 Prozent) gibt an, die Cloud-Variante von SAPs neuer ERP-Suite S/4 implementiert zu haben.

56 Prozent gaben an, SAP Cloud Platform und SAP Leonardo bereits zu nutzen oder deren Einsatz zu planen. Bei SAP Analytics Cloud sind es 53 Prozent.

Viele Unternehmen nutzen zudem Lösungen zur Unterstützung separater Prozesse, wie z. B. Ariba für Einkauf und Beschaffung (63 Prozent) oder SuccessFactors für das Human Capital Management (77 Prozent).

In den vergangenen Jahren sorgten insbesondere der Kostendruck, aber auch der Personalmangel innerhalb Europas zu einer erhöhten Nachfrage nach Dienstleistungen aus Off- und Nearshoring-Standorten.

79 Prozent der Studienteilnehmer gaben entsprechend an, sie würden Near­shore-Ressourcen nutzen. Offshoring wird von 69 Prozent der Unternehmen eingesetzt.

Wobei die Erfahrungen mit Nearshoring positiver zu sein scheinen: Von den Unternehmen, die Nearshore-Ressourcen einsetzen, sind 46 Prozent überzeugt, dass dieser Anteil in den kommenden Jahren steigen wird. Zunehmende Konkurrenz erfahren Off- und Nearshoring durch die Automatisierung.

41 Prozent der Teilnehmer nutzen für das Management ihrer SAP-Systeme bereits Automatisierung oder auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Technologien oder planen, dies zu tun. Gleichzeitig haben 46 Prozent Interesse am Einsatz dieser Technologien in ihrer Organisation.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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