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Starke Wechselstimmung

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Viele Logistikunternehmen haben mit dem SAP-ECC-S/4-Hana-Umstieg auch die IoT-Nutzung im Blick. Und setzen auf Multi-Cloud- oder Hybrid-Cloud-Einsatz. Das Serviceangebot des ITK-Dienstleisters QSC unterstützt Kunden sowohl bei der S/4- als auch bei der IoT- und Multi-Cloud-Nutzung.

Verstärkt greifen Unternehmen auf den R/3- oder SAP-ECC-Technologienachfolger S/4 zurück, wobei es auch eine stattliche Anzahl gibt, die erstmalig auf SAP-Software setzen. SAP-Chef Bill McDermott bezeichnete S/4 im vergangenen Monat in einem Interview mit Bloomberg-TV als „Blockbuster“.

Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr dürfte erheblich sein, verglichen mit genannten Zahlen vom letztjährigen DSAG-Jahreskongress. Da waren es demnach rund 3700. Jetzt könnten die momentanen Lizenzverkäufe bei geschätzten 6000 liegen, plus/minus. Damit ist auf jeden Fall die Wechselstimmung weiter stark gestiegen.

Angetrieben werden die Kunden primär durch den End-of-Support-Termin der alten SAP Business Suite beziehungsweise von ERP ECC im Jahr 2025. Daneben ist mittlerweile der Leidensdruck durch einen hohen Anteil von einem individuellen Customizing (Z-Entwicklungen) in den Altsystemen gestiegen.

System-Updates sind nur schwierig und mit längeren Vorlaufzeiten umsetzbar. Die notwendige Flexibilität für eine agile digitale Transformation tendiert somit gegen null. SAP bietet Kunden mit S/4 einen Weg zurück zur Standardisierung von Prozessen.

Eigenentwicklungen sollen in der Cloud abgebildet werden, sodass ein On-premise-System weitgehend standardkonform bleibt. Die S/4-Anwenderzahl steigt damit praktisch monatlich und wird dabei zum Beispiel vom ITK-Dienstleister und SAP-Full-Service-Provider QSC (inklusive Consulting, Betrieb, Service) unterstützt.

Obwohl heute noch überwiegend der On-premise-Einsatz bevorzugt wird, werden SAP-Cloud-Einsätze zunehmend wichtiger – als Basis für eine bimodale IT. Tatsache ist, aus übergeordneter Sicht: Mithilfe von S/4 als digitalem Kern lässt sich die durchgängige Vernetzung von wichtigen Geschäftsprozessen forcieren – oder überhaupt erst realisieren.

Coverstory QSC

Digitaler Kern der transformierten Wirtschaft

S/4 berücksichtigt vor dem Hintergrund der digitalen Transformation die Nutzung von Big Data in unterschiedlichster Form, unterstützt Industrie-4.0- sowie IoT-(Internet-of-Things)-Einsätze, ist für die Verwendung/Einbindung von Business-Netzwerken und SAP-Satelliten-Cloud-Systemen wie etwa SAP Ariba oder SAP SuccessFactors ausgelegt und kann sowohl on premise oder als Cloud-Lösung sowie in Multi-Cloud-Umgebungen genutzt werden.

Wobei im Zusammenhang mit S/4 die SAP- Cloud-Plattform (SCP, vormals Hana Cloud Plattform/HCP) eine neue Form darstellt, um den SAP-Einsatz zu individualisieren, zu modernisieren und zu konsumieren. Zudem wartet S/4 mit der neuen Benutzeroberfläche SAP Fiori auf.

Sie zielt darauf ab, die komplexen SAP-Anwendungen in rollenbasierte SAP-Fiori-Apps zu unterteilen und bedarfsgerecht zu nutzen. Etwa in der Simplifizierungsart, dass zum Beispiel Disponenten auf ihren Cockpits nur die Informationen angezeigt werden, die für sie relevant sind. Dadurch behalten sie stets den Überblick und können schneller Ergebnisse erzielen.

