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Digitalisierung pragmatisch

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„Digitale Transformation“ gibt es seit etwa fünf Jahren. Die ersten Versuche waren techniklastig. Mittlerweile hat sich Pragmatismus eingestellt. Über die Werte der Digitalisierung sprachen wir mit Tangro-Gründer und -Geschäftsführer Andreas Schumann sowie den Tangro-Entwicklungsleitern Andreas Krings-Stern (l.) und Alexander Oberle (r.).

Pragmatismus bedeutet auch, das Gute zu bewahren und IT als Mehrwert zu sehen und nicht als Werkzeug um ihrer selbst willen. Eine pragmatische digitale Transformation ist eine große Herausforderung und bedarf sehr viel „Lebenserfahrung“.

Der Wunsch, etwas zu ändern, weil man es kann, ist oft groß. Die Frage lautet demnach, wie sinnvoll und nachhaltig die Änderung ist. Die verfügbare IT bietet ein gewaltiges Potenzial.

Man sollte sich aber bewusst machen: Wenn die digitale Transformation ein Menü mit sieben Gängen ist, sind wir heute gerade beim Gruß aus der Küche angelangt.

Alt & Neu vereinen

Andreas Schumann, Gründer von Tangro, einem Lösungsanbieter für Dokumenteneingangsverarbeitung in SAP, kann pragmatisch an die aktuellen Herausforderungen herangehen, weil er die Lebenserfahrung aus zahlreichen vorangegangenen Transformationen besitzt.

„Bei meinem ersten großen Kunden, der Firma Nestlé, hatte man den Wunsch, die Vorteile der eigengestrickten Auftragserfassung zu erhalten. Der letzte Vollmatrose aus der Auftragsentwicklung ging vom Schiff – und Nestlé hatte ein Problem.

Man wollte die Funktionen im SAP-System wiederfinden. Das war z. B. die Erfassung von vier Artikeln pro Position, das Beladen des Lkw schon bei der Auftragserfassung vorzudenken etc.“

Damals wie heute sind es demnach die Geschäftsprozesse und erst dann die Informationstechnologie. Andreas Schumann sah das als Chance, seine Konzepte in einem Kundenszenario umzusetzen:

„Das Schwerste war es, Nestlé davon zu überzeugen, dass eine kleine Softwarefirma das leisten kann, was die große SAP ablehnte, umzusetzen.

Da half mir auch meine SAP-Vergangenheit und die Unterstützung durch einen SAP-Kollegen, der an mich glaubte, und schließlich ein furchtloser Nestlé-Verantwortlicher.“

Die Affinität zu SAP ergab sich durch eine Anstellung in Walldorf, aber ein ausgeprägter Berufswunsch war es nicht.

„Als Jugendlicher habe ich an alles gedacht, nur nicht, was ich mal machen will. Damals war der Sport, insbesondere Fußball und Tischtennis, mein Lebensinhalt.“

Bei SAP war der Beginn dann ähnlich sportlich:

„Bei meinem Einstellungsgespräch mit Herrn Hopp kamen wir gleich aufs Tennis zu sprechen. Später hatte ich hin und wieder die Gelegenheit, mit Herrn Hopp und Herrn Plattner zu spielen.

Das waren neben den ,berühmten‘ Tennismatches zwischen Herrn Hopp und Herrn Plattner natürlich die echten Highlights. Die Herausforderung bestand auch schon mal, einem fliegenden Schläger von Herrn Plattner auszuweichen.“

Die Lehr- und Wanderjahre bei SAP waren für den späteren Tangro-Gründer hilfreich und vorherbestimmend:

„Ich begann bei SAP in der Entwicklung. Generell herrschte bei SAP ein sehr angenehmes Klima. Anfangs programmierten wir noch in Assembler. Ich habe viel gelernt, insbesondere, wie wichtig Integration ist und wie komplex Anwendungen werden können.

Nach einigen Jahren in der Anwendungsentwicklung kam das Thema EDI auf. Ich übernahm eine Stabsfunktion, bei der ich alle EDI-Aktivitäten der SAP anwendungsübergreifend koordinieren durfte.“

Das Thema war damals neu und innovativ: EDI-Nachrichten bestehen bis heute aus vielen Segmenten wie Adresse, Lieferkonditionen, Zahlungsbedingungen etc., die in vielen verschiedenen Nachrichten wiederverwendet werden – sei es in einer Bestellung, einem Lieferavis oder einer Rechnung.

