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Wenn Einstein mit Watson kombiniert

Hat Ihr Unternehmen bereits eine Strategie für künstliche Intelligenz? Oder sogar einen CAIO (einen Chief Artificial Intelligence Officer)? Nein?

Den Begriff künstliche Intelligenz (KI) gibt es schon lange, wie erfahrene IT-Kenner bestätigen können.

Die Definition, was KI ist, und die Qualität der Ergebnisse waren immer abhängig vom technisch Machbaren, was demzufolge lange Zeit eher bescheiden ausfiel. Inzwischen helfen diese – kognitiven – Lösungen bei einer Vielzahl von Anwendungsfällen.

Im letzten Jahr hat Salesforce seine CRM-Lösung um eine Siri-ähnliche Lösung namens Einstein erweitert. Einstein erkennt gesprochene Kommandos und kann darauf reagieren. Unter der Haube sind dann die weiteren Merkmale kognitiver Lösungen wie selbstlernend, regelbasiert und datenanalysierend.

Einstein ist eine Weiterentwicklung basierend auf den von Salesforce akquirierten Unternehmen MetalMind, PredictionIO, TempoAI und ExactTarget.

Die Ankündigung zu Einstein erfolgte von Marc Benioff genau während Oracles OpenWorld, was ihm eine hohe Aufmerksamkeit in sozialen Medien einbrachte. Die Ankündigung der Zusammenarbeit mit Watson war ebenso gut geplant. Sie fand knapp vor dem Adobe Summit im März in Las Vegas statt, der parallel zur IBM Amplify veranstaltet wird, auf der beide CEO auffallend freundlich die Zusammenarbeit vorgestellt haben.

Hauptsächlich wird die Watson-Technologie zur Verfügung gestellt, die über API angesteuert wird. Auch werden Echtzeit-Daten wie „Weather Insights“ angebunden.

Anbieter können sich auf viel präzisere Analysen freuen. Kundendaten werden erheblich besser mit externen Daten und Ereignissen verknüpft. Eventbasiert und unter Einbeziehung vieler Datenquellen können auch komplexe Muster verwertet werden.

Im Kampagnenmanagement ist durch Personalisierung und Lokalisierung eine zielgenauere Ansprache von Kunden möglich. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass Kunden seltener zu Themen angesprochen werden, die sie (im Moment) nicht interessieren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Verbindung von Salesforce mit den Kundensystemen, die on premise und in Cloud-Lösungen liegen können.

Praktisch ist auch, dass IBM letztes Jahr Bluewolf gekauft hat, eine Firma, die seit 2001 mit Salesforce zusammenarbeitet und standardisierte Lösungen um die Kooperation zur Verfügung stellen wird.

Schöne neue Welt oder werden Kunden transparenter? Wahrscheinlich beides. Ob sich damit mehr verkaufen lässt, hängt von der Produktgruppe ab und wie intelligent Bedürfnisse adressiert werden.

Auf jeden Fall wird zielgerichteter und bedarfsgerechter angeboten werden. Der Kunde wird direkter auf seine Bedürfnisse angesprochen. Es ist ein Kampf der Anbieter um das passendere Angebot und die überzeugendste Customer Journey. Der Wettstreit dazu hat gerade erst begonnen.

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