Coverstory 1812 MAG 1812

Gemacht für den Hybrid-Cloud-Einsatz

[shutterstock.com: 1027335421, LuckyStep]
Geschrieben von Friedrich Krey, Suse

Im Rahmen von Hybrid-Cloud-Szenarien ist es von Vorteil, Komponenten zu nutzen, die eine Technologiekonsistenz sicherstellen. Mit Suse Linux Enterprise for SAP werden Deployments und Transitions von SAP-Anwendungen sowohl on-premise als auch off-premise unterstützt.

Beim On-premise-Einsatz von Hana oder Hana-basierten SAP-Lösungen wie etwa S/4, BW/4 oder C/4 stellt bekanntlich die Open-Source-Betriebssystemplattform Linux mit eine zentrale Systemkomponente dar, die von SAP vorgegeben ist. Andere Open-Source-Lösungen wie etwa Cloud Foundry (PaaS) oder OpenStack (IaaS) werden von SAP ebenfalls verstärkt eingesetzt oder präferiert.

Im Zusammenhang mit Linux gilt Suse Linux Enterprise Server in der Ausprägung „for SAP Applications“ als bevorzugte und empfohlene OS-Plattform, mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent – hierfür hat Suse auch den SAP-Hana-Innovationspreis 2017 erhalten.

Die hohe Marktdurchdringung begründet sich insbesondere dadurch, dass SLES for SAP Applications zahlreiche Zusatzfunktionen speziell für den Mission-critical-SAP-Einsatz bereitstellt, die exklusiv in Zusammenarbeit mit SAP (Co-Innovationspartnerschaft) entwickelt wurden. Und zwar sowohl für den SAP-Klassik-Einsatz mit Any-DBs als auch besonders für die SAP-Hana-Nutzung.

On-Premise…

Mit der aktuellen Version 15 von SLES for SAP werden von Suse Deployments und Transitions von businesskritischen Work-loads und Anwendungen sowohl on-premise als auch off-premise auf Pu­blic-Cloud-Umgebungen unterstützt.

Da­rüber hinaus stellt sie eine sogenannte multimodale Betriebssystemplattform dar, in der traditionelle Infrastrukturen, Software-definierte Infrastrukturen (SDI) und anwendungsorientierte Architekturen in Koexistenz betrieben oder genutzt werden können. Und zwar auf der Basis einer einheitlichen Code-Basis.

Ferner konnektiert SLES 15 for SAP Applications containerisierte und traditionelle Entwicklungsumgebungen, inklusive der Kombination von Legacy-Anwendungen und Microservices.

Friedrich-Krey

Außerdem wartet die Version mit Verbesserungen auf in den Bereichen: Minimierung von Downtimes, Optimierung der Systemperformance oder vereinfachtes Deployment und Managen von SAP-Hana-Systemen.

Übrigens setzt SAP selbst mehrere Suse-SDI-Lösungen ein, so beispielsweise bei der SAP Hana Enterprise Cloud (HEC), bei der SAP Cloud Platform (SCP) oder bei der Bereitstellung von S/4 Hana Public Cloud.

Zu den SDI-Open-Source-Lösungen von Suse für den SAP-Einsatz zählen neben SLES for SAP Applications (mit der HA-Cluster-Lösung Suse HAE auf Basis der Open- Source-Lösung Pacemaker):

Suse Open-Stack Cloud (Private Cloud/IaaS), Suse Cloud Application Platform (PaaS mit Cloudfoundry), Suse CaaS Platform (Con­tainer Management mit Kubernetes), Suse Enterprise Storage (Ceph) oder Suse Manager (Enterprise System Management).

…und Off-Premise

Aus Infrastruktursicht ist es natürlich von Vorteil, im Rahmen von Hybrid-Cloud-Szenarien Systemkomponenten nutzen zu können, die eine Technologiekonsistenz und somit eine Standardisierung gewährleisten oder sicherstellen.

Herausragend ist hierbei, dass mit einem Plattformstandard die Aufwendungen in hybriden Umgebungen so gering wie möglich gehalten und die Agilität nach vorn getrieben werden können. Neben der Tatsache, Mission-­critical-SAP-Anwendungen schneller und effizienter bereitzustellen.

Im Zusammenhang mit Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications und weiteren Suse-Lösungen ist dies gegeben. Bereits früh – und quasi im Gleichschritt mit SAP – hat Suse das Thema Public Cloud adressiert. Alle Public-Cloud-Partner von SAP sind Partner von Suse, darunter auch Google mit der Google Cloud Platform (GCP).

Praktisch zeitgleich mit SAP war SLES for SAP Applications seit Mitte vergangenen Jahres auf der Google Cloud Platform verfügbar. Somit lassen sich hierüber SAP Hana Workloads via GCP betreiben beziehungsweise nutzen. Etwa im Rahmen von Infrastructure as a Service (IaaS).

Konkret handelt es sich hierbei um SLES for SAP Applications inklusive der HA- und Clustersoftware Suse High Availability Extension (HAE) sowie der Funktionalität Suse Live Patching. Außerdem der Suse Manager als Monitoring und Enterprise-­Systemmanagement-Software. Und zwar in derselben Ausprägung wie bei On-Premise.

SLES for SAP als Betriebssystemplattform für Hana und Hana-basierte SAP-Anwendungen sind optimal aufeinander abgestimmt, um Mission-critical- oder Business-critical-SAP-Anwendungen zu betreiben. Sowohl in puncto Performance als auch in Sachen Skalierbarkeit, Security oder Verfügbarkeit.