„Diese Methode inspirierte mich zu der Idee, Anwendungen aus Softwarebausteinen zusammenzusetzen – aus Bausteinen, die man wiederverwenden kann, ohne jedes Mal das Rad neu zu erfinden – das war die Geburtsstunde der späteren Tangro-Architektur und -Plattform“

beschreibt Andreas Schumann im E-3 Interview seinen IT-Erkenntnisprozess.

„Leider oder Gott sei Dank konnte ich niemanden von der SAP überzeugen, diesen Ansatz für die Entwicklungsumgebung der SAP aufzugreifen.

Da ich die Idee aber auf keinen Fall aufgeben wollte, machte ich mich auf, meinem Ziel zu folgen, und stürzte mich ins Abenteuer der Selbstständigkeit und später in das der Firmengründung.“

Andreas Krings-Stern, Entwicklungsleiter Web-Anwendungen bei Tangro, weiß, dass das EDI-Thema von damals pragmatisch betrachtet heute noch genauso seine Gültigkeit hat:

„Auch wenn das Thema Digitalisierung momentan in aller Munde ist – die Idee ist keineswegs neu. Der Austausch strukturierter elektronischer Geschäftsdaten findet per Electronic Data Interchange bereits seit Jahrzehnten statt.“

Andreas Schumann

Tangro-Gründung

„Die Namensgebung war im Übrigen von der Softwarearchitektur beeinflusst, von Bausteinen, die man wiederverwenden kann“

erklärt Schumann.

„Es gibt das asiatische Spiel Tangram. Dort kann man aus Dreiecken unterschiedliche Figuren zusammensetzen. Aus Tangram wurde der Kunstname Tangro.

Wenn man die Prozesse eines Unternehmens analysiert, sieht man rasch, dass es immer wieder Lücken und Medienbrüche gibt“

beschreibt Andreas Schumann das reale IT-Umfeld:

„Das wollten wir verbessern.“

Es ging und geht aber nicht nur um Automation. Es geht Andreas Schumann auch darum, wie man dieses Ziel möglichst effizient erreicht. Dabei spielen die Wiederverwendung von Softwarebausteinen und die Modellierung von Prozessen eine große Rolle:

„Die Modellierung von Prozessen folgte dem verständlichen Wunsch, einmal erstelltes Coding so oft wie möglich wiederzuverwenden. Dazu macht es Sinn, Coding für eine Aufgabe in Softwarebausteinen zu bündeln, diese in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und sie miteinander zu verbinden.

Zwangsläufig kam ich auf die Idee, dafür Prozessmodelle zu verwenden. Unsere Prozessmodelle bilden aber nur den Teil im Unternehmen ab, der durch Software unterstützt wird.“

Erhebliche Teile des Gesamtprozesses werden immer noch durch Menschen abgewickelt, weiß auch Schumann. Ein Beispiel ist die Umsetzung eines Change Request bei einem Tangro- Kunden.

„Dort arbeiten wir inzwischen mit Business Process Management, welches immer – wenn sinnvoll – mit unseren Prozessen verlinkt ist. Diese Prozesse wiederum bieten beliebigen Spielraum für neue Anwendungen.“

Das SW-Patent

Die fünf SAP-Gründer kündigten bei IBM, weil der IT-Weltkonzern damals seine Zukunft mehr in der Hardware als in der Software sah. Der Glaube von Andreas Schumann an Software war ähnlich stark und er schaffte im Jahr 2011 ein Patent auf Software.

„In der Geschichte der Softwareentwicklung gibt es eine lange Tradition, Software mit Komponenten zu entwickeln, ohne dass jemals ein Durchbruch erzielt wurde. Oft wurde versucht, Code zu generieren – für mich der falsche Ansatz.

Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto klarer sah ich, dass Wiederverwendung von Softwarekomponenten das zentrale Thema war, um Software effektiver und flexibler zu entwickeln mit verbesserter Qualität“

erklärt Andreas Schumann sein ganz persönliches Herangehen an die Herausforderung „Software“. Und er erklärt skizzenhaft seine algorithmische Lösung:

„Es galt allerdings einige Probleme zu lösen: Wie granular sollte eine Softwarekomponente sein? Wie erreicht man es, dass man Softwarekomponenten auch in beliebiger Reihenfolge zusammenfügen kann? Können Prozessmodelle den Ablauf der Anwendungen auf möglichst einfache Art und Weise steuern?

Die Lösung dieser Probleme und einiger mehr war Teil meiner Erfindung. Der Lohn für diese Mühe ist ein europäisches und amerikanisches Patent.“

Die Vorteile dieser Softwarepatente liegen klar auf der Hand:

„Das Prinzip der Wiederverwendung von Softwarebausteinen, die grafische Prozessmodellierung, aus der komplette Anwendungen entstehen, erhöhen die Entwicklungsgeschwindigkeit um ein Vielfaches“

kann Schumann aufgrund der Arbeit seiner eigenen Softwarewerkstatt berichten.

„Auch die Qualität profitiert davon. Wir haben zum Beispiel das Produkt Tangro OC – also Auftragsbestätigungen auf der Einkaufsseite – trotz der nicht trivialen Herausforderung der Erkennungslogik auf Basis unstrukturierter Daten und Anbindung an SAP-Funktionsbausteine innerhalb von 15 Personentagen entwickelt. Dann folgten weitere 15 Tage des üblichen Feinschliffs – also des Testens und der Qualitätssicherung – und das Produkt ging auf den Markt.“

E2E & Automation

Mit einem neuen, noch in Entwicklung ­befindlichen CRM-System hat SAP den E2E-Begriff wieder neu belebt: Logische Prozessketten sollen in ganzheitlichen End-to-End-Szenarien abgebildet werden – für R/3-Anwender ist diese Idee naturgemäß nicht ganz so neu, aber technische Optionen wie Cloud Computing ermöglichen nun effizientere Problemlösungen.

„E2E- Werkzeuge werden wir sicher nicht auf den Markt bringen – wir verkaufen Softwarelösungen“

definiert demnach auch Tangro-Geschäftsführer Schumann und ergänzt:

„Wir verstehen E2E so, dass der Prozess beim Kunden anfängt und beim Kunden auch wieder aufhört. Dabei geht es darum, den Geschäftsprozess zu analysieren und zu optimieren.

Unter diesem Aspekt decken Tangro-Lösungen heute schon vieles von dem ab, was unter E2E verstanden wird. Ich denke da an den Order-to-Cash- und Purchase-to-Pay-Prozess.“

Alexander Oberle, Entwicklungsleiter SAP-Produkte bei Tangro, ergänzt im E-3 Gespräch:

„Die Kosteneinsparungen durch eine Automatisierung der Auftragsabwicklung sind groß.“

Krings Stern

Ergänzen & optimieren

Das Ziel vieler SAP-Bestandskunden hat sich seit der Tangro-Firmengründung kaum geändert: Ergänzende und optimierte Funktionen sollen in ein bestehendes ERP-System nahtlos integriert werden, damit der Automatisierungsgrad steigt.

Dieser pragmatische Ansatz ist auch das digitale Transformationsgeheimnis von Tangro. Neben E2E erlebt eben der Begriff „Automation“ in Form von RPA, Robotic Process Automation, eine Wiederbelebung.

Die Definition von RPA lautet nach Wikipedia: Softwareroboter sind Anwendungen, die eine menschliche Interaktion mit Benutzerschnittstellen von Softwaresystemen nachahmen. Dabei arbeiten Softwareroboter in einer vergleichbaren Art und Weise auf dem User Interface, wie es ein Mensch tun würde. (Ende des Zitats)

„Das klingt sehr nach dem in die Jahre gekommenen Batch-Input-Verfahren der SAP“

meint Andreas Schumann spontan im E-3 Gespräch.

„Was Batch-Input betrifft, hat SAP nicht ohne Grund diesen Pfad verlassen und auf Schnittstellen gesetzt, u. a. aus Performancegründen. Ganz abgesehen davon ist das UI auch eine Schnittstelle, so what?

