Coverstory 1810 MAG 1810

S/4-Leuchtturmprojekt

[shutterstock.com: 790999882, fotogestoeber]
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Anfang des Jahres haben sich die Stadtwerke Pforzheim auf der Suche nach einer zukunftsfähigen ERP-Lösung für S/4 Hana entschieden. Das Projekt soll bereits nach einem Jahr erfolgreich abgeschlossen sein. Die Umstellung bedeutete auch eine Neudefinition der Ablauforganisation.

Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) setzen sich seit geraumer Zeit in einem Strategieprozess mit der Aufgabe auseinander, wie sie als regionaler Versorger zukunftsfähig bleiben. Ein zen­traler Bestandteil dieses Strategieprozesses ist, eine zukunftsfähige IT-Landschaft aufzubauen, die ein wichtiger Bestandteil für die Umsetzung der Unternehmensstrategie ist.

„Mit der IT-Neuausrichtung richten wir das Unternehmen auf die Zukunft aus“

sagt Roger Heidt, Vorsitzender der SWP-Geschäftsführung. Für die Umsetzung der S/4-Hana-Einführung haben die SWP gerade mal ein Jahr veranschlagt. Für die IT-Neuausrichtung ist deutlich mehr Zeit vorgesehen.

Wichtige Erfolgsfaktoren sind eine sehr gute und langwierige Vorbereitung auf Kundenseite und das Branchen-Know-how des IT-Partners Gisa. Das Projekt geht derzeit in die Zielgerade.

Anfang 2019 soll S/4 Hana dann bei den Stadtwerken als neues ERP-System zur Verfügung stehen. Bereits 2014 wurde die hardware-seitige Umstellung der IT mit Server, Storage, Netzwerkkomponenten und Betriebssystemen inklusive eigenen redundanten Datacenters umgesetzt.

Bevor die Entscheidung für ein neues ERP-System fiel, hatten die SWP eine umfassende IT- und Prozesslandkarte erstellt und Anforderungen für die IT-Anwendungslandschaft der nächsten Jahre definiert.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen effizient in einer Prozesslandschaft arbeiten, die optimal auf die Wertschöpfungskette abgestimmt und systemseitig größtmöglich integriert ist“

so fasst Brita Kroslid, Programmleiterin bei den SWP, den Nutzen zusammen.

Michiel-van-Aart

S/4-Beratungssystem statt Powerpoint

Die Stadtwerke Pforzheim waren optimal vorbereitet. Mit einem großen Wirtschaftsberater an ihrer Seite wurde ein Vorprojekt durchgeführt, um alle prozessualen Notwendigkeiten zu durchleuchten.

Ergebnis war eine umfassende IT- und Prozesslandkarte, mit der die Anforderungen für die IT-Anwendungslandschaft der nächsten Jahre definiert wurden. Die Ausschreibung war in den Fachthemen sehr detailliert.

So konnte Gisa schon bei den ersten Terminen ihre Lösungen für die geforderten Fachthemen zeigen. Gisa war ebenfalls gut vorbereitet. Für die Demonstration möglicher Lösungen konnte man auf ein vorbereitetes S/4-Beratungssystem zurückgreifen.

Mit diesem TemplateVorgehen für S/4-Migrationen für Energieversorger überzeugte Gisa die SWP letztendlich. Zum Beispiel mit Blick auf das für die Branche sehr wichtige Unbundling- Thema.

Der Kunde forderte Gisa damals auf:

„Zeigt mal bitte, wie ihr eure SAP-Lösung in S/4 Hana bauen wollt.“

Dazu konnte der SAP-Dienstleister sein EVU-Tem­plate sofort nutzen.

Organisationsprojekt S/4-Einführung

Michael Räbiger, Senior Solution Architect bei Gisa, ergänzt:

„Ausgeschrieben war nur ein ERP. Die Entscheidung für S/4 Hana wurde letztlich gemeinsam getroffen. Unser Ziel der integrierten Prozesse zog eine Neudefinition der Ablauforganisation und der Werteflüsse für viele Kernprozesse nach sich. Denn jede Transformation ist nicht nur ein IT-, sondern ein prozessorientiertes Organisationsprojekt.“

Im Fokus standen sämtliche Finanz-, Controlling- und Logistikprozesse. Im Bereich Rechnungswesen konnte Gisa mit der Verwendung der S/4-Funktionen Neues Hauptbuch und Online-Belegsplit die Erstellung vollständiger Teilbilanzen/GuV je Tätigkeitsbereich erreichen, ohne das Unternehmen technisch in mehrere Buchungskreise teilen zu müssen.

Ob Warenwirtschaft, Instandhaltung oder Investitionsprozess – in jedem Fall berücksichtigt die Gisa-Lösung die hohen Regulierungsanforderungen für Netzbetreiber. Auch die Möglichkeit von S/4 für ein spezialisiertes Reporting konnten genutzt werden. Man entschied sich letztendlich für eine individuelle On-premise-Lösung, die bei Gisa betreut wird.

Integriertes System für Versorger

Michael Räbiger von Gisa lobt die Offenheit des SAP-Modells:

„Das Ziel einer höheren Effizienz erforderte auch den Einsatz spezialisierter Lösungen. Zusätzlich zum neuen Kern haben wir beispielsweise für das Workforce Management die Software ClickSchedule eingesetzt. Für die mobile Bearbeitung von Wartungsaufträgen kam andererseits iMAM von Wessendorf zum Einsatz.“

Neu für den Anwender: Anders als bisher geht nun der Prozess durch alle Abteilungen. Alles ist durchgängig im SAP abgebildet: vom Investitionsprogramm bis zum einzelnen Arbeitsauftrag ist alles vernetzt. Michael Räbiger sieht in der effektiven Integration von S/4 Hana den großen Vorteil für die Branche der Energieversorger.

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Über den Autor

Michiel van Aart Michiel van Aart, Gisa

Michiel van Aart ist Leiter der SAP-Beratung bei Gisa.

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