Coverstory 1807 MAG 1807

Flow Metrics – Integraler Bestandteil der Implementierung

[shutterstock.com: 1043134066, julia.m]
[shutterstock.com: 1043134066, julia.m]
Geschrieben von Markus Kuhl, Camelot

Um Kundenwünsche effizient zu erfüllen, muss Demand-driven Supply Chain Management darauf ausgelegt sein, dass Material zur richtigen Zeit zum richtigen Ort gelangt und relevante Informationen für Planung und Umsetzung zur Verfügung stehen. Hier scheitern viele konventionelle KPIs.

In nahezu allen Supply Chains begegnet uns der typische Zielkonflikt OEE-Maximierung vs. Bestandsreduzierung vs. Service-Level-Optimierung.

Individuelle, meist kostenbasierte Ziele einzelner funktionaler Abteilungen führen zu Silo-Optimierung und gegenseitigen Beeinträchtigungen innerhalb der Organisation aufgrund von widersprüchlichen und irreführenden Zielgrößen.

Ursache ist meist das mangelnde Verständnis, dass sich relevante Informationen im operativen, taktischen und strategischen Planungsbereich unterscheiden: Forecasts, zum Beispiel, werden zur Langfristplanung benötigt, kurzfristig hingegen sind tatsächliche Kundennachfragen entscheidend.

Auch die Berücksichtigung von Fixkosten, beispielsweise über Kennzahlen wie OEE, ist im strategischen Horizont relevant, führt im operativen Horizont allerdings zu suboptimalen Entscheidungen. Eine optimale Steuerung der Supply Chain erfordert also auf die Entscheidungshorizonte abgestimmte, konfliktfreie Kennzahlen.

Kuhl

Variabilität und Silo-Optimierung

Im DDMRP werden alle Entscheidungen auf operativer Ebene so getroffen, dass sie den Fluss („Flow“) von relevanten Informationen und Materialien fördern. Flow wurde als wichtigstes und oberstes konfliktfreies Ziel erkannt, welches weder Variabilität noch Silo-Optimierung fördert.

Als Flow Metrics werden daher Kennzahlen bezeichnet, die konsequent diesen Fluss von relevanten Informationen und Materialien unterstützen. Hierzu werden ausschließlich die für den jeweiligen Entscheidungshorizont relevanten Informationen einbezogen sowie Zielkonflikte konsequent eliminiert.

Flow Metrics berücksichtigen beispielsweise, dass weder Umsätze noch Vollkosten, sondern der Durchsatz – vor allem bei Engpassressourcen – operativ relevant ist.

Grafik Camelot Flow MetricsKonfliktfreiheit

Die Umstellung auf ein Flow-basiertes Performance Management erfordert nicht notwendigerweise, dass alle bisherigen KPIs ausgewechselt werden müssen. Jedoch müssen potenzielle Konflikte eliminiert und relevante Informationen auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung sichergestellt werden.

Hierzu hat Camelot eine strukturierte Vorgehensweise eta­bliert sowie, auf Basis diverser Projekte, ein Set an etablierten Flow Metrics zusammengestellt.

Diese sind auch integraler Bestandteil aller SAP-basierten Camelot-Lösungen für das Demand-driven Supply Chain Management, wo sie durch intuitive und zielorientierte Visualisierungen Entscheidungen optimal unterstützen.

https://e-3.de/partners/camelot-itlab-gmbh/Download Coverstory

Über den Autor

Markus Kuhl, Camelot

Markus Kuhl ist Flow Metrics Lead bei Camelot.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

AdvertDie Meinung 2