[shutterstock.com:470584415, Radachynskyi Serhii]

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Masterplan für S/4

Der Titel ist Programm, weil das neueste ERP-System aus Walldorf eine andere Architektur hat als die Vorgängersysteme. Ein Grund dafür ist naturgemäß Hana. SAP hat versucht, Gutes zu bewahren und Innovationen zu ermöglichen – damit wird der „Release-Wechsel“ aber nicht einfacher. Über den Masterplan für S/4 geben Andreas Emhart und Hinrich Mielke von Alegri E-3 Chefredakteur Peter Färbinger detailliert Auskunft.

Alegri wurde 2001 von Andreas Emhart gegründet. Er ist heute CEO der Alegri Group.

Hinrich Mielke ist weithin in der SAP-Community als erfahrener Manager bekannt. Er ist Direktor bei Alegri International Service und verantwortet damit den gesamten SAP-Bereich bei der Alegri Group.

Die Themen Hana, S/4 und Cloud Computing sind komplex, auch wenn SAP-Chef Bill McDermott gerne auf sein „run simple“ verweist. Mit dem Wissen und der Erfahrung von Alegri wird es für die SAP-Bestandskunden einfacher werden.

Und bei Alegri spricht man aus eigener Erfahrung: Vergangenes Jahr berichtete Hinrich Mielke über das sehr erfolgreiche Customizing von Simple Finance in der Microsoft Azure Cloud.

Kann es einen Masterplan für den Umstieg auf S/4 geben? Immerhin gleicht ein ERP-System – R/3 4.c bis ECC 6.0 – kaum dem anderen.

„Der Masterplan bzw. die Vorgehensweise für die Konvertierung, d. h. für die Umstellung eines bestehenden Systems zu S/4, wird stets ähnlich sein“

beruhigt Direktor Mielke.

Zu Beginn empfiehlt sich ein „Hana Readiness Check“ inkl. einer Nutzungsanalyse. Dazu müssen Testprozeduren, Testfälle, Schnittstellen und das Berechtigungswesen analysiert werden. Dann hat man einen guten Startpunkt für die Konvertierung.

Und Mielke ergänzt:

„Das Customizing einer S/4-Installation wird weiterhin so individuell wie die Kunden sein – das macht ja auch die Stärke von SAPs ERP-Lösung aus.“

Analyst Frank Niemann von PAC in München meinte Ende vergangenen Jahres in einer Research Note, dass SAP-Bestandskunden, Partner und SAP selbst sich in einer Transformation befinden, wobei diese jeweils unterschiedlich ausgeprägt ist.

Klar ist für Niemann, dass für alle Beteiligten S/4 und Hana eine Rolle spielen wird. SAP-Bestandskunden werden prüfen, wann der geeignete Zeitpunkt für den Umstieg ist, und erwarten dabei Unterstützung sowohl von SAP als auch von den SAP-Partnern.

Der SAP-Partner muss sich neben den Lösungskompetenzen rund um S/4 den Themen einer Prozess- und Geschäftsmodelltransformation zuwenden.

Es wird erwartet, dass er S/4 nicht nur schnell implementiert, sondern Transformationsprojekte unter Einbeziehung von IT und Fachbereichen begleitet und unterstützt.

Cloud Computing

Hana und S/4 gibt es als On-premise-Angebot und in zahlreichen Cloud-Versionen. Alegri setzt auf Microsoft Azure – warum?

„Alegri berät grundsätzlich neutral und unabhängig, da wir keine Lizenzen verkaufen, sondern nur an der Qualität unserer Beratung gemessen werden“

erklärt CEO Andreas Emhart.

„Aufgrund unserer Erfahrung mit Azure in Kundenprojekten und der eigenen Nutzung von Azure als PaaS für SharePoint und Office 365 bot sich die Integration mit S/4 Finance auf Azure an.“

Aus Sicht von Alegri hat Microsoft mit Azure ein starkes Cloud-Angebot am Markt und ist vor allem durch seine Office-365- und SharePoint-Installationen (on-premise oder Cloud) bereits bei praktisch allen Unternehmen vertreten.

