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Digitaler Wandel braucht Klarheit

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Als die CEOs von SAP und Microsoft die nächste Stufe der Zusammenarbeit vorstellten, konnte man überrascht sein: Seit 20 Jahren arbeitet man zusammen. Längst haben die Entwickler an den Standorten des anderen Partners ein Zuhause gefunden.

Der Grund für den Ausbau der Zusammenarbeit sind die Herausforderungen der Digitalisierung: Neue Technologien müssen wirtschaftlich nutzbar sein. Durch die Simplifizierung von Prozessen und neue rechtliche Anforderungen (z. B. DSGVO) ist auch eine Änderung menschlicher Verhaltensweisen notwendig.

Der Wandel braucht Klarheit: Was ist das Ziel und warum sollten wir uns darauf zubewegen? Man trägt nun dazu bei, Klarheit für den erfolgreichen digitalen Wandel zu schaffen. Bestandskunden profitieren:

Durch die bessere Integration werden Investments (z. B. in Office 365) geschützt und die Umsetzung innovativer Industrie- 4.0-Lösungen rund um KI und IoT ermöglicht. Microsoft migriert auf S/4 und SAP setzt für ihre Systeme auf Microsoft Azure.

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Für die Endkunden hat diese gegenseitige Kundenbeziehung große Vorteile: Mögliche Probleme werden bereits im eigenen Haus entdeckt und behoben, und nicht erst, wenn die Software zum Endkunden gelangt ist.

Beide Unternehmen werden die internen Projekte nutzen, um ihre Erfahrungen an Kunden und Partner weiterzugeben. Völlig zu Recht beschreibt DSAG-Vorstand Jean-Claude Flury in seinem Kommentar, dass Kunden sich typische Fragen für den Cloud-Einsatz stellen sollten: Welche Szenarien eignen sich z. B. für den Einsatz?

Manche möchten ihr eigenes Rechenzentrum gerne mit der Cloud neu aufstellen, andere wollen für die Evaluation von S/4 Hana schnellen Zugriff auf entsprechende Umgebungen. Und wieder andere wollen ihr SAP in hybriden Szenarien um Cloud-Dienste für Big Data und Machine Learning erweitern.

Patrick Schiedler

Dann die Frage nach dem Speicherort der Daten: nicht nur vor dem Hintergrund des Datenschutzes wichtig. Es bedeutet auch die Frage nach Desaster Recovery- und Backup-Konzepten, nach Latenzen und Performanz.

Wo kann die Cloud auch helfen, besser zu werden? Und man kann sich die Frage stellen, ob alle Daten in Hana liegen müssen: Unser Partner Datavard hat z. B. Lösungen, um ein Offloading von Daten nach Azure zu machen und so Kosten deutlich zu reduzieren.

Auch die Frage nach der Verantwortung für die Fehlerbehandlung ist richtig und insbesondere für Hana relevant: Hier kommt immer der Linux-Distributor mit ins Boot. Um Fehlerbehandlung in Zukunft zu vereinfachen, hat Microsoft gemeinsame Support-Prozesse mit SAP und Suse etabliert.

Die Anforderungen unserer Kunden haben sich also verändert, Microsoft und SAP wollen deutlich machen, dass sie zuhören, lernen und unterstützen. Damit unsere gemeinsamen Kunden und Partner mit der Digitalisierung mehr erreichen.

 

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Über den Autor

Patrick Schidler, Microsoft

Patrick Schidler, Business Lead SAP on Azure bei Microsoft.

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