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Alle Wege führen nach Rom

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„Schon wieder ein neues SAP-Produkt, das es zu evaluieren gilt“, begrüßte mich vor ein paar Wochen einer meiner besten Freunde aus der SAP-Community.

Er war bei einer SAP-Präsentation in Wien, wo SAP Data Hub vorgestellt wurde. Das wirkliche Problem aber liegt wo anders: Erstens ist SAP Data Hub kein neues Produkt, zweitens ist der Mehrwert dieses Produktes in einer funktionierenden Infrastruktur mit NetWeaver XI und MDM noch nicht verifiziert und drittens haben vor wenigen Wochen Adobe, Microsoft und SAP schon wieder ein neues Konzept präsentiert, mit dem sich Data-Hub-ähnliche, flexible Datenverarbeitungspipelines erstellen lassen.

Nun mag es schon stimmen, dass alle Wege nach Rom führen – aber ganz eindeutig ist der SAP-Bestandskunde momentan mit den disruptiven Innovationen überfordert.

Orientiert man sich an Professor Clayton M. Christensen von der Harvard Business School und seinem Klassiker „The Innovator ́s Dilemma“ sollten führende Konzerne, wie SAP, ohnehin die Finger von disruptiven Innovationen lassen – das ist nur etwas für Start-ups.

Dennoch gibt es laut SAP-Aussage wieder eine neue Version des Data Hubs, der eine „Komplettlösung zur Orchestrierung der Datenverarbeitung“ darstellen soll. Ob dieser erweiterte Weg nach „Rom“, neben vielen anderen, die digitale Transformation bei den SAP-Bestandskunden wirklich nach vorne bringt, ist zu bezweifeln.

Hilfreich wäre eine Konsolidierung aller Exchange-Infrastruktur- und Data-Hub-Bemühungen sowie MDM-Lösungen (Master Data Management). Das aber ist ein ganz anderer Weg, den SAP noch finden muss.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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