„Insofern ist bei vielen unserer Klienten Microsoft eine interessante Option, um Cloud-Projekte konsolidiert umsetzen zu können. Denn durch die Freigabe einer Office-365-Umgebung ist die rechtliche und organisatorische Hürde für SAP auf Microsoft Azure oftmals sehr gering, was der Agilität im Projekt zugutekommt.

Zudem bietet Azure die Option einer deutschen Datentreuhand an, damit ist für viele unserer Kunden die Einstiegshürde für die Cloud deutlich reduziert“

weiß Emhart aus vielen erfolgreichen Kundenaufträgen.

SAP selbst hat ein breites Cloud-Angebot mit HEC (Hana Enterprise Cloud) und HCP (Hana Cloud Platform), das nun unter dem Namen SAP Cloud zusammengefasst wurde. Ebenso hat SAP die Freigaben für einen Betrieb auf AWS (Amazon Web Services) und Microsoft Azure erteilt.

Wohin entwickelt sich der Markt aus Alegri-Sicht? Wer wird am Ende des Tages der Cloud-Sieger in der SAP-Community sein – SAP Cloud, AWS oder Azure?

„Eine Vorhersage wäre zum aktuellen Zeitpunkt Glaskugellesen“

meint Andreas Emhart im E-3 Gespräch und beschreibt die Ausgangssituation:

„Auch spielt in den Unternehmen nicht nur die SAP-Landschaft eine Rolle in dieser Frage, sondern muss in Zusammenhang mit der kompletten Strategie betrachtet werden.

Insofern dürfen wir wohl davon ausgehen, dass es hier keine kurzfristige Entwicklung in die eine oder andere Richtung geben wird.

Wenn es um die Agilität bei Sand­boxen oder Testsystemen geht, werden sicher AWS, Azure und Google Cloud Plattform (GCP) einen Vorteil haben. SAP wird sich eher im Bereich SaaS durchsetzen und die anderen teilen den Markt der IaaS für SAP-Systeme untereinander auf.“

Viele SAP-Bestandskunden in Europa haben in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreiche eigene Rechenzentrums-Strukturen aufgebaut – mit teilweise extrem niedrigen Betriebskosten. Geht der simple Weg zu S/4 und Hana in die Cloud oder bleibt man im eigenen Rechenzentrum?

Hinrich Mielke:

„Aktuelle Projekte und Kundengespräche zeigen, dass die Skepsis bezüglich Cloud-Anwendungen in der DACH-Region schwindet und sich viele CIOs ernsthaft mit der Cloud auseinandersetzen.

Die Bedeutung von Cloud wird weiter zunehmen, eigene Rechenzentren aber bei vielen Kunden mittelfristig ergänzen und nicht ablösen.“

Ein Vorteil bei PoCs ist die Agilität in der Cloud und auch die Möglichkeit, eine Architektur einfach verändern und dem Erkenntnisstand anpassen zu können.

Der Beschaffungsprozess und auch der Dekommissionierungsprozess lassen sich auf Minuten reduzieren, dies ist ein entscheidender Vorteil z. B. bei Erprobung von S/4 Hana.

„So lässt sich die Schatten-IT einfangen und compliant betreiben“

ergänzt Mielke.

Azure, AWS, SAP Cloud?

„Wie bei jeglichen Service-Providern bieten all diese ihre eigenen Vorteile“

weiß CEO Emhart.

„SAP positioniert sich mit einem SaaS-Angebot. Microsoft Azure, AWS und die Zusammenarbeit von SAP und Google zielen eher auf IaaS ab.

Microsoft und mit Abstrichen Google bieten die potenzielle Integration in das jeweilige Anwendungs- und Plattformportfolio. Dazu spielt natürlich die jeweilige aktuelle Situation der Unternehmen eine gewichtige Rolle.

Somit muss auch dieses Thema gleich bei der Masterplanung berücksichtigt und zusammen mit dem individuellen Deployment-Ansatz untersucht werden.“

Eine unausweichliche Frage bei der Diskussion des Cloud Computing in der SAP-Community: Und was soll man mit den On-premise-Lizenzen machen? Bei SAP in ein Subskriptionsmodell wandeln oder mit den eigenen Lizenzen in die AWS-, Azure- oder Google-Cloud gehen?

