Die Meinung der SAP-Community E-Commerce Kolumne MAG 1804

Skalierung – wie viele Scheiben hättens gern?

Shopping Cart and Stars
Geschrieben von Michael Kramer, IBM

Beim Metzger ist die Skalierung einfach. Aber in der IT können kleine Projekte ganz groß werden und müssen schon anders begonnen werden. Auch wenn die Fachabteilung ungeduldig ist.

Als junger Vertriebsbeauftragter bei IBM hatte ich einmal ein Meeting mit Hasso Plattner, seinerzeit im Vorstand der SAP für Technik zuständig, und er fragte mich nach einer Hardwarelösung, die sich dem Bedarf anpasst.

Nun, wir hatten kurz danach HACMP angekündigt, bei dem Kunden die Leistung bei hoher Verfügbarkeit stetig verändern können. HACMP ist heute PowerHA und flexible Lösungen gibt es einige.

Ich musste an dieses Gespräch denken, als wir vor Kurzem IBM WebSphere Commerce in der Version 9 vorgestellt haben. Was bisher nämlich fehlte, war die Übertragung solcher flexiblen Systeme auf die Anforderungen des E-Commerce.

Ich habe häufig mit Kunden zu tun, die schnell und klein starten wollen. Hier steht der Wunsch nach kurzfristigen Erfolgserlebnissen im Vordergrund. Trotzdem müssen solche Projekte mit den entsprechenden SAP-Systemen kommunizieren und alle Anforderungen professioneller Software erfüllen.

Bisher hatten die Kunden bei IBM bereits die Auswahl zwischen 21 verschiedenen Modulen aus den Bereichen E-Commerce, Marketing und Supply Chain. Mit der Version 9 können viel mehr Services bis hin zu Microservices genutzt werden.

Damit haben die Kunden erstmals alle Möglichkeiten, die solche Lösungen bieten können. Die Betriebsformen sind vielfältig und wachsen mit den Anforderungen. Kunden können mit einer rein cloudbasierten Lösung starten.

Die Einführung geht sehr schnell, zumal mit Aurora bereits vordefinierte Stores zur Verfügung stehen. Bei steigenden Anforderungen wird die Leistung automatisch erhöht.

Will der Kunde auf ein eigenes System oder ein von einem Hostingpartner betriebenes System umstellen, so kann die Lösung übertragen werden. Auch IBM bietet das als sogenannte Managed-Hosted-Lösung an.

Im Gesamtausbau kann die E-Commerce-Lösung um viele Module und Services wie Order Management, Payment-Lösungen oder auch Supply-Chain-Lösungen ergänzt werden. Wo möglich und sinnvoll, sind kognitive Elemente mit dabei.

Ein schönes Beispiel ist mit Watson Content Hub (WCH) die intelligente Bilddatenbank mit automatischem Tagging. Hier zeigt sich auch die Philosophie: WCH lässt sich auch getrennt – und im Test kostenfrei – mit jedem CMS oder DAM-System (Digital Asset Management) als sogenannte „Headless“-Lösung anbinden.

Deployed und kombiniert werden die Module und Microservices sicher und schnell durch Docker-Container. Damit kommen wir einem System, welches SAP-Kunden vom kleinen Projekt bis zur globalen E-Commerce-Lösung sicher und performant unterstützt, schon ziemlich nah.

Über den Autor

Michael Kramer, IBM

Michael Kramer ist Channel Sales Leader DACH bei Cognitive Engagement Solutions - Watson Commerce & Marketing.

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