Mit dem im vergangenen Herbst bereitgestellten Major-Release 1610 von S/4 wurde insbesondere der Funktionsumfang im Logistikbereich deutlich erweitert, was sich im neuen Major-Release mit der Bezeichnung 1709 fortsetzen dürfte. Forciert wird von SAP der Weg, Funktionen und Geschäftsprozesse auf einer Plattform zusammenzuführen.

Anwendungsbereiche eines klassischen ERP-Systems sind natürlich auch im SAP-S/4-Hana-System integriert, gleichwohl liegen sie in einer vereinfachten Version vor. Das heißt: Die Kerngeschäftsprozesse beispielsweise für die Beschaffung, Produktion und Logistik wurden erneuert oder verschlankt. Sie sind jetzt dadurch in weiten Teilen einfacher zu handhaben und eröffnen zusätzliche Nutzenvorteile. So etwa durch eine verbesserte Performance auch bei großen Datenmengen oder beim Echtzeit-Reporting.

Fakt ist aber auch: Mit dem Technologiewechsel und der Neuprogrammierung und Neuausrichtung von S/4 sind für SAP-Kunden eine Reihe von Veränderungen verbunden – sowohl von den Prozessen und der Organisation her als auch, was die zu verwendenden Technologien anbelangt.

Gleichfalls ist das Ende der Fahnenstange bei den S/4-Hana-Entwicklungen nicht erreicht, ebenso wenig wie bei Lösungen, die den digitalen Kern von S/4 erweitern. Wie etwa bei SAP Leonardo als cloudbasierte IoT-Integrationsplattform. Dabei fällt es dem Kunden und auch SAP-Implementierungspartnern manchmal nicht leicht, den Überblick zu behalten.

Ist SAP Leonardo mit IoT gleichzusetzen? Ganz klar: nein. Wie seit der Sapphire in Orlando bekannt, sind neue Technologien wie Machine Learning, Blockchain oder SAP CoPilot ebenfalls Bestandteil der Plattform SAP Leonardo.

Spannend sind beispielsweise folgende Fragen: Gelingt es etwa, Branchenlösungen in eine S/4-Hana-Plattform zu integrieren, ohne dass die Komplexität aus­ufert? Oder: Wie verhält es sich gerade im Zusammenhang mit IoT mit der „indirekten Nutzung“ konkret, um nicht in mögliche Kostenfallen zu geraten?

Speziell zum Thema indirekte Nutzung sei angemerkt: Der Wille der SAP, hier mit der DSAG eine pragmatische Lösung zu finden, ist Anfang August deutlich geworden. Klar ist auch, dass SAP als Plattformbetreiber nur dann erfolgreich sein kann, wenn man sich ähnlich wie die Hyper Scaler im Markt aufstellt, etwa mit transparenten Abrechnungsmodellen, einfach zu nutzenden Services oder einfacherer Preisgestaltung. Erst derlei Zutaten bereiten den Boden für ein echtes Plattformgeschäft, wie es Amazon, Google oder Microsoft vorleben.

QSC

IoT gewinnt stark an Fahrt

Eine wesentliche Entwicklung im digitalen Wandel ist die Vernetzung von Geräten, das Internet of Things (IoT). Die Vernetzung ermöglicht die kontinuierliche Erhebung von Daten und deren Nutzung in Echtzeit. So können Nutzerverhalten analysiert, die Lebensdauer von Geräten verlängert („Over-the-Air-Updates“) oder auch neue Vergütungsmodelle, also digitale Geschäftsmodelle, entwickelt werden.

Andere Anwendungen zielen unter dem Begriff Industrie 4.0 auf Effizienzsteigerungen rund um den Produktionsprozess wie die vorausschauende Wartung, sodass neben Produktinnovationen auch Kostensenkungspotenziale realisiert werden können.

Initialer Schritt zur Erschließung der Potenziale ist stets die Vernetzung der Geräte und damit auch die Frage, wie die Daten aus den Geräten erhoben und (sicher) übertragen werden können. Hier gibt es zwar erste Standards, mit denen sich beispielsweise Spezialsensoren vernetzen lassen, aber in der Praxis sind ja meist schon Sensoren verbaut oder man steht vor der Herausforderung, wie Daten aus der Walze, Bohrmaschine oder der Maschinensteuerung gesammelt und verarbeitet werden können.