„Natürlich spielen die Lizenzen eine wichtige Rolle“

erklärt Hinrich Mielke,

„eine künftige Nutzung sollte aber nicht allein von etwaigen Lizenzen abhängig gemacht werden, sondern am eigenen Bedarf ausgerichtet sein.

Bei Microsoft Azure, AWS und GCP gilt: bring your own license – BYOL – für die IaaS. D. h., hier gelten die gleichen Voraussetzungen wie beim On-premise-Betrieb der letzten Jahre, inkl. der Erkenntnis, dass die Lizenzierung bei SAP stets kunden­individuell ist. Die SAP HEC ermöglicht BYOL wie auch ein Subskriptionsmodell.“

Offensichtlich gibt es viele Wege nach Hana und S/4. Somit stehen die SAP-Bestandskunden nach dem Wechsel von R/3 auf ECC 6.0 wieder vor zahlreichen Herausforderungen: Der Weg Richtung S/4 und Hana scheint für viele SAP-Bestandskunden vorgegeben, wenn auch nicht unmittelbar aktuell zu sein.

Wie bereitet man sich vor? Wie evaluiert man die Kosten und den Mehrwert? Hinrich Mielke schmunzelt im E-3 Gespräch und meint:

„Kaufen Sie bereits gemachte Erfahrung ein, und kaufen Sie externe Beratung ein. Dafür gibt es Beratungshäuser, man muss nicht jeden Umweg selbst gehen.

Es ist richtig, dass S/4 und Hana die Zukunft in den SAP-Landschaften der Kunden sein werden. Eine frühzeitige Auseinandersetzung und Evaluierung mit den neuen Technologien sollte unmittelbar stattfinden, Stichwort: Think big – start small!

Der richtige Zeitpunkt für den Umstieg ergibt sich dann aus diversen Faktoren wie Business-Mehrwert, Lizenzkosten, laufenden Wartungsverträgen, anstehenden ALM-Projekten, Unternehmensstrategie, Masterplan etc.“

Bei Alegri ist man der Meinung, dass der richtige Zeitpunkt entscheidend ist – unter Berücksichtigung aller Faktoren, diese zu identifizieren und dann die definierte Strategie umzusetzen.

„Womit wir wieder bei der Relevanz eines Masterplan wären“

ergänzt Mielke. Vor vier Jahren haben Hasso Plattner und Ex-SAP-Technikvorstand Vishal Sikka bei einer Präsentation in Palo Alto sinngemäß gesagt, dass SAP nur die beste Technik zur Verfügung stellen kann, die Anwender aber selbst entscheiden müssen, wie sie diese zum eigenen Vorteil einsetzen. Stimmt das? Was ist die Erfahrung von Alegri?

Hinrich Mielke:

„Aus der Historie sind viele Kunden bei SAP Aktualisierungen gewohnt, dass SAP die neuen Möglichkeiten in der Anwendung vorgibt und der Kunde diese aktiviert und anpasst.“

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SAP-Meinung & Mehrwert

Damit war der Business Case einfach zu rechnen. Mit S/4 und Hana stellt SAP eine komplett neue Plattform bereit, die völlig neue Herangehensweisen und Möglichkeiten eröffnet – die SAP kann diese nur beispielhaft skizzieren.

„Letztendlich sind die Kunden gefragt, die in ihrem Kerngeschäft schlummernden Potenziale zu identifizieren und zu heben: Sie sind schließlich die Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet.

Insofern geben wir Hasso Plattner und Vishal Sikka recht in ihrer Vorhersage, wobei inzwischen auch SAP durch die Simplifizierung gewichtige Argumente für ihre Kunden in petto hat.“

Und CEO Emhart ergänzt:

„Aus unserer Erfahrung heraus sind agile Unternehmen im Vorteil: Sie können Möglichkeiten neuer Technologien für sich nutzen – und sei es nur in Teilbereichen als Leuchtturmprojekte – und so einen Vorsprung zum Marktbegleiter erarbeiten.

Dies geht leichter, wenn das Know-how und auch die Kapazitäten der Mitarbeiter für diesen kreativen Prozess vorhanden sind und auch vom Management aktiv gefördert werden.“

SAP muss sicherstellen, dass Kunden sowohl die Technologie als auch das Innovationspotenzial von S/4 Hana in Bezug auf die eigene Situation bewerten können, schrieb Analyst Frank Niemann Ende 2016 in der erwähnten PAC-Studie.

