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An OpenStack kommen SAP-Anwender beim Cloud Computing nicht vorbei

Es gibt eine ganze Reihe von SAP-Bestandskunden, die mit Open-Source bislang wenig am Hut hatten. Aber: Ohne es vielleicht zu wissen, nutzen sie quasi indirekt Linux, OpenStack, oder Cloud Foundry.

Sei es, wenn sie auf die SAP Cloud Platform zurückgreifen. Sei es, wenn sie ihr Votum für Hana abgegeben haben und Rechnerleistungen sowie den Hana-Betrieb in Form von Managed-Cloud-Services von einem SAP-HostingProvider beziehen – für welche Zwecke auch immer.

Mit Hana-Infrastruktur-Themen möchten SAP-Kunden vielleicht derzeit nicht so viel zu tun haben und greifen auf SAP-Managed-Services-Partner zurück. Etliche derartige Dienstleister, die im Kundenauftrag Hana-Systeme verwalten und managen, setzen OpenStack zur Bereitstellung von Infrastructure-as-a-Service-Leistungen (IaaS) aus ihrer Privat-Managed-Cloud-Umgebung ein.

Das macht zum Beispiel die FIS ASP Hosting so, aber auch die Telekom – wobei auch Apps im Public-Cloud-Stil über die Telekom Cloud offeriert werden. Die Kerninfrastruktur-Basis hier ebenso: OpenStack.

Der Open-Source-/OpenStack-Zug fährt mit rasanter Geschwindigkeit, was die kürzlich abgehaltene Veranstaltung OpenStack Summit 2017 im Mai in Boston unterstrich. Es ist schlichtweg das Technologiemittel der Wahl, wenn es um Cloud-Infrastrukturen geht.

Der OpenStack-Zuwachs laut den Veranstaltungsverantwortlichen in einem Jahr: satte 44 Prozent! Interessant auch die Info, dass OpenStack als einzige Technologie für alle Dimensionen von Hybrid-Clouds annähernd zu gleichen Teilen Verwendung findet: sowohl für Private Clouds, für Public Clouds wie auch für Managed-Cloud-Services.

Zudem, so eine weitere Erkenntnis: Etwa 50 Prozent der Unternehmen der bekannten Fortune-Liste setzen derzeit OpenStack und damit Open Source ein.

Natürlich lässt jede Technologie oder darauf basierende Lösungen stetigen Raum für Verbesserungen, Weiterentwicklungen oder auch Innovationen. Das war ja in der IT schon immer so. Aufholbedarf bei OpenStack offenkundig derzeit: bei den Themen Zertifikate sowie Interoperabilität beim Multi-Cloud-Einsatz von OpenStack beispielsweise.

Mit vernehmbar kritischem Unterton wurde auch bei der Veranstaltung auf den Umstand hingewiesen, dass die verschiedenen verfügbaren OpenStack-Distributionen unterschiedliche Funktionsumfänge aufweisen. Wohl deswegen, weil damit eine Vergleichbarkeit nur bedingt möglich ist.

Ungeachtet dessen können OpenStack-Enterprise-Anwender auf ein permanent wachsendes OpenStack-Lösungsangebot (natürlich inklusive Support-Leistungen) für die unterschiedlichen Einsatzfelder zurückgreifen.

So haben speziell zum erwähnten OpenStack Summit gleich mehrere Anbieter konkrete Produkte beziehungswese Weiterentwicklungen vorgestellt. Suse (Monitoring-Lösung) etwa, NetApp (Storage), Veritas (Security) oder Dell/Rackspace (eine Art Komplettlösung für den Pri­vate-Cloud-Einsatz) ebenso.

Die große Bedeutung von OpenStack lässt sich auch daran festmachen, wie viele sogenannte Sponsoren es mittlerweile gibt und wer alles mit von der Partie ist. Sowohl aus der IT-Szene als auch anwenderseitig.

Big Companies wie General Electric, AT&T, Verizon oder eben die Telekom zählen dazu. Andererseits – neben nicht ganz so bekannten Open-Source-Spezialisten – praktisch alle namhaften IT-Player. Von IBM, HPE oder Huawei bis hin zu Cisco, Fujitsu oder NEC. Aber auch eben SAP.

Mittlerweile dürfte es sich in der SAP-Community bis in die letzten Ecken rumgesprochen haben, dass der Walldorfer Softwarekonzern generell stark auf Open Source im Allgemeinen und auf OpenStack im Speziellen setzt. Und das sowohl intern wie auch als technologische Basis etwa für die Produkte oder Lösungen SCP, HEC oder für die Hana-basierte S/4 Cloud.

Spannende Einblicke dazu gab es bei dem OpenStack Summit im Rahmen eines Vortrags von SAP-Experten über den OpenStack-Einsatz bei SAP.

Auffällig allemal: wie groß und weitreichend sich die OpenStack-Enterprise-Nutzung beim Walldorfer Softwarekonzern zwischenzeitlich darstellt.

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