Schnittstellen muss man verstehen. Ein ERP-System ist in der Regel nicht darauf ausgelegt, sich direkt mit einem anderen ERP-System zu unterhalten, siehe auch E2E, da es in der Natur der Sache liegt, dass die Schnittstelle des Adressaten unbekannt ist. Womit wir bei EDI wären – auch nicht gerade neu.“

Fiori vs. Tangro-UI

„Auf dem Kundentag vor drei Jahren sprach mich ein ehemaliger SAP-Kollege an und meinte: Das sieht doch alles aus wie SAP. Wo sind denn nun die Tangro-Anwendungen?

Er hatte gar nicht bemerkt, dass eigentlich alles, was er sah, nicht SAP, sondern Tangro war – das spricht wohl für Integration“

beschreibt Andreas Schumann seinen Erfolg von Embedded-SAP.

Der Benutzer fühlt sich in Tangro-Anwendungen rasch zuhause, weil es keine Brüche gibt, keine vorgelagerten Anwendungen für den SAP-Sachbearbeiter. Das User Inter­face ist wichtig, aber Schumann meint:

„Wir treten täglich den Beweis an, dass es auch ohne Fiori geht. Wollen unsere Kunden Fiori, dann bekommen sie Fiori. Wollen sie lieber mit dem Tangro HTML5 UI arbeiten, so bekommen sie das Tangro HTML5 UI.“

Embedded-SAP

Der Mehrwert der Tangro-Lösungen liegt nicht immer in der Neuerfindung von Prozessen, sondern oft vielmehr in der Harmonisierung mit existierenden Systemen wie einem SAP R/3 oder ERP/ECC 6.0.

„Es gab natürlich Anbieter, die schon vor uns am Markt waren“

erzählt Schumann.

„Neu war unser Ansatz ,SAP embedded‘, wie wir das nennen: die Verarbeitung des Dokuments innerhalb von SAP abzubilden. Neu war auch, dass wir uns ausschließlich auf SAP-Kunden konzentrierten, nach dem Motto: nur eines, aber das richtig.“

Ist dieses „alte“ Embedded heute unter S/4 und Hana noch möglich, gewünscht und notwendig? SAP „embedded“ viele Funktionen in die Hana-Plattform und SAP-Cloud-Plattform und damit entsteht zumindest auf dem Papier ein gewisser Wettbewerb zu anderen Softwarehäusern.

„SAP hat zurzeit keine vergleichbare Funktion, was die Inbound Suite betrifft“

ist sich Andreas Schumann sicher. Mit der Inbound Suite bietet Tangro eine innovative Komplettlösung zur Dokumenteneingangsverarbeitung in SAP an.

„Sollte SAP in diese Richtung investieren, stellt sich die Frage: Wie passgenau sind diese Lösungen? Die Tangro Inbound Suite hat in über zehn Jahren einen Funktionsumfang erreicht, der die unterschiedlichsten Anforderungen unserer Kunden abdeckt. SAP wird sich schwertun, Tangro-Produkte in absehbarer Zeit obsolet zu machen“

so Schumann.

SaaS-ERP

Die Nähe zum Anwender ist der uneinholbare Vorsprung von Tangro. Während SAP immer mehr einen sehr heterogenen, diffusen Weltmarkt bedienen muss, kann sich Tangro auf das „wirkliche Geschäftsleben“ konzentrieren und Andreas Schumann weiß, dass sein Unternehmen sehr gut vorbereitet ist, auf unvorhersehbare Veränderungen zu reagieren.

„Wir entwickeln seit geraumer Zeit mit einem kleinen Team eine SaaS-ERP-Lösung für die Cloud. Bei diesem Ansatz kommt die Tangro-Architektur voll zum Tragen, da hier nicht auf Strukturen der SAP-Anwendungen Rücksicht genommen werden muss.

Die SaaS-ERP-Lösung wird durch Funktionen der Inbound Suite ergänzt. Zielgruppe sind KMU. Dieses ERP für ISV (Independent Software Vendor), mit dem wir heute schon einen Großteil unserer Prozesse abbilden, wird die Basis für weitere ERP-Systeme im Bereich Dienstleitungen sein.

