Coverstory 1804 MAG 1804

Virtual Reality und CPQ-Software

[shutterstock.com: 398182810, Alexey Boldin]
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Geschrieben von Sven Vorreiter, SAE

Bereits heute finden im CPQ-Umfeld 3D-Visualisierungen ihren Einsatz. In Zukunft werden prozess-integrierte interaktive Konfiguratoren mit VR-Umgebung mit Merkmalsbewertungen direkt am komplexen Variantenprodukt unter Verwendung von VR-Technologien realisiert.

Genutzt wird die Technik der Produktkonfiguration in vielfältiger Art und Weise, um Produktvarianten aufzuzeigen und richtig zu wählen bzw. zu bewerten. Verwendung findet die Produktkonfiguration in Webanwendungen z. B. in Onlineshops im B2C-Bereich, auf B2B-Onlineportalen von Unternehmen, aber auch in Offline- und Online-Vertriebsapplikationen im CPQ-Prozess.

Verschiedene Lösungsansätze haben verschiedene Leistungsmerkmale mit zum Teil unterschiedlichen Eignungsprofilen und sind oft mit Medienbrüchen behaftet.

Geht es um die Angebotserstellung bei komplexeren Produkten, etwa um ein Maschinen- und Anlagensystem, das anhand von Fabriklayoutvorgaben und im Verbund mit einem Fertigungsablauf angeboten werden soll, wünschen sich Vertriebsteams eine leistungsfähige Applikation, die mehr ist als ein Produktkonfigurator.

Bei den bisher vorhandenen Lösungen fehlt es vor allem an einer visuellen Echtzeit-Interaktion auf der Basis von ERP- und CAD-Daten. 3D-Visualisierungsmöglichkeiten sind meist starre Visualisierungen, die zu speziellen Varianten hinterlegt sind.

Virtual-Reality-Konfigurations- und Angebotssysteme sind die Next-Generation-Applikationen, die innerhalb weniger Jahre den Markt beherrschen werden.

Sven VorreiterMehr als Technikkonfiguratoren

An und für sich sind viele Produktkonfiguratoren eher der Kategorie „prozessintegrierte Technikkonfiguratoren plus Finder“ zuzurechnen. Diese unterstützen zwar den Aufbau eines Produktfinders in den ERP-Systemen der Werke und bieten deutlich bessere Möglichkeiten der Vertriebsnotwendigkeiten als etwa prozess­integrierte Technikkonfiguratoren ohne Produktfinder.

Rein prozessintegrierte Technikkonfiguratoren nutzen nur eins zu eins das Beziehungswissen, das in ERP-Systemen wie etwa ERP/EXX 6.0 oder S/4 hinterlegt ist, bieten eine einfache Prozessintegration in CRM oder PIM (Process Integration Management) oder die Möglichkeit, plausibilitätsgeprüfte Produkte anzubieten.

Auch lassen sie es zu, eine sofortige Auftragseinsteuerung in den Werken durchzuführen. Ebenso bieten Vertriebskonfiguratoren, bei denen man in aller Regel Preislisten als Basis zur Erstellung eines Konfigurators verwendet, eingeschränkte Möglichkeiten.

Mehr als Vertriebskonfiguratoren

Zwar lassen sich derlei Vertriebskonfiguratoren relativ schnell umsetzen und stellen mitunter eine günstige Lösung dar, allerdings funktionieren sie komplett autark von den Werken.

Baubarkeits- oder Plausibilitätsprüfungen (ERP-Rückgriff/-Verbindung) sind kaum realisierbar; Merkmalsbewertungen direkt an einem 3D-CAD-Modell zu realisieren ebenfalls nicht.

Die SAE Sales inklusive der SAE Interactive Motion Engine ist der Kategorie prozessintegrierter virtueller und interaktiver Produktkonfiguratoren mit VR-Verwendung (Simulationen direkt am Modell) zuzuordnen.

Sie bringen Virtual Reality in den Vertriebsprozess und sorgen für deutliche Effizienzsteigerungen in Werken bei gleichzeitigen Umsatzzuwächsen.

Zugleich sind sie darauf ausgelegt, dass sie Komplexität simplifizieren und dennoch beispielsweise Angebotsprozesse mit einer ERP-Integration bieten. Ferner ergänzen sie CRM-Systeme vorteilhaft.

Über den Autor

Sven Vorreiter, SAE

Sven Vorreiter ist Head of Sales Intralogistic bei SAE Schaarschmidt Analytic Engineering.

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