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Der Herr der Dinge

Das Internet der Dinge wird die Zukunft (fast) jeder Branche ­prägen. Es geht nicht nur darum, möglichst viele Systeme ans Internet anzubinden. Wichtiger ist, wie Sie die gewonnenen Daten nutzen und die Systeme aus Daten und Entscheidungen lernen.

Am 17. Februar wurde in den Münchener Highlight Towers das Watson IoT Center eröffnet. Es ist das erste und bisher einzige Hauptquartier einer IBM-Brand außerhalb der USA. Es ist auch ein Bekenntnis zur DACH-Region und die Wertschätzung der hiesigen Industrie.

Über 1000 IoT-Experten, davon viele von Kunden und Partnern, stellen das Innovationsökosystem in München dar. In den Präsentationen von Kunden wie BMW, Daimler, Schaeffler konnten die über 600 Gäste sehen, wie weit Lösungen schon gediehen sind und wohin die Reise führt.

Dabei war 1997 die Entwicklung zu Watson nicht abzusehen. In dem Jahr gewann erstmals der Rechner Deep Blue einen Mensch-gegen-Maschine-Schachwettbewerb und bezwang Garri Kasparow.

Das war der Start für eine neue Richtung der SW-Entwicklung. Deren Ziel ist es, selbstlernende Lösungen zu entwickeln, die in der Lage sind, selbstständig Informationen aus Daten zu gewinnen und aus Entscheidungen und der Interaktion mit Dritten weiter zu lernen.

Vorbild sind dabei die kognitiven Fähigkeiten des Menschen. Was bedeutet dies für E-Commerce-Lösungen? Die Entwicklung ist vergleichbar mit der produzierenden Industrie, nur wesentlich schneller und weitreichender.

Unternehmen verfügen nicht nur über viel mehr Daten über ihre Kunden im Allgemeinen als auch im Speziellen. Trends und Entwicklungen werden in Echtzeit erfasst.

  • Wie erfolgreich ist eine Mailing-Kampagne?
  • Welche Reichweite hat der gerade gesendete Werbespot?
  • Wie denkt die Zielgruppe XY über Sie?
  • Wie biete ich einem Kunden, der am Flughafen ist, eine Auslandsversicherung, einen Roamingvertrag oder einen Virenscanner für öffentliche Hotspots an?

Wie dynamisch der Markt an Unternehmen ist, die Ihnen Ideen, digitale Transformation oder fertige Lösungen anbieten, zeigt die „Marketing Technology Landscape Supergraphic“ von Chiefmartec.

Diese Unternehmen gewinnen entweder Daten von Menschen bzw. Maschinen oder verarbeiten diese. 2011 waren auf dem Schaubild circa 150 Logos. 2016 sind es circa 3500 Logos.

Allein die Unternehmen, die 2016 „Social Media Marketing & Monitoring“ oder „Marketing Automation & Campaign/Lead Management“ anbieten, sind jeweils mehr, als es 2011 insgesamt in allen Kategorien gab.

Durch das große Angebot an spezialisierten Anbietern kommt es immer weniger darauf an, die für Sie relevanten Daten zu erhalten. Wichtiger ist es, sie an Ihr Entscheidungssystem anbinden zu können und sie einfach auszuwerten.

Das und die Möglichkeit zu selbstlernenden Systemen wird Sie als den wahren „Herrn der Dinge“ auszeichnen. Und nun nochmals der Link. Es lohnt sich, die „Supergraphic“ vergrößert anzusehen. Viel Spaß dabei.

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