Wir gehen davon aus, dass hier etwa 90 Prozent der bestehenden Prozesse wiederverwendet werden können, sodass die Entwicklungskosten so gering wie möglich sind, die Anwendungen exakt auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind und wir vergleichsweise schnell neue Lösungen liefern können.

Die passgenauen Anwendungen können ohne großen Customizing-Aufwand in Betrieb genommen werden. Dabei entstehen auch einzelne gekapselte Anwendungen, wie Abwesenheitsmanagement oder Fuhrparkmanagement, welche auch bei SAP-Kunden on-premise betrieben werden können, wenn ein Betrieb in der Cloud nicht gewünscht ist.“

Oberle Alexander

Cloud Computing

„Ich wollte alle Tangro-internen Prozesse so optimieren, dass wir einen möglichst hohen Automatisierungsgrad erreichen. Zunächst hatte ich mich umgesehen, ob es eine Software gibt, die unsere Bedürfnisse in einem vernünftigen preislichen Rahmen abdeckt.

Das Ergebnis war wenig ermutigend. Also entschied ich mich für eine eigen­entwickelte Lösung, die später in der Cloud zur Verfügung gestellt werden sollte“

beschreibt Andreas Schumann seinen persönlichen Weg zum Cloud Computing.

„Damit bot sich auch, wie oben erwähnt, die Möglichkeit eines weiteren Standbeins, mit SaaS-Produkten, die sich weltweit vertreiben lassen.

Der Markt an kleinen und mittleren Unternehmen ist sehr attraktiv. Diese Unternehmen tun sich schwer mit einer eigenen IT-Abteilung. Die Cloud bietet einen Ausweg.“

Am Cloud Computing geht kein Weg vorbei. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Kunde kann sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren. Die Bereitstellung von Computing-Diensten übernehmen Experten.

„Da der Arbeitsmarkt für IT-Experten langsam eng wird, ist Cloud Computing ein sinnvoller Weg“

weiß Schumann aus seiner beruflichen Erfahrung, aber er betrachtet Cloud Computing differenziert:

„Die Gefahr besteht, dass es eine gewisse Zeit nur Standardsoftware geben wird, welche die individuellen Anforderungen der Kunden nicht berücksichtigt. Das Thema Sicherheit sehe ich eher besser bei Cloud-Anbietern aufgehoben als bei der hauseigenen IT.“

Cloud-Anbieter haben ein großes Interesse, für die Sicherheit der Kundendaten zu sorgen. Denn ist die nicht gewährleistet, werden sie rasch vom Markt verschwinden.

„Das herausragende Alleinstellungsmerkmal der Tangro Cloud ist, dass die Softwarearchitektur vorsieht, individuelle Anforderungen unserer Kunden strikt voneinander zu trennen und in kürzester Zeit zu realisieren – so, wie wir es bei unseren Produkten der Inbound Suite seit Langem praktizieren“

erklärt Andreas Schumann die Wünsche und Bedürfnisse des Marktes. Tangro setzt auf das erfolgreiche und effiziente Zusammenspiel von SW-Bausteinen. Es handelt sich dabei um granulare Bausteine, die erst mal völlig losgelöst von einem Miteinander von Tangro und SAP sind – siehe SaaS Lösungen.

„Ich bin ziemlich sicher, dass SAP immer mehr selbst machen will. Ich denke, SAP sieht, welche Chancen sie Partnern bietet, was auch zweifelsohne stimmt, aber kaum umgekehrt, dass Partner die SAP noch stärker machen könnten.“

Und abschließend:

Ist die digitale Transformation eine Chance oder eine weitere Pflichtübung und welchen Beitrag kann und will Tangro bei diesem Vorhaben leisten? Am Ende des E-3 Gesprächs betont Andreas Schumann nochmals den wichtigen Pragmatismus:

„Die digitale Transformation ist ein Thema. Oft wissen die Unternehmen nicht, wie sie das Thema greifen können. Für uns besteht die Herausforderung darin, pragmatische Ansätze zu bieten. Dokumenteneingang in Form von Digitalisierung der Belege, der Datenaustausch SAP-to-SAP und EDI sind Themen, die uns treiben.“

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Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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