Hausmitteilung

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Hausmitteilung: der SAP’sche Mehrwert

In regelmäßigen Abständen hinterfragen wir kritisch und konstruktiv unsere Blattlinie. Mit unseren zahlreichen Kommentaren von Mitgliedern der SAP-Szene sind wir klar die Nummer eins: Wir sind die Meinung der SAP-Community!

Ebenso steht in unserem Fokus die notwendige Bildungsarbeit für SAP-Bestandskunden und Partner. Ein Partner fragte vergangenen Monat, ob wir das mit der Bildungsarbeit „wirklich“ ernst meinen.

Wir wissen, dass ein Blick in diese E-3 Ausgabe und speziell die Coverstory von 13 Seiten zum Thema IT-Asset-Management jeden Zweifel beseitigen muss. Mehr geht nicht!

Der nächste Schritt wäre ein Webinar und persönliches Beratungsgespräch. Somit sehen wir uns als wichtigen Teil der SAP-Community entlang eines Weges, der von Information über Beratung hin zu einer Kaufentscheidung führt.

Das E-3 Magazin als Massenmedium steht am Beginn dieses erfolgreichen Weges.

Der Mehrwert, den SAP immer anbieten konnte, war der ganzheitliche Ansatz, mit einer betriebswirtschaftlichen Standardlösung die Bedürfnisse in der B2B-Szene mehr als zu befriedigen.

Vollkommen zu Recht ist SAP im ERP-Bereich der Weltmarktführer. Das Konzept der fünf SAP-Gründer ist aufgegangen und hat mit der SAP Business Suite 7 auf AnyDB seinen bisherigen Höhepunkt erreicht.

Die nachfolgenden Konzepte sind richtig, die Produktstrategie unter SAP-CEO Bill McDermott jedoch ist zweifelhaft – der SAP’sche Mehrwert geht verloren.

Bis zur Suite 7 mit AnyDB lieferte SAP ein offenes, höchst flexibles System, das sich jeder Anforderung anpassen konnte. Der Mehrwert war die Wahlfreiheit. Danach versuchte Bill McDermott die „Vielfalt“ auf Hana, S/4 und Cloud Computing zu reduzieren.

Komplexe Lösungen wie R/3 HR sollen nun in einer globalen, standardisierten SuccessFactors-Cloud aufgehen. Ein ausgereiftes und funktionsreiches Produkt wie SRM (Supplier Relationship Management) soll durch die Ariba-Cloud und IBM Watson ersetzt werden.

Der Weg aus der SAP’schen Vielfalt der vergangenen Tage auf einen cloudbasierten SAP-Ansatz mit Hana und S/4 scheint jedoch nicht zu funktionieren: Wer dieses Jahr die Sapphire genau analysierte, konnte erkennen, dass beim Thema Cloud Computing das singuläre SAP-Angebot – HCP und HEC – bei Weitem kein Erfolg bei den Bestandskunden ist, die Vielfalt und Offenheit fordern.

So muss SAP mittlerweile mit AWS, Microsoft Azure und Google kooperieren, weil das eigene Cloud-Angebot keinen Markt findet. Und ähnlich verläuft das singuläre Hana-Angebot im Sande: Zuerst musste SAP eingestehen, dass die Kombination aus Intel-Hardware und Hana-Software nicht immer das Optimum darstellt und gegebenenfalls Hana auf IBM Power die wesentlich bessere Wahl ist.

Nun musste selbst Professor Hasso Plattner auf der Sapphire 2017 einräumen, dass für das kommende Machine/Deep Learning die Plattform Hana mit Intel bei Weitem nicht ausreichend ist. SAP wird sich an der Open-Source-Software Google TensorFlow und der Hardware von Nvidia bedienen müssen.

Offensichtlich ist die alte Vielfalt – wenn auch mit anderen Namen – in der SAP-Community wieder zurück! Der Mehrwert einer singulären SAP-Welt wird sich nicht einstellen. CEO Bill McDermott wird seinen Kurs korrigieren müssen, wenn er erfolgreich 2025 erreichen will. (pmf)

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