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Data Discovery Software

[shutterstock.com:170340608, ESB Professional]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Big Data ist ein bekanntes Thema und Business Intelligence eine Notwendigkeit. Dennoch macht es SAP mit ihrer BI/BW-Strategie den eigenen Kunden nicht immer leicht. Einige weichen auf Drittanbieter aus – eine Antwort liefert Qlik mit einer zertifizierten SAP-Schnittstelle.

Die BI-Roadmap der SAP mit ihren zahlreichen Abzweigungen und Schleifen ist auch für SAP-Experten nur schwer zu verstehen. Bereits die Entscheidung zugunsten eines User Interface und BI-Werkzeugs für die Fachabteilungen ist eine komplexe Aufgabe.

Tatsache ist, dass Fachabteilungen nur selten ein Verständnis für die SAP-Kultur haben und letztendlich ihre BI-Aufgaben effizient lösen wollen. Ein Retter in der Big-Data-Not ist Qlik: Für die SAP-Community hat das Unternehmen drei Angebote:

  • Erstens eine zeitgemäße und intuitive Benutzeroberfläche, die mittels minimalen Lern­aufwands zu beherrschen ist;
  • zweitens eine valide SAP-Schnittstelle, die in fast allen Fällen auch von der SAP-Basis akzeptiert wird,
  • und drittens eine ausgereifte, autonome BI-Engine, die genau auf die SAP-Community zugeschnitten ist.

Das Qlik-Szenario in einem SAP-Verbund ist demnach für das „Data Dis­covery“ gut geeignet, weil es sowohl spontane Analysen als auch ein wiederholtes, periodisches Berichtswesen bietet.

Qlik ermöglicht es SAP-Bestandskunden, für das Data Discovery aus einem ERP-System und externen Quellen optisch ansprechende Ad-hoc-Analysen durchzuführen. Mit den SAP-zertifizierten Schnittstellen von Qlik können Anwender ihre SAP-ERP-, BW- und Hana-Anwendungen durch benutzergesteuerte Analysen ergänzen.

Auswertungen von Daten durch den Qlik-Data-Concierge ergänzen SAP BEx. Die Daten werden aus dem BW-System in den In-memory-Cache des Qlik-Sense-Servers geladen, was die Anwendung skalierbar macht:

Auch viele Tausend Nutzer können parallel schnell arbeiten. Durch Hana als Unterbau für BW steigert sich die Abfrage-Performance zusätzlich. Seit 2016 ist Qlik Sense für Hana im Rahmen des SAP-Application-Development-Programms zertifiziert.

Die Digitale Transformation wirkt sich weiterhin äußerst positiv auf den Markt für Business Intelligence und Business Analytics aus. Grund dafür sind nicht zuletzt die damit verbundenen, exponentiell wachsenden Massendaten, wie beispielsweise durch das Internet of Things (IoT).

Von dieser Entwicklung profitieren und sind gefordert die Hersteller von Business Intelligence und Business Analytics, berichtete Lünendonk in „Der Markt für Busi­ness Intelligence und Business Analytics in Deutschland“.

Qlik gehört aufgrund seiner starken Positionierung und des umfassenden SAP-Wissens zu den Marktführern:

„Die Erwartungen der Anbieterunternehmen sind nicht unbegründet“

weiß Mario Zillmann, Partner von Lünendonk und Hossenfelder und Studienautor.

„So sorgt die rasante Zunahme von Massendaten durch Social Media, IoT, Sensoren und die Digitalisierung der Supply Chain für eine hohe Nachfrage, um diese analysieren und verwenden zu können.

Denn wer es schafft, möglichst viele zentrale Daten zu generieren und aus ihnen neue digitale Produkte und Services für bestehende und potenzielle Kunden anzubieten, kann sich vom Wettbewerb abheben.“

Qlik ist hierbei Anbieter einer Visual-Analytics-Plattform und Pionier für anwendergesteuerte Business Intelligence. Das Produktportfolio umfasst gleichermaßen cloudbasierte sowie lokal installierte Lösungen und reicht von Reporting und Self-Service Visual Analytics bis zu Guided und Embedded Analytics für kundenspezifische Analysen.

Mit Qlik Sense, QlikView und Qlik Cloud können Anwender unabhängig davon, woher die Daten stammen und wo sie abgespeichert sind, die Beziehungen zwischen den Daten untersuchen, die wiederum zu wertvollen Einsichten und zu guten Ideen führen.

Der Schweizer Industriekonzern Sulzer AG fand in Qlik ein strategisches BI-Front­end für Datenvisualisierung und deskriptive Analytik. Die Einführung von QlikView erbrachte eine Bereitstellung von 45 globalen Applikationen für rund 1000 Mitarbeiter auf Basis von Daten aus rund 15 IT-Systemen.

Den Schwerpunkt bilden die Bereiche Vertrieb, Finanzen, Procurement und Projektmanagement. Begonnen wurde die Visualisierung der Monats-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse auf Basis der konsolidierten Zahlen aus SAP BPC (Business Planning and Consolidation) über alle Unternehmenseinheiten hinweg.

Die Software überzeugte insbesondere durch die patentierte In-memory-Technologie: Daten aus nahezu allen üblichen Formaten werden im Arbeitsspeicher verknüpft. Entsprechend schnell erfolgt der Datenzugriff.

Es galt eine Ergänzung der bestehen SAP-BW- und Microsoft-SQL-BI-Landschaft um ein strategisches BI-Frontend zu implementieren, das die schnelle Integration und Analyse von Daten aus unterschiedlichen Quellen ermöglicht und unkompliziert direkt in den Fachabteilungen einsetzbar ist.

„Gesucht – und mit QlikView gefunden – haben wir eine Lösung, mit der sämtliche potenzielle Quellen für analytische Einsichten performant und zuverlässig integriert, flexibel ausgewertet und empfängergerecht verteilt werden können.

QlikView ermöglicht uns, konsolidierte Informationen im richtigen Format an die richtige Person von der Fachabteilung über das mittlere bis zum Topmanagement zu bringen – vom Big Picture bis hinunter auf Transaktionsebene, auf der operative und strategische Entscheidungen getroffen werden müssen, um Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu optimieren“

erklärte Steffen Lange, Head of BI bei Sulzer.

Weitere Anwendungsfälle entstehen aktuell auch im Bereich Auswertung von maschinengenerierten Daten, ganz im Sinne von Indus­trie 4.0 und IoT.

Unbeantwortet für die gesamte SAP-Community und leider auch von Qlik ist das Lizenzthema „indirekte Nutzung“. Hier gibt es noch keine abschließenden Erkenntnisse, denn auch auf dem DSAG-Jahreskongress 2017 in Bremen mussten SAP und der Anwenderverein eingestehen: an dem Thema wird noch gearbeitet.

Aus Sicht der Bestandskunden wäre es wahrscheinlich wünschenswert, wenn SAP, DSAG und Partner wie Qlik sich hier mit Nachdruck intensiver engagieren würden, denn die Lösungen sind technisch und organisatorisch perfekt geeignet.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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