Coverstory 1803 MAG 1803

Blockchain – Ein hartes Stück Arbeit

[shutterstock.com:167355368, xavier gallego morell]
[shutterstock.com:167355368, xavier gallego morell]
Geschrieben von Aseem Gaur, Camelot

Der Einsatz der Blockchain-Technologie auch außerhalb der Finanzbranche nimmt immer mehr an Fahrt auf. Doch es gibt noch viele Hausaufgaben zu erledigen.

Um die aktuelle Herausforderung zu stemmen, gilt es, Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um Lösungen für die verschiedenen Branchen und Standard-Kundensituationen zu entwickeln.

SAP hat dies verstanden und 2017 ein „Blockchain and IoT Co-Innovation Program“ für Kunden und SAP-Partner gestartet. Diese ermöglicht es, Anwendungen zu identifizieren, kennenzulernen und zu implementieren, mit denen verschiedene Ereignisse in einer Blockchain erfasst werden – von der Konzeption und Entwicklung von Produkten über die Fertigung und Logistik bis hin zur Produktverfolgung.

Teilnehmer des Programms können ihre spezifischen Anforderungen einbringen und haben so Einfluss auf das Projekt und die Lösungen. Mit vielen praxiserprobten Anwendungsfällen wie sensorengesteuertem Track & Trace, Management von Patientendaten oder Transport-Marktplatz unterstützt Camelot ITLab die SAP-Initiative.

Die seit über zwei Jahrzehnten währende Partnerschaft zwischen SAP und Camelot findet auch beim Megatrend Blockchain ihre Fortsetzung. Bei der Entwicklung von Blockchain-Kundenlösungen setzt Camelot auf SAP als Plattform-Partner.

Die SAP-Kompetenzen bei Cloud-Plattform-Services und unternehmensweiten Support-Konzepten sind wichtig für erfolgreiche Innovationsprojekte, da sie für Kunden, die mit Blockchain experimentieren, eine sichere Umgebung schaffen.

Aseem Gaur

Hyperledger Fabric und Multichain

Der SAP-Cloud-Platform-Blockchain-Service der SAP befindet sich aktuell in einem frühen Releasestadium, soll jedoch in der zweiten Hälfte 2018 allen Kunden als Produkt zur Verfügung stehen und die Blockchain-Technologien Hyperledger Fabric und Multichain unterstützen.

Der SAP-Leonardo-BaaS-Dienst (Blockchain as a Service) wird in den Lösungslandschaften großer Kunden Einzug halten. Deren Core-­Technologien sind auch Bestandteil der Camelot Hypertrust Platform, mit der sich gezielt Blockchain-Anwendungen entwickeln und evaluieren lassen.

Andreas Göbel, Head of Center of Digital Innovation bei Camelot, kommentiert:

„Das Technologiefeld, um das es hier geht, ist sehr volatil und in vielen Bereichen erst noch zu erschließen. In gemeinsamen Kundenprojekten lernen SAP und Camelot täglich dazu:

  • In welcher Ausprägung passen Blockchains zu bestimmten Anwendungsfällen?
  • Wie inte­griert man das dezentrale Konzept am effizientesten in bestehende Geschäftsprozesse?
  • Mit welchen Diensten bekommt man alle benötigten Teilnehmer in ein gemeinsames Netzwerk?
  • Diesen Fragen stellen wir uns täglich, oft im Schulterschluss mit SAP.“

Reale Kundenanforderungen spielen bei der Weiterentwicklung der Camelot Hypertrust Platform eine wichtige Rolle. Auf der Roadmap stehen daher zum einen direkt durch Kunden geforderte Funktionen wie die Integration von Blockchains mit bestehenden Enterprise-Authentifizierungskonzepten oder aber das reibungslose Einbinden von existierenden Datenbanken als „Off-Chain Storage“.

Zum anderen blicken die Blockchain-Experten von Camelot aber auch stets über den Tellerrand hinaus. Sie analysieren Markttrends und neue Ansätze im Bereich Blockchain, um diese gegebenenfalls schon morgen innerhalb der Hypertrust Platform unterstützen zu können.

https://e-3.de/partners/camelot-itlab-gmbh/

Über den Autor

Aseem Gaur, Camelot

Aseem Gaur ist Chief SAP Leonardo Officer bei Camelot ITLab.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

AdvertDie Meinung 2