Neben vielen anderen Dingen zählen verlässliche Roadmaps und flexiblere Preismodelle dazu, meint Niemann. Wenn sich Bestandskunden gezwungen sehen, S/4 einzuführen, weil es die Produktstrategie so vorschreibt, statt von den Mehrwerten überzeugt zu sein, sollte der Softwarekonzern tunlichst nachbessern – so die Meinung des Analystenhauses PAC.

Dual-Vendor-Strategie

Der SAP-Markt ist heterogener als vor 25 Jahren. Standards und Open Source, wie von der SAP verwendet, eröffnen neue Möglichkeiten: Wie stellt sich für Alegri eine Konvergenz von SAP und Microsoft dar? Gibt es hier einen Mehrwert?

„Viele unserer Klienten nutzen eine Dual-Vendor-Strategie, bei der jede Anforderung des Business bevorzugt durch Lösungen von Microsoft oder SAP abgedeckt wird“

weiß CEO Andreas Emhart.

Somit ist Office, oft auch Office365, bereits gesetzt, wie auch SharePoint für Collaboration und strukturierte Dokumentenablage – das Active Directory ist ebenfalls schon seit Jahren etabliert.

SaaS-Lösungen auf Basis von Microsoft Azure finden ebenfalls ihren Weg in die Unternehmens-IT. Und Emhart ist überzeugt, dass der Paradigmenwechsel bei SAP einen hohen Nutzen zeigen wird, wenn diese bestehenden Lösungen aus der Microsoft-Welt nahtlos ohne Medienbruch eingebunden werden und so Produktivität und Effektivität erhöhen.

Wie realisiert der SAP-Bestandskunde einen möglichen Mehrwert? Big Bang oder Evolution?

Hinrich Mielke:

„Um die Potenziale des Wechsels auf S/4 zu realisieren, ist die Konvertierung von ECC 6.0 auf S/4 und Hana ein Projekt zur Geschäftsprozessoptimierung, ggf. sogar auch zur Geschäftsprozessneugestaltung.

Die dadurch möglichen und gewinnbringenden Use-Cases sind kundenindividuell und bedürfen stets einer Konzernstrategie zu den Zielen und der Absicht des Projektes; danach kann es zielführend angegangen werden.

Die Abstimmung mit der Fachseite führt zu ersten Use Cases. Dann wird z. B. mit der Buchhaltung gestartet oder mit einem Unternehmensbereich, der als Leuchtturm fungiert.

Das Credo ist immer: Think big, start small. Der Big Bang wird eher selten zur Kundensituation passen.“

Frank Niemann von PAC hat erhoben, dass die SAP-Bestandskunden in Bezug auf S/4 in zwei Lager gespalten sind: Für die einen ist die neue Produktgeneration von SAP strategisch, um ihre Geschäftsprozesse zu transformieren und neue Geschäftsmodelle zu unterstützen sowie ihre SAP-Landschaften weiterzuentwickeln.

Eine andere Gruppe von Unternehmen betrachtet S/4 lediglich als das nächste Release von SAP, das man wohl oder übel einführen muss. Ihnen geht es vor allem um eine technische Migration ihrer heutigen Systeme auf S/4.

Mielke meint, folgt man den neuen Paradigmen und setzt S/4 in seiner Gesamtheit um, ändert sich der Geschäfts- und Arbeitsprozess an sich. Diese neuen Abläufe sind nicht mehr transaktionsbezogen ausgerichtet, sondern richten sich nach dem Prozess und den Nutzeranforderungen:

„Hier ist ein Umdenken insbesondere für erfahrene Anwender erforderlich“

weiß Mielke aus seiner beruflichen Praxis.

Auch wenn die Anzahl an begonnenen sowie geplanten S/4-Projekten nach Meinung von PAC zunimmt, scheint die Unsicherheit bei den Firmen noch immer groß zu sein.

