Coverstory 1803 MAG 1803

Was bringt’s dem SAP-Bestandskunden?

Interview
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Geschrieben von E-3 Magazin

Beim Thema Blockchain, aber auch in Bezug auf andere technologische Megatrends stellt sich für Unternehmen die Frage: Ist die Technologie überhaupt relevant für mein Unternehmen? In welchen Bereichen macht der Einsatz am meisten Sinn und welchen Mehrwert bringt mir das?

Für die Beantwortung der grundlegenden Fragen rund um Blockchain bleibt kaum Zeit, denn die IT- und Business-Welt dreht sich immer schneller. Wie können es Unternehmen dennoch schaffen, in kürzester Zeit valide Entscheidungen zu treffen und Megatrends nicht zu verpassen?

Als Antwort auf diese Frage hat Camelot Innovative Technologies (Came­lot ITLab) das Produkt- und Serviceportfolio Digital Experience² entwickelt. Steffen Joswig, Geschäftsführer der Camelot ITLab, erklärt im Interview, was es damit auf sich hat.

Herr Joswig, was war die Motivation für Camelot Digital Experience²?

Steffen Joswig: Unternehmen sind häufig überfordert angesichts der Vielfalt an technologischen Möglichkeiten und der Schnelligkeit, mit der neue Megatrends entstehen.

Sie stehen einer Fülle an bereits existierenden digitalen Business Cases gegenüber, schaffen es aber nicht, diese auf ihr eigenes Unternehmen zu übertragen. Die Problematik lässt sich mit digitalen Beraterkonzepten in Form von Powerpoint-Folien allein nicht lösen.

Unternehmen müssen neue Technologien und deren digitalen Return on Investment tatsächlich erleben können, um über den Einsatz einer Technologie sinnvoll entscheiden zu können – und das in möglichst kurzer Zeit. Dazu haben wir Digital Expe­rience2 entwickelt.

Worum geht es bei Digital Experience²?

Joswig: Wie der Name schon andeutet, geht es um das Erleben von technologischen Megatrends wie zum Beispiel Blockchain. Im Fokus steht die beschleunigte und individuell erlebbare digitale Wertgenerierung von innovativen Kundenanwendungen.

Digital Experience² ist ein Gesamtpaket aus verschiedenen vorgefertigten Softwarebaukästen mit leicht konfigurierbaren Templates und darauf abgestimmten Methoden für die Entwicklung digitaler Innovationen.

Erprobte innovationsfördernde Teamansätze und agile, schnelle Entwicklungsmethoden erlauben konkrete Resultate in Form eines Wirksamkeitsnachweises in weniger als vier Wochen – ein Kundenangebot, das bezüglich Umfang und Geschwindigkeit bis dato einmalig ist.

Camelot Interview 1803

Steffen Joswig ist Geschäftsführer der Camelot ITLab.

Sie sprachen von Softwarebaukästen und konfigurierbaren Templates. Wie kann man sich das vorstellen? Und welche Rolle spielen SAP-Lösungen in dem Kontext?

Joswig: Das Herzstück von Digital Expe­rience² ist die sogenannte Digital Workbench, in der die verschiedenen Softwarebaukästen und Templates zusammengefasst sind. Diese wiederum basieren auf neuen Technologien wie Blockchain, künstliche Intelligenz, Digital Voice, IoT Connectivity und Cloud Technology.

Zu der Digital Workbench gehören insbesondere die Twinification Bridge, ein Camelot-IoT-Service und Connectivity-Template für die Generierung von „digitalen Zwillingen“, die Camelot Hypertrust Platform, ein blockchainbasiertes Modell für die Entwicklung verteilter Anwendungen, sowie der sogenannte AI Composer zum schnellen Entwickeln von KI- und Digital-Voice-Anwendungen.

Die Digital Workbench basiert weitestgehend auf dem Basistechnologie-Portfolio von SAP Leonardo, der neuen Plattform der SAP SE für digitale Innovation, und wird in Zukunft hieraus weiterentwickelt.

Wie funktioniert Digital Experience² in der Praxis?

Joswig: Digital Experience² umfasst ein klar umrissenes dreistufiges Vorgehen: In der ersten Phase „Ideate and Innovate“ werden mithilfe von Design-Thinking-Methoden gemeinsam mit dem Kunden Ideen für innovative digitale Anwendungsfälle kreiert.

In Phase zwei „Compose and Construct“ entwickeln eigene Centers of Digital Innovation der Camelot ITLab mithilfe der Digital Workbench konkrete Applikationen. Hierbei kommen moderne agile Methoden zum Einsatz, die eine Applikationsentwicklung in kurzen Sprints ermöglichen.

Die Phase drei „Discover and Drive“ schließlich umfasst das „Touch & Zoom“-Erleben und Validieren der Applikation und ihres Wertbeitrags durch den Kunden. Abschließend wird ein erster Aktionsplan für die kundenspezifische Umsetzung erarbeitet.

Wie profitieren Kunden konkret?

Joswig: Die Hauptvorteile für Kunden sind: Sie erhalten konkrete, unternehmensspezifische Use Cases für digitale Technologien innerhalb von nur vier Wochen.

Durch ein physisches Erleben technologischer Megatrends und ihres digitalen Return on Investment sind sie in der Lage, valide Entscheidungen zu treffen. Und nicht zuletzt: das gute Gefühl, endlich Klarheit im Dschungel der digitalen Möglichkeiten zu haben.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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