Suse HAE in Verbindung mit der SAP- System-Replication ist in der Lage, eine automatisierte High-Availability für Hana und Hana-basierte Anwendungen in einem System-Cluster (2-Nodes/N-Nodes) sicherzustellen und damit im Fall der Fälle die SAP-Nutzung zeitnah wieder zu gewährleisten.

Mit Suse Live Patching lassen sich Security Patches im Linux-Kernel installieren, ohne dass das System neu gestartet werden muss. Anwendungen laufen weiter, während der Linux-Kernel für kritische Updates gepatcht wird.

Mit Suse Live Patching lässt sich somit die Verfügbarkeit optimieren. Dadurch ist es möglich, dass sich trotz Patching weiterhin alle geschäftskritischen Anwendungen ausführen lassen – auch jene, welche die In-memory-Datenbank Hana nutzen – beziehungsweise dass der Kernel auch außerhalb der Wartungsfenster gepatcht werden darf, was für dringende Sicherheits-Patches interessant sein kann.

Und mit dem Suse Manager können Hana-Umgebungen mit einem erhöhten Automatisierungsgrad verwaltet, überwacht und gesteuert werden, inklusive einer Automatisierung in Sachen Infrastruktur-Patches und -Updates.

Erstens sorgt der Suse Manager ganz wesentlich dafür, dass sich die Komplexität von Hana-­Umgebungen signifikant minimiert. Und zwar, weil von einer zentralen Stelle aus alle Komponenten und Elemente der Infra­struktur und deren Patch- und Update-Status sowie Gesamtsysteme an sich gemanagt werden können.

Zweitens lassen sich damit einzelne für den Enter­prise-Betrieb erforderliche Umgebungen (für zum Beispiel Entwicklungs-, Test-, QA- und Produktivsysteme) punktgenau steuern.

Drittens ist es mit dem Suse Manager möglich, Compliance-Anforderungen, wie etwa im Security-Umfeld (Einbindung auch von Suse Live Patching möglich), vereinfacht umzusetzen oder die Einhaltung von Compliance-Vorgaben nachzuweisen.

Last, but not least ergeben sich deutliche Kostenvorteile, weil vor allem händische und wiederkehrende Arbeiten und erforderliche aufwändige Kapazitäten/Ressourcen für das Plattformmanagement gesenkt werden.

Dabei ist das Management über alle Hypervisoren und auch in gemischten Umgebungen möglich – nativ und virtualisiert. Sowie on-premise und off-premise beziehungsweise auf Public-­Cloud-Plattformen.

Automatisierung und Kosteneinsparungen

Wichtig zudem: Das Suse-Agreement mit Google als Public-Cloud-Serviceprovider beinhaltet einen entsprechenden Suse-­Google-Support. Der Support für die Google Cloud Platform gibt Unternehmen eine Flexibilität an die Hand, genau die Bereitstellungsmethode zu wählen, die ihre jeweiligen Anforderungen mit der führenden Linux-Betriebssystemplattform für Hana und S/4 abdeckt.

Unterstützt werden somit SAP-Kunden vorteilhaft, ihre Mission-critical-Anwendungen bedarfsgerecht, effizient und sicher zu betreiben – on-premise und Private Cloud oder gepaart in einer SAP Hybrid Cloud mit Public-­Cloud-Verwendung, wie etwa der Google Cloud Platform.

Suse stellt als Open-Source-Innovator und SAP-Co-Innovationspartner mehrere wichtige Komponenten für den Enterprise-­Einsatz von Hana sowie S/4 bereit. Suse-­Lösungen erfüllen alle neuzeitlichen Anforderungen an eine Data Center Readiness mit ausgeprägter Funktionalität, die auf die Notwendigkeiten oder Erfordernisse von SAP-Kunden hin optimiert ist. Und zwar insbesondere durch Komplexitäts­reduktionen, Kostenminimierungen oder durch Bereitstellung verlässlicher und innovativer Services.

https://e-3.de/partners/suse-linux-gmbh/

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Zwei Dekaden SAP und Linux

2019 feiert das SAP Linux Lab sein 20-jähriges Bestehen. Etliche Innovationen oder Entwicklungen sind hieraus über die Jahre hinweg hervorgegangen.

So etwa, dass Linux heute das einzige und vorgegebene Betriebssystem ist, das zusammen mit Hana oder SAP-Hana-basierten Anwendungen läuft. Von Anfang an war Suse mit von der Partie und fungierte als SAP-Co- Innovationspartner bei der Entwicklung von SAP Hana.

In den vielen tausend Einsätzen hat sich Suse Linux Enterprise Server for SAP-Applications bewährt und gilt als empfohlene und bevorzugte Betriebssystemplattform für SAP Hana, sowohl im X86-Intel- als auch im IBM-Power-Umfeld.

Dabei hat Suse auch den SAP-Schwenk in Richtung Cloud-Computing früh unterstützt oder Entwicklungen betrieben und ist damit in der Lage, Suse-Lösungen sowohl on-premise als auch auf Public-Cloud-Plattformen mit einer einheitlichen Code-Basis bereitzustellen, was in dieser Art und Weise ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Über den Autor

Friedrich Krey, Suse

Friedrich Krey ist Head of SAP Alliances and Partners EMEA Central
SUSE Linux GmbH sowie einer unserer geschätzten E3 SAP Community Magazin Kolumnisten.

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