Erfahrungsgemäß lösen Spezialisten wie der IoT-Full-Stack-Anbieter Q-loud diese Problematik schnell und kostengünstig in einem Proof-of-Concept auf. Sieht das Management dann erstmalig Nutzungsdaten in Echtzeit auf dem Bildschirm oder einer App, sind Blockaden schnell geschmolzen und es werden vielfältige Ansätze für Umsatz- und Kostensenkungspotenzial gefunden.

SAP-Anwender profitieren bei der Nutzung dieser neu entstehenden Echtzeitwelt durch die Verknüpfung mit Bestandsdaten und -prozessen. Wird beispielsweise ein Wartungsfall alarmiert, so sollen benötigte Ersatzteile identifiziert, Bestellungen getätigt, Routen geplant und der Vorgang auch abgerechnet werden. Diese Prozesse sind oft schon im ERP beschrieben und verankert und können nun auch für die neuen Anwendungsfälle durchgängig genutzt werden.

Cloud ja, aber wie?

Seien es SAP-Lösungen wie S/4, Betrieb/Verwendung der In-memory-Datenbank SAP Hana inklusive Linux oder die forcierte IoT-Nutzung: Der Rückgriff auf Cloud-Services ist fester Bestandteil der digitalen Transformation. Längst ist man dabei, das Cloud Computing in äußerst flexibler Art und Weise zu verwenden. Nämlich in einer erweiterten Form des Hybrid-Cloud-Computings namens Multi-Cloud-Computing, bei dem Cloud-Services von verschiedenen Cloud-Anbietern in einer Art Cloud-Verbund gleichzeitig bezogen werden – oft auch verwoben mit On-premise-Private-Cloud-Umgebungen (etwa auf der Basis von OpenStack für die IaaS-Orchestrierung).

Hier und da wird der Multi-Cloud-Einsatz auch als IT-as-a-Service bezeichnet. Allerdings: Es geht bei dem Betrieb einer sinnvollen und bedarfsgerechten Multi-Cloud-Nutzung um mehr als um die schiere Buchung eines ausgewählten Cloud-Abonnements. Vielmehr steht eine Art von Cloud-Transformation im Mittelpunkt, der eine Strategie zugrunde liegt –abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzfall oder auf die individuellen Anforderungen eines Unternehmens, bei dem mehrere Aspekte bzw.

Aktionsfelder zu berücksichtigen sind. Zum Multi-Cloud-Einsatz gehört in erster Linie eine fundierte multidimensionale Betrachtung, bei der ein ausgeprägtes Cloud-Architektur-Know-how zum Tragen kommen muss. Ein Ziel steht hier mit im Hauptfokus: Welche Multi-Cloud-Umgebung darf oder muss es sein?

Man kann diesen Sachverhalt mit einem Art Best-of-Breed-Ansatz (Private, Public, Hybrid Cloud und hier welche Public-Cloud-Angebote?) vergleichen, der jedoch stets neu zu erarbeiten oder festzulegen ist. Natürlich spielen beim Multi-Cloud-Computing auch gewisse technische Fragen eine Rolle.

So etwa, wie eine breitbandige RZ-Anbindung oder ein ausgefeiltes Cloud-Netzwerk-/Routing- und Security-Konzept auszusehen hat. Oder: Wie es um ein effizientes und gut funktionierendes API-Management bestellt ist. Um Unternehmen umfassend bei der Cloud-Transformation zu unterstützen, gibt es bei QSC eine Multi-Cloud-Consulting-Division (MCC).

Sie arbeitet mit allen anerkannten Frameworks/Standards zusammen oder nutzt diese, wie etwa Amazon AWS, Google Cloud Platform oder Microsoft Azure. Darüber hinaus ist QSC in der Lage, über einen eigenen Multi-Cloud-Hub diverse Cloud-Services im Rahmen der QSC Pure Enterprise Cloud anzubieten.

 

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