B2B2C-Kolumne Die Meinung der SAP-Community MAG 1712

Abenteuer E-Commerce-Implementierung

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Definierte Entwicklungsprozesse sind mit einer Methode für schnelle und risikoarme Implementierung bis zur Übergabe exakt plan- und steuerbar – auf Hybris.

Aufgrund ihrer Komplexität beinhalten E-Commerce-Projekte grundsätzlich Risiken. Verzögerungen im Entwicklungsprozess, technische Herausforderungen bei der Anbindung der bestehenden Systemlandschaft mit SAP oder Microsoft-Backend-Systemen oder externen Bezahl-, Scoring- oder Fulfillment-Systemen sorgen dabei aufgrund der zeitlichen Verzögerung und steigender Projektkosten für Unzufriedenheit der Kunden.

Bei Smart Commerce haben wir uns dieser Herausforderung gestellt und diese Probleme mit einer definierten Vorgehensweise adressiert. Mit dieser „Smart E-Commerce Implementation“ (SeCI) kann die Projektdauer signifikant auf unter 100 Tage verkürzt werden.

Technologische Basis des E-Commerce-Systems ist dabei Hybris Commerce, das sich als individuell anpassbare Plattform für Kunden bewährt hat. Die Implementation arbeitet plan- und steuerbar auf Kundenbedürfnisse hin und vereinfacht komplexe Vertriebslösungen. Sie erfolgt in drei Phasen: Planung, Entwicklung und Go Live.

Roadmap zur Implementierung

Die Ergebnisse der Plan-Phase sind die Definition der Projektinhalte und die Planung eines möglichen Projektablaufs. Dazu gehören die Analyse der Kundenanforderungen, die Auswertung bestehender Prozesse (z. B. Business Process GAP) sowie die Erstellung einer Projekt-Roadmap.

Alle möglichen projektspezifischen Teilziele der folgenden Build-Phase ordnen sich diesem Hauptziel unter: Am Ende der Build-Phase steht ein lauffähiges System zur Verfügung. Teilziele ergeben sich aus den Aufgaben der Build-Phase.

Inhalte sind: das Aufsetzen der technischen Projektinfrastruktur als notwendige Voraussetzung der Entwicklungsarbeit, die Erstellung der kundenspezifischen Oberflächen der Webpages, die Entwicklung der vom Kunden benötigten Systemfunktionen zur Erfüllung seiner Geschäftsanforderungen und die Integration von externen Systemen bzw. Kunden-Drittsystemen.

Der Ablauf der Build-Phase orientiert sich an dem iterativen Vorgehensmodell Scrum, bei dem in zweiwöchigen Zyklen zielgerichtet auf das Go Live hingearbeitet wird.

Go Live

Das Ziel der Go-Live-Phase ist der Start der Umsatzgenerierung durch das neue E-Commerce-System. Nach der Plan- und Build-Phase unterstützt SeCI den Nutzer während der „Go Live“-Übergabe.

Das heißt, die Daten werden migriert und dem Kunden wird das Produktivsystem zur Abnahme online zur Verfügung gestellt. End-to-End-Tests testen alle Komponenten der E-Commerce-Plattform gemeinsam, also die eigentliche Anwendung inklusive Browser, Webserver, Datenbank und jeglicher sonstiger Infrastruktur.

Die zukünftigen Nutzer des E-Commerce-Systems werden trainiert, es erfolgt eine System-Abnahme und schließlich die Produktivsetzung. Mit dem Go Live des E-Commerce-Systems endet das Initialprojekt und es erfolgt der Übergang in eine „Continuous-Enhancement-Phase“, es beginnt ein Prozess der Umsetzung von kontinuierlichen Weiterentwicklungen und Verbesserungen des E-Commerce-Systems in kleinen Schritten.

Ein wesentliches Ziel war es, eine auf E-Commerce-Projekte abgestimmte Kombination aus Methoden und Tools zu schaffen, die eine sehr schnelle Implementierung von Features zur Erfüllung von Geschäftsanforderungen ermöglicht.

Dadurch werden Ersparnisse sowohl in der Planungs- als auch in der Entwicklungs- und Go-Live-Phase erzielt. Tatsächlich ist dieser Weg im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren günstiger und ermöglicht es, innerhalb von weniger als 100 Tagen E-Commerce-Projekte auf der Basis von Hybris erfolgreich zu implementieren.

Über den Autor

Dr. Ludger Vogt, Smart Commerce

Dr. Ludger Vogt ist Vorstandsvorsitzender von Smart Commerce.

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