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Benutzerfreundliche BI

[shutterstock.com:676411582, Khakimullin Aleksandr]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Usability ist wichtigstes Kriterium bei der Entscheidung für eine BIaaS-Lösung. Das zeigt eine aktuelle Studie von Conesprit und der Hochschule Heilbronn.

Die „Marktstudie Business Intelligence as a Service“ beschäftigt sich mit dem Status quo der Nutzung von Enterprise-Resource-Planning- (ERP) und Business-Intelligence-(BI)-Anwendungen sowie dem Nutzen und Bedarf an BI-Anwendungen.

Darüber hinaus werden Kaufgründe für BI as a Service (BIaaS) sowie Vorteile von und Vorbehalte gegen BIaaS beleuchtet. Globalisierung, Konkurrenzdruck, wechselnde Trends, veränderte regulatorische Auflagen und Wirtschaftskrisen erhöhen heutzutage die Anforderungen an Unternehmen.

Auch Mittelständler müssen auf Sicht eine BI- Anwendung implementieren, denn Fehl­entscheidungen aufgrund unzureichender Informationen können einen Mittelständler stärker treffen als diversifizierte Konzerne.

Aufgrund begrenzter Ressourcen scheuen sich viele Mittelständler, BI einzuführen. Anstelle einer maßgeschneiderten BI-Anwendung ist das Konzept BIaaS eine Alternative, die es zu bewerten gilt.

Die Einführung von BIaaS ist verkürzt im Vergleich zu einer maßgeschneiderten BI-Anwendung. Unternehmen können immer und von überall auf eine Vielzahl an Standardberichten und -funktionen zugreifen. Alle Mitarbeiter greifen stets auf dieselbe aktuelle Anwendung zu.

Betrieb, Support und Weiterentwicklung werden ausgelagert. Hierdurch wird die IT-Abteilung entlastet. Die BI-Software wird über eine Mietgebühr vergütet. Die Kosten sind transparent und planbar.

Benutzerfreundlichkeit, aktuelle und moderne Werkzeuge (z. B. Dashboards) sowie eine schnelle, überall anwendbare und mobile Datenverfügbarkeit sind sehr bedeutend bei einer Entscheidung für BIaaS (Business Intelligence as a Service). Transparente und planbare Kosten werden als wesentlicher Vorteil an BIaaS gesehen.

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Benutzerfreundlichkeit (5,5) mit Abstand der wichtigste Faktor für eine BIaaS-Lösung, gefolgt von individuellen Weiterentwicklungsmöglichkeiten (4,9) und der Möglichkeit, Daten als Dashboards darzustellen (4,9). (Skala 1–6: „völlig unwichtig“ bis „sehr wichtig“).

Kosteneinsparungen und Abrechnungsperiode spielen eine untergeordnete Rolle. Den befragten Unternehmen ist es sehr wichtig, dass sich die BI-Anwendung an unternehmensindividuelle Gegebenheiten anpassen lässt. Die Standardisierung der BIaaS-Software sowie deren schnelle Implementierung werden geschätzt.

Ob der Support, der Betrieb und die Weiterentwicklung der BI-Anwendung im Unternehmen selbst oder über den BIaaS-Dienstleister durchgeführt werden und damit die IT-Abteilung entlastet wird, ist weniger bedeutend. Wichtig ist, dass die BI-Anwendung reibungslos funktioniert und im Falle eines Problems eine zeitnahe Problembehebung durch den Support erfolgt.

Das Thema Datenspeicherung ist für Unternehmen sehr sensibel. Unternehmen bevorzugen, ihre Daten aufgrund von Datenschutz und Datensicherheit auf einem unternehmensinternen Server zu speichern.

Die Befürchtungen, dass sich ein Unternehmen durch eine BIaaS-Anwendung von einem BIaaS-Anbieter abhängig macht und die Flexibilität durch ein solches Konzept leidet, zählen bei den teilnehmenden Unternehmen als die am geringsten bewerteten Vorbehalte.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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