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Neuer Voice-Service (8400 Euro/Jahr) bringt Überblick im Lizenzdschungel

[shutterstock.com: 174201335, Sergey Nivens]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Es ist fast unmöglich, den Überblick bei Vertrags- und Lizenz-bestimmungen der SW-Hersteller zu behalten. Nun soll der Dschungel bei IBM, Microsoft, Oracle und SAP gerodet werden.

Mit dem Vendor Observer Competence Center (VOCC) bietet Voice e. V. ab sofort einen Service an, der Lizenzinformationen transparent aufbereitet und zudem eine Plattform für den vertraulichen Erfahrungsaustausch anbietet.

Fachlich wird der Bundesverband dabei vom Software-Asset-Management-Spezialisten Complion AG und rechtlich von der internationalen Anwaltskanzlei Osborne Clarke unterstützt.

In seiner ersten Ausbaustufe konzentriert sich das VOCC auf die Anbieter IBM, Microsoft, Oracle und SAP. Patrick Quellmalz, Geschäftsführer von Voice CIO Service bringt den Nutzen des neuen Service auf den Punkt:

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„VOCC hilft Anwenderunternehmen, auch in dynamischen Umfeldern korrekt zu lizenzieren, und schützt sie gleichzeitig vor ungerechtfertigten Forderungen der Softwareanbieter.“

Anfragen und Audit-Forderungen von Softwareherstellern, ob man ausreichend lizenziert sei, treiben IT-Verantwortlichen und Einkäufern in Anwenderunternehmen regelmäßig die Schweißperlen auf die Stirn.

Lizenzbestimmungen ändern sich häufig und sind zum Teil selbst bei Produkten vom gleichen Hersteller verschieden. Da fast alle Unternehmen Produkte und Services mehrerer Anbieter einsetzen und inzwischen häufig auch Cloud-Services unterschiedlicher Provider nutzen, ist eine schnelle Antwort auf die Frage des Vendors nach der korrekten Lizenzierung und Vertragsnutzung oft alles andere als einfach.

Quellmalz-P

Zumal die Nutzungssituation bei Anwendern auch sehr dynamisch sein kann. Bei größeren Unternehmen gibt es eigene Spezialisten, die mithilfe sogenannter Asset Management Software versuchen, den Überblick im Lizenzdschungel zu behalten.

Aber auch sie sind damit nicht automatisch lizenztechnisch auf der sicheren Seite. Häufig lässt sich für einzelne Unternehmen nicht bewerten, wann und wo sie in ein Lizenzrisiko laufen.

Die diesbezügliche Kommunikation der Softwarehersteller ist mitunter recht kryptisch und zum Beispiel in puncto indirekter Nutzung, der Bewertung virtueller Maschinen oder der Nutzung von Cloud-(Micro-)Services alles andere als eindeutig.

Ab sofort bietet Voice e. V. deshalb mit dem Vendor Observer Competence Center (VOCC) einen Service an, der alle am Markt verfügbaren Informationen zu Produkt-, Vertrags- und Lizenzbestimmungen sammelt und sie verständlich aufbereitet.

Ebenfalls zu VOCC gehört eine monatliche telefonische Lagebesprechung, in der sich die Mitglieder untereinander vertraulich austauschen. Außerdem informiert der Service seine Bezieher über ihr jeweils aktuelles Lizenzrisiko. Die Zahl der beobachteten Anbieter soll innerhalb der kommenden neun Monate auf zehn erhöht werden.

Auf diese Weise deckt VOCC große Bereiche des Lizenzgeschehens ab und kann seine Kunden wirksam unterstützen. Der Service ist zunächst ausschließlich für Voice- Mitglieder beziehbar. Für sie kostet er 8400 Euro pro Jahr.

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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