Infrastruktur MAG 1805

Unicode und Hana – Gemischtes Doppel

Geschrieben von E-3 Magazin

Aus zwei mach eins! Das sagten sich die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) und entschieden sich dazu, ihre Migration auf Hana und die Umstellung auf Unicode zu einem Projekt zu vereinen.

Die Umstellung auf Unicode und Hana reduzierte nicht nur die Downtime der IT der Städtischen Werke Magdeburg, sondern macht zudem den mittelständischen Energieversorger fit für die Zukunft.

Mit der neuen SAP-Landschaft wollen die SWM auch IT-Disziplinen wie Big Data und KI (künstliche Intelligenz) stärker nutzen, um Kunden besser zu betreuen oder die Instandhaltung von Energieanlagen zu erleichtern.

IT-Partner des Energieversorgers ist der IBM-Geschäftspartner SVA System Vertrieb Alexander, der mit der Migration der SAP-Landschaft auf eine IBM Power Hardware die Voraussetzungen für eine Hana-Umstellung geschaffen hat.

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und die notwendige Umstellung auf Unicode mit der Datenbankmigration auf Hana verknüpft“

sagt Frank Schmidt, Bereichsleiter Organisation und Datenverarbeitung bei den SWM.

„Das hat nicht nur die Downtime der IT gesenkt, sondern schafft uns darüber hinaus auch die Basis, unsere ERP-Plattform für die Herausforderungen der nächsten Jahre zu rüsten.

Mit der SVA als Partner und der Hardware von IBM setzen wir auf Erfahrung und Expertise, der wir schon seit Langem vertrauen.”

Die SWM sind ein mittelständischer Energieversorger, der in und um Magdeburg rund 250.000 Kunden betreut und seinen Kunden neben Strom, Gas, Wasser, Abwasserentsorgung und Wärme auch Energieberatung bietet.

Der Einsatz von Big Data und KI-basierenden Anwendungen soll dem Unternehmen künftig helfen, Zusammenhänge von Instandhaltung bis Kundenbetreuung besser zu erkennen und so noch effizienter und kundenorientierter zu werden.

Projekte rund um das Thema Predictive Maintenance sind bei den SWM ebenfalls angedacht, um nicht nur Wartungszyklen intelligent zu steuern, sondern auch den aktuellen Fachkräftemangel zu kompensieren.

Herzstück der ERP-Landschaft ist bei den SWM seit Langem SAP. Mit der neuen Lösung verfügt der Energieversorger über eine leistungsfähige In-memory-Plattform, mit der sich Geschäftsprozesse beschleunigen lassen: In der Finanzbuchhaltung können Mitarbeiter einzelne Reports jetzt in weniger als einer Sekunde erstellen – statt bisher in 20 Minuten.

Für aktuelle Release-Stände des ERP-Systems ist der internationale Standard Unicode unabdingbar. Unicode unterstützt rund 100.000 verschiedene Zeichensätze, egal ob lateinischen, kyrillischen oder arabischen Ursprungs.

Um Migrationsaufwände zu senken, entschieden sich die SWM, diesen Schritt mit der Datenbankmigration zu kombinieren. Für dieses Doppel-Projekt haben sich die SWM den IT-Dienstleister SVA ins Boot geholt.

„Dank der engen Zusammenarbeit mit den SWM auf der einen und IBM auf der anderen Seite konnte die Migration der SAP-Landschaft innerhalb von vier Monaten vollzogen werden – und das im parallelen Betrieb der bisherigen ERP-Landschaft“

sagt Torsten Gründer, Key Account Manager bei SVA System Vertrieb Alexander in Dresden.

„Die Neugestaltung der IT-Back-Office-Umgebung schafft den Fachbereichen heute die Möglichkeit, komplexere Fragestellungen schneller zu beantworten. Die Entscheidung für eine Linux-basierende IBM-Power-Architektur mit dem Hana- Datenbanksystem führt außerdem zu erheblichen Kosteneinsparungen in der IT-Infrastruktur.“

SVA ist seit vielen Jahren IBM Business Partner und einer der führenden System­integratoren Deutschlands. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 850 Mitarbeiter an 16 Standorten in Deutschland.

Für die SWM hat der IT-Dienstleister die SAP-Hana-Infrastruktur auf dem Fundament einer hochverfügbaren Hardware-Umgebung mit IBM Power8 E850C realisiert. SVA übernahm sämtliche Implementierungsleistungen für Server-, Storage- und Netzwerkinfrastruktur inklusive Betriebssysteminstallation sowie die komplette SAP-Hana-Installation auf allen Systemen.

Dank der Migration können die SWM ihre ERP-Daten nicht nur effizienter verwalten und Kosten für die Administration senken, sondern schaffen auch die Voraussetzungen für eine einfache und nahtlose Konsolidierung künftiger Anwendungen.

„Über unsere Geschäftspartner sind wir in der Lage, branchenspezifische Lösungen bereitzustellen, die auf konkrete Anforderungen zugeschnitten sind“

sagt Olaf Scamperle, Vice President Global Busi­ness Partner Organisation, IBM DACH.

„SVA ist vor allem im deutschen Mittelstand zuhause und kennt dort die aktuellen Herausforderungen der Kunden. Gerade kleinere Energieversorger benötigen derzeit eine maßgeschneiderte Kombination aus Hardware, Software und Beratung, mit der sie sich gegenüber den Großen im Markt Wettbewerbsvorteile erarbeiten können.“

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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