B2B2C-Kolumne Die Meinung der SAP-Community MAG 1805

Wie Cloud Platform, IoT und Chatbots neue Geschäftsprozesse generieren

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Geschrieben von Matin Gruber, Netconomy

Die Verbindung analoger und digitaler Welten bringt enorme Wachstumsimpulse. Mit Hybris in Kombination mit den Digitalisierungsservices der SAP Cloud Platform und Conversational AI kann dafür die technische Basis realisiert werden.

Derzeit vernetzen Sensoren bereits elf Milliarden Geräte im Internet der Dinge miteinander; Tendenz exponentiell steigend – Experten gehen davon aus, dass bis 2020 schon 21 Milliarden verbunden sein werden.

Mit dem Internet der Dinge entstehen flexible und effiziente Systeme, die permanent Informationen liefern und automatisch agieren. Gegenstände sind mittels sensorischer Elemente in der Lage, Daten zu messen und an verbundene Rechner zu übermitteln. Es werden Informationen aus der Umgebung erfasst, verknüpft und im Netzwerk verfügbar gemacht.

Die Verzahnung analoger und digitaler Welten bedeutet enormes kommerzielles Potenzial; dies sowohl für Konsumenten- als auch Unternehmensmärkte (B2C und B2B, B2B2C bzw. B2E).

Binnen der kommenden Jahre wird IoT ein wirtschaftliches Potenzial von bis zu elf Billionen Dollar mit hohen Wachstumsraten zugestanden. Neue Servicemodelle wie „Machine Learning“ und Chatbots generieren einen deutlichen Mehrwert für Kunden und Konsumenten.

Durch effiziente Informationsaufbereitung erreichen Serviceprozesse ein neues Qualitätsniveau. Für Hersteller bedeutet dies mehr Zeit für wichtige Kundeninteraktion und Betreuung, indem Standardanfragen wie beispielsweise „Wo ist mein Produkt“ von derartigen intelligenten Modellen übernommen werden. Multi Language Processing gilt hier als Schlüsselkomponente für eine internationale Kundeninteraktion.

All diese Features benötigen leistungsfähige Plattformen, die technische Infrastrukturen und Datenbankfunktionen mit smarten Business Services verbinden. SAP Hybris in Kombination mit den Digitalisierungsservices der SAP Cloud Platform und Conversational AI bilden die Basis für diese technologische Realisierung.

User Centric Design

Den Kundennutzen in den Vordergrund zu stellen und das Projekt von „Discovery – Design – Develop – Deploy“ zu realisieren wird als Key Factor in der Digitalisierung gesehen.

Intelligente mobile Applikationen und branchenspezifische End-to-End-Prozesse erschließen den Weg zur höchsten Stufe der digitalen Transformation.

Im B2B-Umfeld wird zunehmend der mobile Aspekt interessanter. 80 Prozent aller Einkäufer im B2B-Umfeld nutzen mobile Geräte und bereits 50 Prozent der Anfragen werden durch diese getätigt.

Aber nicht nur die Mobile Interfaces an sich sind hier relevant, sondern auch die Neudefinition von Unternehmensprozessen. „We change the way how people work“ steht hier als Slogan im Vordergrund und die neuen Technologien erlauben es, unterschiedlichste Informationen an einen Punkt zusammenzuführen.

360°-Sicht der Zielgruppe

Unabhängig von Branche und Produkt liegen darin unmittelbare Wachstumschancen. Produktions- und Serviceprozesse lassen sich stabil automatisieren und neue Produkt- und Dienstleistungsangebote kreieren.

Umfangreichere und präzisere User- bzw. Kundeninformationen gewähren eine nie gekannte 360°-Sicht der Zielgruppe. Entsprechende Commerce-Software-Lösungen ermöglichen darauf aufbauende punktgenaue Entscheidungen und Angebote – in Echtzeit. Wer diese Vorteile versteht, wird Märkte mit völlig neuen Geschäftsmodellen dominieren.

Serviceorientiertes Leistungsportfolio abseits starrer Verkaufsmaxime und Branchengrenzen sind also bereits Realität – vernetzte, lernfähige Systeme und vorausschauende Geschäftsmodelle machen es möglich. So wird für alle, die bereit sind zu investieren und umzudenken, aus einem virtuellen Hype ganz rasch eine reelle Geschäftschance.

Über den Autor

Matin Gruber, Netconomy

Matin Gruber ist Digital Expert Enterprise IoT & Mobile Services bei Netconomy

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