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Goldener Fallschirm

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SAP-Chef Bill McDermott und Finanzvorstand Luka Mucic müssen jetzt nach 2015 das zweite Mal in der SAP-Firmengeschichte den goldenen Fallschirm auspacken.

Die „Cloud First“-Strategie und die unüberlegten sowie teuren Zukäufe, siehe Qualtrics, haben SAP an den Abgrund gebracht. Über 4000 Mitarbeiter sollen das Unternehmen verlassen.

Die jüngsten Bilanzzahlen deuten auf turbulente Zeiten hin. Hat Bill McDermott das Lebenswerk von Hasso Plattner an die Wand gefahren?

Tatsache ist, dass die Cloud-Strategie von McDermott dem Konzern sehr viel Geld gekostet hat. Wenn die Hyperscaler weiter ihre Cloud-Preise senken und das Service ausbauen, bleibt für SAP kaum mehr Platz übrig:

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Wer kauft Rimini Street und Suse Linux, um ein nahtloses SAP-Service für Server, Storage, Datenbank und Applikationen inklusive Pflege und Service anzubieten? AWS, Google, Microsoft, Telecom, Alibaba, IBM, Huawei etc.

Mit Qualtrics, Cloud, Interoperabilität (indirekte Nutzung), Hana oder aufgrund der zahlreichen „Viertel“-Produkte (S/4, BW/4 und C/4) steht SAP auf tönernen Füßen.

McDermott und Mucic verschieben den Focus auf die Mitarbeiter und eine überfällige Reorganisation. Dafür packen sie jetzt die goldenen Fallschirme aus. Nebenbei will Bill McDermott weiter in „Technologie“ investieren, wie er anlässlich der SAP-Bilanzpressekonferenz erklärte:

Machine Learning, IoT, Künstliche Intelligenz, Blockchain und natürlich Quantencomputer – so, als gäbe es in der SAP-Community keine anderen Probleme, oder?

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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