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Disruptive Geschäftsmodelle mit SAP?

Viele etablierte Unternehmen stehen vor einem Innovationsdilemma. Sie müssen ihre bewährten Geschäftsprozesse mit innovativen Ideen verbinden und sie schnell umsetzen. Wie kann man das mit der alten Welt unter einen Hut bringen? Die Lösung lautet IT der zwei Geschwindigkeiten, oder wie Gartner es nennt: bimodale IT.

Unter bimodaler IT versteht man die Kombination aus klassischer und agiler IT. Die klassische IT entwickelt Ideen, macht einen detaillierten Plan und setzt ihn dann minutiös um. Das ergibt auch Sinn, wenn es um die Abbildung komplexer geschäftskritischer Prozesse geht.

Bei den grundlegenden Vorgängen muss die Basis stimmen und sie müssen ein stabiles Ergebnis produzieren. Ganz anders dagegen die agile IT: Sie entwickelt Ideen und „fängt dann einfach mal an“.

Die Umsetzung der Idee in IT-Prozesse wird mit jedem Sprint an die sich ändernde Umwelt angepasst. Das wiederum ergibt Sinn, wenn eine Idee schnell auf den Markt gebracht werden muss oder neue Ideen einfach mal eben ausprobiert werden sollen.

Die Kunst für Unternehmen besteht also darin, mit den erfolgreichen Geschäftsprozessen weiter das Geld zu verdienen, um darauf aufbauende Projekte mit agiler IT umsetzen zu können. Für die agile IT heißt das, sie muss Rücksicht auf die vorhandene Basis nehmen und mit ihren bestehenden Schnittstellen, Datenmodellen und Prozessen umgehen können.

In SAP-Umgebungen lässt sich das in einem ersten Schritt vor allem mit den Cloud-Lösungen aus dem SAP-Hybris-Portfolio realisieren. Sie können sofort abonniert werden und bringen bereits die nötigen Schnittstellen für die Anbindung an die klassischen SAP-Backends mit.

Damit können Unternehmen bereits viele neue Ideen und Anforderungen schnell abdecken. Für disruptive Innovationen, die das Zeug dazu haben, den Markt aufzurollen, gehen die vorgefertigten Lösungen aber unter Umständen nicht weit genug.

Um neue Geschäftsfelder zu erschließen oder bestehende Services um neuartige, bislang unbekannte Funktionen zu erweitern, werden individuelle Lösungen benötigt.

Für die direkte, schnelle und unkomplizierte Entwicklung solcher Lösungen kann im SAP-Universum unter anderem die SAP Cloud Platform (SPC) als Grundlage verwendet werden. Sie stellt umfangreiche, einfach anpassbare Vorlagen und Services zur Verfügung, bietet aber auch genügend Freiraum, um komplett neue Ideen umzusetzen.

Sollen beispielsweise mobile Anwendungen oder IoT-Szenarien realisiert werden, die Zugriff auf Daten und Prozesse im SAP-Backend benötigen, ist die SCP ideal geeignet.

Geht es speziell um Innovationen im E-Commerce, kann die Lösung SAP Hybris Commerce zum Einsatz kommen. Die Plattform bietet den Nutzern Flexibilität bei der Anbindung verschiedener Umsysteme sowie der Umsetzung individueller Funktionalitäten im Frontend und den Backend-Prozessen.

Weiter erhöht wird die Flexibilität durch die Cloud-Services SAP Hybris as a Service – kurz YaaS. Sie bestehen aus einer Reihe von Microservices und ermöglichen es, tagesaktuell auf Veränderungen zu reagieren.

Damit lassen sich beispielsweise „Pop-up-Stores“ realisieren – also schnell aufgebaute Webshops, die nur kurze Zeit, etwa auf Messen oder Events, zum Einsatz kommen, oder die die Prozesse eines neuen Geschäftsmodells mit stark reduziertem Produktportfolio austesten sollen.

Ihre volle Stärke können die Services im Zusammenspiel mit dem „ausgewachsenen“ SAP Hybris Shop eines Unternehmens oder einer Marke ausspielen, da YaaS dann die grundlegenden Funktionen eines solchen Shops wie Checkout oder Warenkorb nutzen kann.

Dasselbe gilt für die zahlreichen Erweiterungen, die in den letzten Jahren für SAP Hybris geschaffen wurden, etwa für umfangreiche Abrechnungsmöglichkeiten (SAP Hybris Revenue), tiefgreifende Personalisierung (SAP Hybris Marketing und SAP Hybris Profile) oder Kundenbindung (SAP Hybris Loyalty und SAP Hybris Service Engagement Center).

Durch diese Kombination können Unternehmen innovative Projekte schnell und effizient umsetzen.

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