Coverstory 1807 MAG 1807

Über den SAP-Standard hinausdenken

[shutterstock.com: 389577778, ImageFlow]
[shutterstock.com: 389577778, ImageFlow]
Geschrieben von Marco Klein, Camelot

Mit SAP-basierten Erweiterungslösungen vom DDMRP zum Demand-driven Supply Chain Management.

Demand-driven MRP (DDMRP) als Konzept für eine effektive und bedarfsgesteuerte Supply-Chain-Planung ist mittlerweile auch vollständig in der SAP-Welt angekommen.

Heute sind für alle relevanten SAP-Plattformen (SAP ECC, SAP SCM, S/4 Hana, SAP Integrated Business Planning) entsprechende Lösungen verfügbar.

Eine besonders geeignete Plattform für das DDMRP-Konzept ist SAP Inte­grated Business Planning (SAP IBP), da sich hier sehr leicht das gesamte Produktions- und Distributionsnetzwerk abbilden lässt – eine wichtige Voraussetzung für die systematische Definition und Überwachung von strategischen Entkopplungspunkten, wie sie das DDMRP-Konzept vorsieht.

Die von Camelot ITLab und SAP gemeinsam entwickelte Lösung DDMRP für SAP IBP baut auf dieser starken Basis auf, indem sie bestehende Standards erweitert, anstatt sie zu ersetzen. Die Implementierung des Konzeptes ist damit auch für SAP-IBP-Bestandskunden leicht möglich.

Marco Klein

Enhancement Framework

Innerhalb des SAP IBP-Systems sind eigene Entwicklungen nicht möglich. Eine Erweiterung des Standards erfolgt über ein En­hancement Framework mit entsprechenden Schnittstellen.

Nicht nur DDMRP für SAP IBP nutzt diese Funktion, auch weitere Anwendungen können somit den SAP-IBP-Standard ergänzen. Im Kontext von Demand-driven SCM sind vor allem für komplexe Umgebungen und umfangreiche globale Supply Chains häufig weitergehende Funktionalitäten notwendig, um die Kernprinzipien des Konzepts vollständig zu realisieren.

Beispielsweise erfordert das Prinzip einer Parameter-gesteuerten Supply Chain in komplexen und heterogenen Umgebungen eine systematische Segmentierung und daraus abgeleitete Parametrisierung, die sich mit Bordmitteln jedoch nur begrenzt umsetzen lässt.

CITLab Grafiken E3 18

Das Enhancement Framework für SAP IBP.

 

Ein weiterer Anwendungsfall ist der Einsatz von KI-Algorithmen für die Optimierung von Planungsparametern wie z. B. Bestandslevel (Camelot AI-enabled Supply Chain Planning). Die SAP Cloud Platform wird in diesen Szenarien für den Betrieb der Erweiterungen genutzt. Dies entspricht der strategischen Ausrichtung der SAP, die ihre Cloud Platform bereits für Erweiterungen anderer Cloud-Produkte unterstützt und verwendet.

Derartige Erweiterungen für Standardsoftware und deren Prozesse wie z. B. S/4, SAP IBP, SAP SCM werden als Microservices bezeichnet. Ihre Aufgabe ist die Verbesserung bestehender oder die Einführung neuer Prozessschritte innerhalb eines Geschäftsprozesses.

Ein solcher Microservice muss die Datenextraktion und -verarbeitung sowie die Übertragung ermittelter Ergebnisse umsetzen. Für die Abbildung dieses Prozesses verwendet Camelot die auf Basis der SAP Cloud Platform entwickelte Camelot Intelligence Engine.

Camelot-Grafik-1807

Der Camelot Segment & Strategize Prozess.

Sie ist zusätzlich in der Lage, die Ausführung des Prozesses mit einplanbaren Jobs zu wiederholen. Diese Basis nutzt das Cloud-Produkt Camelot Segment & Strategize im Kontext der Datensegmentierung.

Segment & Strategize ermöglicht die systematische Segmentierung von Produkten, Kunden, Lieferanten und anderen (planungs)relevanten Entitäten und eine da­raus abgeleitete Parametrisierung der Supply-Chain-Planung.

Das Ergebnis ist eine sich ständig aktualisierende und differenzierte Parametrisierung der Supply Chain und damit ein wichtiger Grundpfeiler des Demand-driven SCM.

https://e-3.de/partners/camelot-itlab-gmbh/Download Coverstory

Über den Autor

Marco Klein, Camelot

Demand-driven Adaptive Enterprise Architect bei Camelot

Hinterlassen Sie einen Kommentar

AdvertDie Meinung 2