MAG 1710 Szene

S/4 Conversion

R3S4
Geschrieben von E-3 Magazin

Viele Unternehmen beschäftigen sich gerade mit der Migration auf S/4 Hana. Der mittelständische Verpackungsspezialist Knüppel ist einen Schritt weiter und stellt in einem Conversion-Projekt mit Lufthansa Industry Solutions seine betagte R/3-Systemlandschaft auf S/4 um.

Die zunehmend digitalen Geschäftsprozesse erfordern vermehrt agile und flexible Lösungen in SAP-Systemen, bei denen große Datenmengen in Echtzeit verarbeitet und unmittelbar ausgewertet werden können.

S/4 Hana als Nachfolger der klassischen ERP Business Suite adressiert ebendiese Herausforderungen. Dabei stellt sich für den Großteil der Unternehmen inzwischen nicht mehr die Frage, ob sie künftig mit S/4 Hana arbeiten, sondern ab wann und wie der Übergang praktisch vollzogen werden kann.

Das nach anfänglicher Zurückhaltung derzeit rasch wachsende Interesse an S/4 Hana zeigt sich auch daran, dass laut SAP die Anzahl der Kunden 2017 im Jahresvergleich um 70 Prozent gestiegen ist (Stand August 2017).

S/4-Pionier Knüppel

Ein Unternehmen, das sich für S/4 Hana als zukünftige Plattform entschieden hat, ist Knüppel Verpackung. Der mittelständische Verpackungsspezialist zählt zu den führenden Anbietern von innovativen und durablen Verpackungslösungen.

Als erfolgreiches Familienunternehmen verknüpft Knüppel langjährige Erfahrung mit neuen Technologien, um seinen Kunden individuelle, auf die jeweilige Anwendung exakt zugeschnittene Verpackungslösungen liefern zu können. Zentrale Faktoren dafür sind die Gestaltung bzw. Optimierung eines technisch reibungslosen Verpackungsprozesses, Wirtschaftlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit sowie die Sicherheit der verpackten Güter.

Platz Szene 1710, Hana, S/4, Conversion

Um diesen Ansprüchen auch in Zukunft gerecht zu werden, hat sich Knüppel für die Migration seiner eigenbetriebenen SAP-R/3-Landschaft zu SAP S/4 Hana Enterprise 1610 OP entschieden.

Ein wichtiger Meilenstein im Projekt war hier die erstmalige Bereitstellung eines fertig konvertierten S/4-Hana-Testsystems mit aktuellen Produktivdaten, um die Potenziale der neuen Plattform auch für die Fachbereiche sichtbar zu machen.

Allgemein wächst bei Unternehmen die Begeisterung für S/4 Hana schneller, wenn Anwender neue Funktionen und UX-Oberflächen anhand eigener Daten im Testbetrieb ausprobieren können.

Das Projekt wird aktiv von SAP im Rahmen des Early-Adopter- Programms für S/4 Hana 1610 unterstützt. Eine Kooperation zu beiderseitigem Nutzen, weil zum einen für das Projektteam ein schneller und unkomplizierter Zugriff auf SAP-Experten bei technischen bzw. fachlichen Problemen gewährleistet ist und andererseits praktische Erfahrungen aus der S/4 Hana Conversion einer gewachsenen R/3-Systemlandschaft an die SAP-Entwicklung/Support zurückgegeben werden.

Diese Art der Zusammenarbeit ist zumindest zurzeit auch sehr hilfreich, da im Zuge des Projektes durchaus technische Verbesserungspotenziale aufgedeckt wurden. Generell sollen die bestehenden unternehmensspezifischen Prozesse bei Knüppel auch als Teil der S/4-Hana-Landschaft erhalten bleiben.

Graszt Szene 1710, Hana, S/4, Conversion

Neue Funktionen hingegen werden möglichst standardnah eingesetzt. Zusätzlich wird die bestehende Systemlandschaft konsolidiert durch die Integration des externen SAP Business Warehouse als „embedded BW“ in S/4 Hana.

Zentrale Herausforderungen des Projekts waren – neben den technisch erforderlichen Upgrades und Migration bis ins S/4-Zielsystem – vor allem die Anpassung der Kundenentwicklungen und Schnittstellen, die generelle Umstellung auf das Geschäftspartner-Konzept (CVI) und der Neuaufbau des Reportings mit den virtuellen Datenmodellen in SAP Hana.

Integriertes BW-System

Dass Knüppel trotz einiger Fallstricke und Stolpersteine bei der Migration und dem Übergang nach S/4 Hana letztendlich eine positive Zwischenbilanz hinsichtlich der Auswahl der neuen Plattform ziehen kann, lag an den entscheidenden Vorteilen:

Das neue System bietet eine deutlich bessere Performance. Fiori-Apps ergänzen die etablierten GUI-basierten Dynpros; das Reporting kann auf Basis der neuen Datenmodelle konsolidiert, aktualisiert und in Echtzeit abgebildet werden und hält somit Management und Fachbereiche auf dem aktuellsten Informations­stand.

Darüber hinaus ist man nun für die nähere Zukunft auf einem technisch aktuellen Stand und kann sich somit den Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung besser stellen.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

AdvertDie Meinung 2