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Open-Source-Denke

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Johann Wolfgang von Goethe schrieb im ersten Teil von Faust als Abspann zum Hexeneinmaleins: Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen!

Nun hören die SAP-Bestandskunden immer mehr Begriffe aus der Open-Source-Szene und denken sich vielleicht, dass letztendlich auch SAP ein offener, partnerschaftlicher und transparenter Konzern wird.

Weit gefehlt – natürlich schmückt sich SAP mit den Begrifflichkeiten aus der hippen Non-Profit-Community, aber man agiert nicht in diesem Sinne.

Die Begriffe wie Hadoop, OpenStack, Cloud Foundry und Apache Kafka werden lediglich zu Verschönerung der eignen Keynotes verwendet – wie wieder einmal auf dem DSAG-Jahreskongress passiert ist:

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Dort sprach SAP-Technikvorstand Bernd Leukert von (Apache) Kafka und (SAP) Vora, wie auch im DSAG-Download der Präsentation nachzulesen ist. Auf GitHub, wo der Kafka-Code zum Download bereitsteht, ist jedoch angemerkt, dass die Kafka-Unterstützung für Vora erst nachgeliefert wird und eben noch nicht verfügbar ist.

Was nun? In der Open-Source-Community ist man eine ehrliche, offene und transparente Kommunikation gewöhnt – das muss SAP noch lernen, damit die Bestandskunden glauben können, was sie hören.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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