Die Meinung der SAP-Community Linux Kolumne MAG 1805

SAP Data Hub, Linux und Container as a Service (CaaS)

Pinguine auf fernsehern mit Linux als schrift
Geschrieben von Friedrich Krey, Suse

Datenverwaltung, Datenintegration und Datenorchestrierung stehen bei SAP Data Hub im Mittelpunkt. Unterfüttert wird die Lösung infrastrukturseitig mit Linux, aber auch mit modernster Containertechnologie.

In vielen Quellen verstecken sich bekanntlich viele Daten. In Big-Data-Pools, aber auch in Cloud-Anwendungen, in ERP-Systemen oder in BI- oder BW-Applikationen.

Mit SAP Data Hub ist der Walldorfer Softwarekonzern SAP ein herausforderndes Themenfeld angegangen, das in vielen Unternehmen in der einen oder anderen Art und Weise ausgemacht wurde und das da heißt: „mehr aus Daten rausholen“.

Was auch eine SAP-Studie bestätigt. Ein Ergebnis: 86 Prozent der IT-Entscheidungsträger vertreten die Auffassung, dass sie mehr mit ihren Daten anfangen könnten, hätten sie einen möglichst ganzheitlichen Zugriff darauf.

Mehr als nur ein Tool

Im Kern sorgt SAP Data Hub für Integration, kanalisiert und verwaltet aber auch Daten oder Informationen aus den zahlreich vorhandenen Quellen.

Doch nicht nur das: Mit der SAP-Lösung – schlicht von einem Tool zu sprechen würde der Mächtigkeit und der Leistungsfähigkeit nicht gerecht – lassen sich zudem Anwendungen erstellen, die auf Folgendes abzielen: das Heben eines möglicherweise existierenden Potenzials selbst in einer weitverzweigten Organisation, unabhängig davon, wo sich die Daten/Informationen befinden.

Und zwar in Form von Big-Data-Anwendungsszenarien. Der Fokus oder die Arrondierungssicht bezieht sich dabei auf eine Systemlandschaft mit SAP-Anwendungen, aber auch mit Non-SAP-Anwendungsquellen, wie etwa Hadoop.

Open Source mit im Bauch

Aus technischer Sicht spielen die SAP-Hana-Plattform sowie SAP Vora bei SAP Data Hub mit eine herausragende Rolle, neben Integrationsfeatures – und: einer Runtime-Komponente als Infrastruktur­element.

Auch hier kommt Open-Source-Technologie zum Tragen. Konkret: die Suse-Lösung Container-as-a-Service Platform, kurz: CaaSP. Damit wird vor allem sichergestellt, flexible, vereinfachte und automatisierte Möglichkeiten zur Auslieferung von kleinteiligen Services (Microservices) mithilfe von Containern bereitzustellen, samt der Verwendung von Kubernetes. Wenn man so will, steckt somit Suse CaaSP mit unter dem „SAP-Data-Hub-Bauch“.

Kubernetes

Speziell Kubernetes ist bekanntlich in der Lage, Container-Apps in Cluster-Umgebungen (physikalische oder virtuelle Maschinen) vorteilhaft zu unterstützen. Ebenso steht Kubernetes hoch im Kurs, wenn es darum geht, eine Container-zentrische Infrastruktur effizient in die Tat umzusetzen (anstelle einer eher starren Host-zentrischen).

Hierbei kommt übrigens auch Suse Linux Enterprise Server (SLES) als Container Host OS in einer spezialisierten Version (SLES Micro OS) zum Zug. Der Nutzen: ein geringer Footprint bei einer optimalen Ressourcenverwendung. SLES Micro OS ist Bestandteil von Suse CaaSP.

SDDC-Technologien im Blickpunkt

Bei der Konzeption von SAP Data Hub stand ein wichtiger Aspekt im Fokus, nämlich eine dynamische und hochflexible IT-Infrastruktur als eine Art Fundament verwenden zu können.

Komponenten und Technologien auf der Grundlage des Software Defined Data Center (SDDC) und innovativer und nutzenbringender Open-Source-Softwarelösungen und -Services für den Enterprise-Einsatz sind dabei gesetzt.

So beispielsweise Suse Linux for SAP Applications etwa als Hana-Betriebssystem oder eben die zuvor skizzierte Suse CaaS Platform. Zusätzlich findet bei SAP Vora Software Defined Storage auf Basis von Open Source Ceph Berücksichtigung.

https://e-3.de/partners/suse-linux-gmbh/

Über den Autor

Friedrich Krey, Suse

Friedrich Krey ist Head of SAP Alliances and Partners EMEA Central
SUSE Linux GmbH sowie einer unserer geschätzten E3 SAP Community Magazin Kolumnisten.

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