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Trusted Technology Advisor

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In einem SAP-Pressegespräch Mitte Juli skizzierte Technikvorstand Bernd Leukert das Einsatzspektrum von Leonardo – das SAP´schen Framework, das zuerst ein IoT-Baukasten für Industrie 4.0 war und jetzt eine Büchse der Pandora, in der sich von IoT bis Machine/Deep Learning alle neuen Technologietrends finden sollen.

Und Leonardo ist natürlich kein fertiges Produkt, sondern ein Framework zur Bewältigung der digitalen Transformation. Somit kann es laut Bernd Leukert auch nicht verkauft und lizenziert werden.

SAP will gemeinsam mit seinen Bestandskunden neue und innovative Lösungen entwickeln. Leonardo soll dafür das Grundgerüst darstellen und SAP ist der Trusted Technology Advisor. Reich werden will man mit dem Umstand, dass ein Prozentsatz des Umsatzes, den diese Lösungen generieren, an SAP fließt.

Die von Leukert präsentierte Idee hat natürlich Vor- und Nachteile, aber was schwerer wiegt, dieses Konzept richtet sich gegen langjährige Freunde und Weggefährten der SAP.

Auch R/3 mit Abap war einem Framework nicht unähnlich. Während aber SAP fleißig und erfolgreich programmierte, überließ man den Partnern und Beratern das Customizing – das Finden optimaler Lösungen auf Basis von R/3. Accenture & Co. sind dadurch groß und reich geworden, indem sie die Trusted Advisors der SAP-Community waren.

Nun will SAP selbst den sehr lukrativen Teil des Customizings von Leonardo übernehmen. Vielleicht eine gute Idee – in jedem Fall aber eine Idee mit Konfliktpotenzial.

Mehr zur Neuausrichtung der SAP im Bereich Leonardo (IoT bis machine Learning) im E-3 September ab Montag, 28. August.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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