Selbst jene, die gern ihre Prozesse transformieren würden, fragen sich, wie hoch wohl der Aufwand dafür sein wird. Firmen sind sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung auf externe Unterstützung angewiesen, und zwar vor allem bei neuen Themen wie der Einführung des neuen Hauptbuchs und der Migration von SAP-Datenbanken auf Hana.

Nach Überzeugung von PAC werden die größten Herausforderungen auf dem Weg zu S/4 weniger technischer Natur sein. Die Transformation der SAP-bezogenen Prozesse sowie die damit einhergehenden organisatorischen Veränderungen sind noch anspruchsvoller und risikoreicher.

Sich diesen Herausforderungen zu stellen wird nur gelingen, wenn IT- bzw. SAP-Organisation, Fachbereiche und die Geschäftsleitung an einem Strang ziehen.

Hana 1 oder 2

„Hana 1 wird Fehlerkorrekturen bekommen, jedoch keine neuen Features erhalten. Es ist sozusagen das Stable Release“

erklärt Mielke die jüngste Innovation aus Walldorf.

„Hana 2 ist hier der nächste Schritt und bringt die Hana-Plattform auf eine neue Ebene, bereit für neue Geschäftsanforderungen wie IoT und technologische Effizienz wie Active/Active-Read-enabled-Szenarien.

Das hochinteressante Hana Cockpit 2.0 kommt mit Hana 2 und ist nach Untersuchungen von Alegri ein bedeutender Fortschritt.“

„Mit der Markteinführung von Hana 2 setzt SAP einen Meilenstein in der Branche, denn die Plattform stellt die nächste Generation von Hana dar, die Kunden beim Aufbruch in eine erfolgreiche digitale Zukunft unterstützen wird“

erklärte SAP-Technikvorstand Bernd Leukert Ende 2016 auf der TechEd in Barcelona.

Als Innovationsplattform wird SAP Hana 2 zweimal pro Jahr Erweiterungen bereitstellen, um eine agile Entwicklung zu unterstützen. Was empfiehlt Alegri und warum – Hana oder Hana 2?

Hinrich Mielke:

„Für Suite on Hana ist zurzeit Hana 1 zu nutzen. Aktuell laufende Projekte mit S/4 bauen in der Regel noch auf Hana 1 auf und werden nicht ohne zwingenden Grund eine stabile Basis kurzfristig verändern.

Da es aber für Hana 1 kein SPS13 geben wird, sind die Kunden mittelfristig ohnehin angehalten, auf Hana 2 zu wechseln. Somit sollte die Nummer 2 die Wahl in neu anlaufenden S/4-Projekten sein.

In zukünftigen Releases von S/4 wird Hana 2 als Unterbau erforderlich sein.“

Hana 2 ist der nächste technologische Schritt, baut auf Hana 1 auf und ist abwärts kompatibel. Hinrich Mielke erklärt die Details:

„Der Wechsel läuft analog dem Upgrade eines neuen SPS für die Hana-DB. Die technologischen Risiken und Schritte sind identisch, ebenso der Testaufwand. B

ei älteren Quellsystemen kann ein Zwischenschritt auf Hana 1 SPS12 sinnvoll sein. Da aber die Datacenter Service Points entfallen, müssen für produktive Umgebungen der richtige Zeitpunkt und das richtige Paket für den Wechsel individuell festgelegt werden.“

Lizenzierung

Und welche Lizenzunterschiede gibt es zwischen Hana 1 und Hana 2 und wie kann der SAP-Bestandskunde zu einer Entscheidung kommen?

„Hana-Lizenzen hängen von der Art der Nutzung und von den verwendeten Funktionen der Datenbank und SAP-Applikationen ab“

erklärt Hinrich Mielke.

Hana 2 benötigt an sich keine andere Lizenz als Hana 1, allerdings kommen mit Hana 2 neue Nutzungsmöglichkeiten im Integrationsbereich, die zusätzlicher Lizenzen bedürfen können.

Als Faustregel empfiehlt Mielke: Was in Hana 1, SPS12 enthalten ist, wird bei Hana 2 keine weitere Lizenzierung benötigen. Die Bedarfe und der Nutzen der Lizenzen für Hana 1 oder 2 lassen sich anhand einer entsprechenden Voruntersuchung ermitteln. (pmf)

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