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SAP stoppt die Lizenzvermessungen bei den Bestandskunden

Platzgummer Face

Die regelmäßigen, manchmal überraschenden Lizenzvermessungen gehören der Vergangenheit an. Mit Leonardo Machine Learning macht SAP den Bestandskunden das ERP-Leben leichter.

Die digitale Transformation hat letztendlich auch das unliebsame Thema „Lizenzvermessung bei den SAP-Bestandskunden“ erfasst.

Was früher mühsam im SAP-System der Bestandskunden ausgeführt und evaluiert werden musste, soll in Zukunft ganz ohne Zutun und Belästigung erfolgen. Die KI-Komponente (künstliche Intelligenz) aus SAP Leonardo macht es möglich und der Vorstand in Walldorf jubelt: eine technische Revolution!

SAP hat alle Kunden- und Vertragsdaten in Leonardo Machine Learning eingespeist, damit erarbeitet sich das System ein grobes Konzept für mögliche Lizenzverstöße und entwickelt einen Angriffsplan.

Ergänzt wird die Analyse in Leonardo durch das SAP’sche CRM und Daten aus dem SolMan. Sehr wichtig sind auch die Zugriffsstatistiken auf das SAP Support Portal, wo sich die Bestandskunden über die Cloud Identity mit ihrem S-User anmelden.

Aus den Datenquellen SAP CRM, SolMan, Facebook, Twitter, LinkedIn und Support Portal generiert Leonardo Machine Learning die Wahrscheinlichkeit einer Copyright-Verletzung und illegalen Systemnutzung.

Ein individueller Schwellwert berechnet aus der Wahrscheinlichkeit die Lizenznachzahlung. Der Machine-Learning-Algorithmus geht grundsätzlich von der Annahme aus, dass eine tatsächliche Lizenzvermessung in jedem Fall das Ergebnis einer Unterlizenzierung zutage bringt.

Mit dieser Prämisse genügt es, anhand des Bestandskun­denprofils die Höhe der Nachlizenzierung zu berechnen. Die automatische Generierung eines Bestandskundenprofils ist auch der Mehrwert: Man muss sich selbst nicht um die Lizenzvermessung kümmern oder diese administrieren.

Leonardo beobachtet unter anderem genau, welche Seiten der S-User im SAP’schen Support Portal aufruft, und schließt daraus auf Beweggründe, Absichten und Strategien des Bestandskunden: Will dieser offizielle Weg umgehen? Plant er einen Mehrfacheinsatz der Software an verschiedenen Standorten? Versucht er illegal, on-premise in der Cloud zu simulieren?

Naturgemäß sind die Bewegungs­profile im SAP’schen Support Portal nicht immer hinreichend genau, deswegen werden auch Social-Media-Daten in die Benutzerbewertung miteinbezogen.

Wer oft auf www.e-3.de und www.e3zine.com unterwegs ist, fällt in die höchste Gefährdungsstufe für Unterlizenzierung. Auch das LinkedIn-Profil und die Kontakte auf diesem Portal werden zur Vervollständigung des Gefährdungsbilds herangezogen.

Ziel ist es, den Bestandskunden in seiner operativen Arbeit so wenig wie möglich zu behindern und zu stören – und alle relevanten Daten automatisiert im Hintergrund zu erfassen und durch Leonardo Machine Learning auszuwerten.

Das System zur Feststellung einer Unterlizenzierung und anschließenden Rechnungserstellung ist zu 99 Prozent stabil und vertrauenswürdig, denn fortlaufend werden die Leonardo-Daten mit den Status-Reports des SolMan abgeglichen (leider erst ab SolMan 7.2, der aber ab 1. Januar 2018 ohnehin verpflichtend für alle Bestandskunden ist).

Leonardo Machine Learning garantiert erstmals in der über vierzigjährigen Historie von SAP eine konsolidierte, ausgewogene und transparente Lizenzierung aller SAP-Systeme.

Die Einnahmen sprudeln in Walldorf wie nie. Man eilt von einem Umsatzrekord zum nächsten. Der Deckungsbeitrag nähert sich der 90-Prozent-Marke. Leonardo Machine Learning für Lizenznachzahlungen ist das Referenzbeispiel für digitale Transformation.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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